Viel Feedback von außen einholen, weil man schnell Betriebsblind wird

Die Gründer von MySchleppApp -Deutschlands schnellste Pannenhilfe per Klick wagen sich in die Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen MySchleppApp doch kurz vor!
Wir sind MySchleppApp – Deutschlands schnellste Pannenhilfe per Klick!
Mit der MySchleppApp kann sich der Benutzer seinen nächstgelegenen Abschleppdienst per Smartphone bestellen. Wir haben ein flächendeckendes Partnernetzwerk und können so die Wartezeit von durchschnittlich 3 Stunden auf 45 Minuten verkürzen. Zudem bieten wir einen deutschlandweit einheitlichen Preis für die Pannenhilfs- und Abschleppleistungen.

Wie ist die Idee zu MySchleppApp entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Santosh Satschdeva war mit seinem Pkw liegengeblieben. Nach langer Wartezeit auf die Pannenhilfe googelte er schließlich selbst den nächsten Pannendienst im Raum Bonn-Köln. Frank Heck ist Familienunternehmer in eben jener Branche: Er half und schleppte den Wagen zur nächsten Werkstatt ab. Auf dem Weg dorthin unterhielten sich die beiden und waren sich schnell einig: Die Wartezeiten auf Abschleppunternehmen hierzulande sind oft zu lang; der Weg über Zentralen, Callcenter und Warteschleifen ist zu umständlich und fehleranfällig.

Da packte Frank Heck seine Geschäftsidee aus: „Wie wäre es, wenn …?“ Das war die Geburtsstunde des gemeinsamen Unternehmens MySchleppApp. Heute bilden hunderte Pannen- und Abschlepp-Profis überall in Deutschland das Netzwerk: Sie rücken aus, sobald jemand Hilfe braucht. Ein Klick genügt … und dann schnell wieder gute Fahrt

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Die Gründergene liegen bei uns beiden im Blut. Santosh war schon länger auf der Suche nach einem „eigenen Baby“ und Frank ist bereits Unternehmer- er kann sich das Leben anders gar nicht vorstellen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben uns komplett selbstfinanziert und haben unser Erspartes in die Firma investiert. Große Herausforderungen waren hauptsächlich lange Entscheidungswege bei B2B-Kunden. Dazu kommt die Bürokratie der Unternehmensführung, insbesondere Buchhaltung und Steuer. Da die richtigen Leute und Lösungen zu finden, hat Zeit und Aufwand gekostet.

Wer ist die Zielgruppe von MySchleppApp?
Alle Fahrer von Kraftfahrzeugen (Mofa bis LKW 40to.) in Alter von 16 – 70 Jahren.
„Sparfüchse“, die sich die Jahresmitgliedschaft bei Automobilclubs sparen wollen.

Wie funktioniert die App?
Man kann die App im App-Store oder Play-Store kostenlos downloaden bzw. das Web-Formular auf unserer Homepage nutzen. Im Pannenfall muss man nur Name, Rufnummer, Fahrzeugtyp und den Standort (kann automatisch ermittelt werden) ein und versendet die Anfrage mit einem Klick an alle umliegenden Abschlepp- und Pannendienste im Umkreis von 15 km. Diese haben das Gegenstück (die PartnerApp) und können dort die Anfrage annehmen und den Havaristen zurückrufen, um alles Weitere zu klären. Das alles ist natürlich für den User kostenlos und unverbindlich bis der Auftrag angenommen wurde.

Welche Vorteile bietet MySchleppApp?
Reduzierung der Wartezeit von durchschnittlich 3 Std. auf 45 Min.
Kein Call-Center
Keine Fehler bei der Datenübertragung
Transparenter Preis in ganz Deutschland
Keine jährlichen Mitgliedschaftsbeiträge wie bei Automobilclubs
Direkter Kontakt zum Pannen- und Abschleppprofi

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Wir waren in Köln auf einer Messe und wurden von einer Mitarbeiterin von Sony angesprochen. Zudem hatten wir das Thema auf dem Schirm und wollten uns unabhängig davon bewerben. Dass es dann tatsächlich klappt, hätten wir nicht gedacht!

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Wir haben unseren Pitch ausgearbeitet und bis zum „geht nicht mehr“ geprobt – bis wir ihn im Schlaf hätten aufsagen können. Publikum waren wir schon gewöhnt, weil wir vorher an Pitchwettbewerben und Messen teilgenommen haben, deshalb war es durch die entspannte Atmosphäre im Studio auch nicht so aufregend wie gedacht.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Wenn man merkt, dass sein Start-up und die Idee dahinter auch für andere interessant ist und mit dieser Idee in die größte deutsche Start-up-Show kommt, bestätigt das einem, dass man wohl nicht allzu viel falsch gemacht haben kann. Dies motiviert schon ungemein! In unserem Fall hoffen wir auf mediale Aufmerksamkeit und dass unser Bekanntheitsgrad extrem steigt.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf MySchleppApp aufmerksam werden?
Sehr wichtig, da wir eine Marke werden müssen, um uns in diesem Markt behaupten zu können. Dieser ist von einem großen Spieler dominiert, was es nicht einfach macht. Natürlich wollen wir auch Investoren auf uns aufmerksam machen. Zudem freuen wir uns auch wenn andere Unternehmen, die den Mehrwert unser Plattform für sich erkennen, uns vielleicht eine Zusammenarbeit anbieten.

Ziel der Show Die Höhle der Löwen ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Daher wir digital unterwegs sind gibt es eigentlich nur zwei Löwen die für uns in Frage kommen: Frank Thelen und Carsten Maschmeyer.

MySchleppApp, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen die Nummer eins im Bereich Pannen- und Abschlepphilfe sein, mit dem größten, dichtesten und schnellsten Netz für den Kunden. Wir würden uns auch freuen, wenn einige Fahrzeughersteller den digitalen Weg der Mobilitätsgarantie mit uns gehen würden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
-Es ist viel Arbeit zu gründen, aber es lohnt sich, sich nicht zu schnell von Rückschlägen beeinflussen zu lassen und seinen Weg zu gehen.
-Viel Feedback von außen einholen, weil man schnell Betriebsblind wird.
-Wenn man extern Sachen in Auftrag gibt oder sich einkauft: Es sind meistens weder die günstigsten, noch die teuersten Angebote die besten. Man sich die Zeit nehmen, Qualität nachzuprüfen und genau zu schauen und zu vergleichen, sonst wird es im Nachhinein sehr teuer.

Bild MySchleppApp Santosh Satschdeva (r.) und Frank Heck präsentieren MySchleppApp. Die App soll Abschleppbetriebe mit Kunden vernetzen. Sie erhoffen sich ein Investment von 100.000 Euro für 10 Prozent ihres Unternehmens. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie MySchleppApp am 12.September in #DHDL

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Santosh Satschdeva und Frank Heck für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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