Samstag, April 17, 2021

Team: Dein Unternehmen wird deine zweite Familie werden

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

myndway digitale Seminare rund um agile Führung und Persönlichkeitsentwicklung

Stellen Sie sich und das Startup myndway doch kurz unseren Lesern vor!

Bei myndway bieten wir digitale Seminare rund um agile Führung und nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung im digitalen Zeitalter an. In unseren Lerninhalten bringen wir Neurowissenschaft, Achtsamkeit und Innovation zusammen. Dabei ist unser Ziel, Menschen dabei zu helfen, beruflich und privat digitale Skillsets zu entwickeln. Wir sprechen hier auch gerne von “digitalen Superpowers” wie bspw. Empathie, Selbstführung oder Veränderungsbereitschaft. 

In unseren Kursen erarbeiten die Teilnehmer*Innen in Workshops und über digitale Inhalte, ihre optimale Rolle, ihr Verständnis von Sinn und Werten und sie trainieren ihre Kommunikationsskills. Wir gehen auch auf gesundes, digitales Arbeiten ein. Die Themen “Neue Arbeitswelt”, “Umgang mit Stress” und “Transformation” stehen dabei besonders im Mittelpunkt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir sind ursprünglich mit dem Ziel gestartet Menschen, Teams und Organisationen einen Zugang zu Achtsamkeitsmethoden für die Arbeit zu verschaffen. Zahlreiche Studien belegen, dass eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis positive Effekte auf Fokus, Miteinander und Wohlbefinden hat. Gerade heute, in unserer schnelllebigen, digitalen (Arbeits-)Welt, werden diese Punkte immer wichtiger und wir möchten hier unterstützen. Als wir uns anfangs umgeschaut haben, welche Angebote es zu diesen Themen gibt, haben wir festgestellt, dass unsere Verknüpfung von Achtsamkeit mit Innovationsmethoden bislang einzigartig ist.

Um Unternehmen dabei zu unterstützen, wirklich fit für die neue Arbeitswelt zu werden, haben wir uns entschlossen unser Programm auf den Markt zu bringen. Denn wir glauben, dass ohne Achtsamkeit weder nachhaltige Innovation noch Transformation entsteht.

Welche Vision steckt hinter myndway?

Unsere heutige Welt wird immer noch schneller, vernetzter und kurzlebiger. Der Mensch kann auf Dauer diesem Tempo nicht standhalten und wird krank. Das bestätigen auch Zahlen zu aktuellen Burnout Raten und Krankheitstagen bei Mitarbeitern. Dadurch entstehen immense Kosten für die Arbeitgeber. 

Gleichzeitig verändern sich die Arbeitswelt und die Art der Zusammenarbeit rasant. Flexibles Arbeiten von zu Hause oder in virtuellen Teams wird wichtiger. Das stellt Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor enorme Herausforderungen, beruflich sowie privat. 

Wir möchten mit unseren forschungsbasierten Methoden und Trainings unterstützend auf die sich verändernde Situation eingehen und langfristig einen Beitrag zur Gestaltung einer achtsamen und agilen Arbeitswelt leisten. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind von Anfang an mit dem Fokus gestartet kein Geld von Investoren einzusammeln und so lange es geht das Unternehmen aus dem eigenen Cash Flow heraus aufzubauen. Unsere Vision ist es ein agiles, selbstorganisiertes Unternehmen zu gestalten, das für eine neue und achtsame Wirtschaftswelt steht. Dank begeisterter Kunden, die uns früh ihr Vertrauen geschenkt haben, ist uns das bisher auch gut gelungen. Dennoch müssen wir vor diesem Hintergrund auf unsere Ressourcen achten – sowohl in finanzieller Hinsicht als auch im Hinblick auf unser persönliches Energieniveau. Denn die anfallenden Aufgaben und der Aufbau unseres Unternehmens verteilen sich nicht auf eine Mannschaft aus mehreren hundert Mitarbeitern, sondern auf ein kleines Team. Hier den Überblick zu behalten, klar zu priorisieren und achtsam mit den Ressourcen umzugehen, ist oft nicht ganz einfach. 

Wer ist die Zielgruppe von myndway?

Das Gute am Thema Achtsamkeit ist, dass es für jede(n) relevant ist. Deshalb haben wir unsere Kurse kürzlich neben unserem B2B-Fokus zusätzlich um den B2C-Bereich erweitert. Gerade in Zeiten von Corona haben wir gemerkt, dass die neue Situation auch neue Ängste und Unsicherheiten hervorgerufen hat, auf die wir reagieren wollten. Für Führungskräfte schien das Thema digitales Team-Management und Kontrolle stark im Vordergrund zu stehen, Mitarbeiter haben über zu viele Meetings und Unkonzentriertheit geklagt und viele Menschen sind allgemein in ihrer Vorstellung eines routiniert geplanten Lebenswegs erschüttert worden. Unsere Methoden der Achtsamkeit unterstützen beim “Führen über Distanz” ebenso wie bei der “Gesunden digitalen Arbeit” und dem “Umgang mit Emotionen”. 

Wie funktioniert myndway? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Neurowissenschaft zeigt, dass sich nachhaltige Veränderungen im Gehirn innerhalb von sechs bis acht Wochen einstellen. Deshalb sind wir zunächst mit zwei 8-wöchigen Trainingsprogrammen für Unternehmen gestartet. Ein Programm konzentrierte sich auf Mitarbeitende und Führungskräfte, ein weiteres haben wir für Teams entwickelt. Trainingsinhalte umfassten bspw. “Achtsames Konfliktmanagement”, “Gesundes digitales Arbeiten” und “Sinn und Werte gestalten”.  Bewusst wollten wir die Inhalte sowohl analog vor Ort als auch digital anbieten. Neben diesen Programmen sind über die Zeite weitere Inhalte entstanden, sodass wir jetzt in der Lage sind, wie aus einem Baukastensystem maßgeschneiderte Kurse zu unseren Schwerpunktthemen abzubilden. Alle Inhalte sind heute für Unternehmenskunden und für private Kunden über unserer Website buchbar. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Durch die Corona-Krise ist uns ein wesentliches Standbein weggebrochen, das bis dahin noch eine wichtige Umsatzquelle war: die Veranstaltungen vor Ort. Das hat uns sehr getroffen, aber nicht verzagen lassen. Denn wir konnten weiterhin auf unsere zweite Säule, die digitalen Inhalte, setzen. Diese Inhalte haben wir weiter ausgebaut und sind seit den Kontaktbeschränkungen ausnahmslos digital aktiv. Kundenbetreuung, das Einstellen von Mitarbeitern und das so wichtige Netzwerken läuft nun vollständig online ab. Zudem adressieren wir seit Beginn der Krise Unternehmenskunden und Privatkunden, denn wir haben gemerkt: Die Krise betrifft alle und mit unseren Methoden können wir vielen Menschen helfen.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Von Beginn an war es uns wichtig das Unternehmen digital und agil aufzusetzen. D.h. wir haben schon vor Corona von den unterschiedlichsten Orten aus gearbeitet. Unsere Kommunikation, alle Meetings und Abstimmungsrunden waren da schon online, weshalb wir dahingehend nicht viel ändern mussten. Dass wir sehr früh angefangen haben, mit digitalen Kollaborationstools zu arbeiten und unsere Prozesse und Strukturen entsprechend aufzusetzen, hat sich als ein Segen erwiesen. Als abzusehen war, dass deutliche Einschränkungen bevorstehen, haben wir den Ausbau unserer Plattform, also unseres Produkts, intensiv vorangetrieben und zusätzliche maßgeschneiderte Inhalte erstellt. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wenn man, sagen wir 6 Monate zurück schaut, dann war das Thema digitales Arbeiten in Deutschland nicht unbedingt populär. Die Digitalisierung wurde zwar als wichtig eingestuft, aber gemacht wurde vergleichsweise wenig. Es gab immer mindestens einen Grund, warum die Home Office Lösung nicht langfristig umgesetzt werden kann, Team Meetings lieber doch im Büro stattfinden sollen oder digital kollaboratives Arbeiten eher etwas für die Zukunft ist.

Genau diese Resistenz aber musste im März aufgegeben werden, damit die Wirtschaft nicht gänzlich zum Erliegen kommt. In den allermeisten Fällen erforderte das eine gewaltige Umstellung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Aber die Krise hat auch gezeigt, dass die Digitalisierung der Arbeit möglich ist. Jetzt gilt es, nicht nach der Krise einfach wieder zum Normal von davor zurückzukehren, sondern sich in jedem Unternehmen zu fragen: Was haben wir aus der neuen Art zu Arbeiten gelernt? Was nehmen wir mit? Diese Situation sollten wir als Chance begreifen und sozialverträgliche Lösungen finden, die eine neue Form des Arbeitens mit einem gesunden Privatleben verbindet. 

myndway, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unsere große Vision ist es, Achtsamkeit und Menschlichkeit in die Unternehmen und die Gesellschaft zu bringen. Dabei möchten wir ganz klar machen, dass Achtsamkeit für uns nichts Esoterisches ist, sondern eine Chance für den Menschen Zufriedenheit in der Arbeit und im Leben zu finden. Um Menschen, Mitarbeitende und Führungskräfte auf diesem Weg zu unterstützen, bauen wir zunehmend auf digitale Trainingsformate, die für alle Teilnehmenden Lernen zu ihrer Zeit und an ihrem Ort möglich macht. Unser Ziel ist es, so immer mehr Unternehmen zu befähigen, innovativ und agil mit motivierten Arbeitnehmern in die Zukunft zu schreiten. Aber wir hoffen auch, dass wir so ein Denken in die Gesellschaft tragen, das deutlich mehr auf Miteinander, Menschlichkeit und gemeinsames Wachstum abzielt. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Team: Dein Unternehmen wird deine zweite Familie werden. Sei dir also sehr bewusst, mit wem du das Abenteuer eingehst.  

Durchhaltevermögen: Im Zweifel musst du auch mal längere Durststrecken ohne Aufträge aushalten können. Gerade wenn du ein Full-tim Founder bist, hilft eine geschärfte mentale Einstellung.  

Genießen: Es gibt nicht viele Menschen, die den Schritt des Gründes wagen. Trotz vieler Unsicherheiten, genieße deine Freiheit und gestalte dein Startup nach deinen Vorstellungen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Martina Dopfer und Tim Kuntze für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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