5 Ideen, wie wir jetzt unsere Nachbarschaft unterstützen können – direkt vom Sofa aus

Das öffentliche Leben kommt zum Stillstand – die meisten Geschäfte sind geschlossen, Straßen leer und es herrschen Kontaktbeschränkungen. Startups, kleine Unternehmen, Lokale, örtliche Verbände oder Ausflugsziele betrifft das besonders. Die entstehenden Umsatzeinbußen sind existenzbedrohend und könnten das Stadtbild vielerorts für immer verändern. Diese Firmen und Locations brauchen unsere Unterstützung und wir können alle etwas dazu beitragen, wenn wir näher zusammenrücken – das geht zum Glück auch vom Sofa aus. 

Fünf Ideen, wie jeder in seiner Umgebung helfen kann, hat Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere, zusammengestellt. Die digitale Plattform für die Wohnungssuche und -vermietung wickelt selbst alle Prozesse online ab – von der Besichtigung bis zum Abschluss und der Mietzahlung.

1. Online-Plattformen für Kleinunternehmer nutzen

Besonders Einzelhändler wie lokale Buchhandlungen sind derzeit von Ladenschließungen betroffen, wenn sie keinen Online-Shop bieten, aber natürlich auch gastronomische Einrichtungen ohne Liefer- oder Abholangebote. Wenn immer weniger Menschen das Haus verlassen können, betrifft das auch bald lokale Lebensmittelhändler, Apotheken oder Drogerie-Märkte ohne Webpräsenz. Um dem entgegen zu wirken, gibt es in einigen Städten bereits Online-Plattformen, die auf die Unterstützung lokaler Unternehmen, die derzeit von Schließungen betroffen sind, spezialisiert sind, etwa in Berlin. Neben diesen „Sammelplattformen” sind natürlich lokale Online-Shops und Startups nicht zu vergessen, die ebenso weiterhin Hilfe benötigen.

Als Alternative zum Online-Shopping können sich Nutzer durch die verschiedenen Viertel in ihrer Stadt klicken und Gutscheine für ortsansässige Unternehmen kaufen – die Unternehmer wiederum registrieren sich dort und schaffen somit weitere Präsenz. In anderen Städten, die keine derartigen Plattformen bieten, können Gastronomen und Ladenbesitzer alternativ einen Gutschein-Service in ihre bereits bestehende Website integrieren. Bewohner des Viertels können durch Gutscheinkäufe jetzt Unterstützung leisten, den Umsatz des Lieblingsladens oder -cafés aufrecht zu erhalten.

2. Musik ins Wohnzimmer holen

Viele Clubs, Konzerthallen und Musiker aus der eigenen Stadt organisieren gerade Livestreams, die zum Lauschen von Daheim aus einladen, um die Stimmung aufzuhellen. So hat sich zum Beispiel die Berliner Clubszene auf einer Plattform zusammengetan. Manche verlangen „Eintritt“ und verkaufen Online-Tickets, bei anderen kann man freiwillig eine kleine Spende hinterlassen – beispielsweise bei der Münchner Staatsoper. Die lokale Musikszene ist mehr denn je auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Einen Beitrag kann man leisten, durch Downloads in Musikbibliotheken, die Bestellung von Alben und Merchandise bei kleinen Labels oder indem man sich schon mal Tickets für Musikveranstaltungen – von der Oper bis zum Festival – in der ferneren Zukunft sichert. Und wer auf seine Lieblingskünstler nicht verzichten möchte, findet diese unter Hashtags wie #wirbleibenzuhausefestival auf Instagram – für unterschiedliche Initiativen geben sie Konzerte aus dem Wohnzimmer.

3. Solidarität mit kulturellen Institutionen

Die Krise spürt die gesamte Kreativbranche. Wegen ausfallender Veranstaltungen ist die Existenz der Institutionen bedroht. Eine Social-Media-Aktion ruft dazu auf, bereits gekaufte Tickets für kleinere Events nicht umzutauschen, das betrifft etwa Aufführungen am städtischen Theater: Indem man die Karte nicht erstatten, sondern verfallen lässt, spendet man indirekt an die kulturelle Einrichtung. Und: Jahreskarten kann man jetzt schon kaufen und erst später einlösen – oder an Familie und Freunde verschenken, um ihnen eine Freude zu machen.

 4. Tierheimen helfen und Pate werden

Tierheime arbeiten ohnehin unter einer enormen Last, die sich nun durch die Regelungen zur Kontaktvermeidung vervielfacht: Freiwillige Helfer, die beispielsweise ab und zu mit den Hunden Gassi gehen, können dies nicht mehr wahrnehmen und die Heime dürfen teilweise keine Sachspenden mehr annehmen – Geldspenden sind jetzt umso wichtiger und jeder Euro hilft. Es wäre auch der ideale Zeitpunkt, um eine Patenschaft für einen der dort lebenden tierischen Freunde zu übernehmen. Weitere Informationen dazu findet man auf der jeweiligen Website. Hier geht es zu Beispielen für Spendenmöglichkeiten und Tierpartnerschaften in Köln, München, Berlin oder Hamburg.

5. Als Gemeinschaft an die Zukunft denken

Das Verweilen in gastronomischen Einrichtungen fällt jetzt erst einmal eine Zeit aus. Eine Idee: Jedes Mal, wenn man sich zu Hause ein Getränk oder eine Mahlzeit zubereitet, die man unter normalen Umständen sonst im Lieblingscafé oder -restaurant zu sich nehmen würde, kann man das als Reminder nehmen und diesem einen kleinen Betrag per Paypal spenden – als Ersatz-Trinkgeld. Auch wenn es nur ein oder zwei Euro sind: Jede Geste zählt. Damit das Geschäft später wieder gut anläuft, kann man sich jetzt die Zeit nehmen, über Bewertungsplattformen und Social Media seine Lieblingsplätze weiterzuempfehlen und so deren Bekanntheit steigern. Durch den virtuellen Besuch verschafft man seinen Favoriten einen guten Start nach der Krise und zeigt Solidarität, die andere mitreißen kann.

Welche Aktion man am Ende auch wählt: In jedem Fall gibt es viele Möglichkeiten, direkt vom Sofa aus einen Beitrag für die eigene Stadt zu leisten und somit dazu beizutragen, lokalen Institutionen den Weg nach der Krise zu ebnen. Dafür sollten wir jetzt alle die Möglichkeiten nutzen, die es für uns digital gibt: Denn nicht nur die großen Anbieter ermöglichen Online-Shopping, sondern auch kleine, lokale Firmen können wir so unterstützen – über ihre eigenen, kleinen Web-Shops oder andere digitale Wege und Initiativen.

Bild: Direkt von Zuhause aus etwas Gutes tun, dank einer Vielzahl digitaler Möglichkeiten. (Quelle: HousingAnywhere)

Quelle Akima Media

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