Immer authentisch sein!

myEnso kundenzentrierter Lebensmittel Online Supermarkt

Stellen Sie sich und das Startup myEnso doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Norbert Hegmann, CEO, und Thorsten Bausch, CMO, die beiden Gründer des neuen Online-Supermarkts myEnso. Wir finden, dass das Einkaufen von Lebensmitteln im Internet bisher wenig Spaß macht und wenig mit dem Einkaufen zu tun hat, wie wir es gelernt haben. Du kannst Dich bei den großen Online-Supermärkten durch Einkaufslisten scrollen, besondere Produkte von regionalen Nischenanbietern suchst Du jedoch vergeblich. Unsere Antwort heißt Kundenzentrierung und Kundenbeteiligung.

myEnso ist ein zu 100 Prozent kundenzentrierter Lebensmittel-Supermarkt

Die Kunden entscheiden bei uns nicht nur über die Produkte, die verkauft werden sollen. Sie haben auch in der Aufbauphase ihre Wünsche zum Lebensmittelmarkt der Zukunft geäußert und diskutiert. Aus diesen Wünschen entsteht jetzt gerade ein ganz neues Supermarkt-Konzept, in dem Kunden und Hersteller direkt zusammenkommen. myEnso wird quasi von den Kunden entwickelt – vom Sortiment bis hin zum Service. Ab April können Testkunden in Bremen, Hannover und Hamburg bei myEnso einkaufen, bis Ende 2018 werden wir in 15 deutschen Städten verfügbar sein. Ab 2019 öffnen wir dann auch für alle Kunden. Wer sich beteiligen will und jetzt schon bei myEnso einkaufen will, kann sich unter www.myEnso.de als „Pionier“ registrieren.

Wie ist die Idee zu myEnso entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir kennen uns schon lange, hatten uns aber etwas aus den Augen verloren, bis wir uns durch Zufall vor knapp zwei Jahren in der Straßenbahn trafen. Da merkten wir sofort, dass die Chemie zwischen uns absolut stimmt und wir die gleichen Ideale haben. Norbert hatte in seiner Arbeit als Marktforscher den Kunden bereits seit über zehn Jahren zugehört, was sie sich im Lebensmittelbereich wünschen und was ihnen fehlt. Daraus entstand die Idee, eine Plattform zu entwickeln, die sich durch die aktive Beteiligung der Kunden immer weiterentwickelt und auf diese Weise zum besten Supermarkt in Deutschland wird.

Sofort war uns beiden klar, dass wir mit unserem radikalen und innovativen Ansatz der 100-prozentigen Kundenorientierung, unseren Erfahrungen und dem Branchenwissen eine echte Chance am Markt haben können. Dann haben wir uns schnell Partner für die Logistik, für die technologische Entwicklung, für die Markenentwicklung usw. gesucht.

Welche Vision steckt hinter myEnso?
„Den besten Supermarkt, den Super-Supermarkt zu erschaffen“ und damit einen attraktiven Teil des wachsenden Marktes zu besetzen. Über 7 Millionen Haushalte in Deutschland würden sich nachweislich über myEnso sehr freuen, das ist unsere Kernzielgruppe. Das hat das Marktforschungsinstitut Kantar TNS ermittelt.

Was ist die Mission von myEnso?
Die Grundlage unserer Mission ist: Was genau der beste Supermarkt ist, weiß nur der Verbraucher, der Supermarktnutzer. Das ist die wichtigste Figur auf dem Platz. Um diesen sollte sich alles drehen: ist er interessiert, freuen sich alle. Kauft er Produkte, freuen sich alle. Sagt er, was er will oder was ihn stört, freuen sich alle.

In der Welt von heute dreht sich alles um den Händler. Trotzdem gehen wir alle in einen Supermarkt und kaufen dort unsere Lebensmittel ein, im festen Glauben daran, dass dieser auf unserer Seite steht und die Lebensmittel in unserem Sinne ausgesucht hat. Das hat er aber vermutlich nicht.

Also macht myEnso das, was im Grunde total naheliegend und einzig richtig ist: wir lassen den Kunden selber entscheiden und machen ihn zum Partner. Zu dem Partner, der einzig dazu befähigt ist, zu entscheiden, welche Produkte der Supermarkt im Sortiment haben sollte, wie er funktionieren soll, wie und womit er inspirieren kann, welchen Service er anbieten muss, wann wie wohin etwas geliefert werden muss und wie er mit Ressourcen bitte schön umgehen sollte. Die Mission von myEnso ist daher: „Den Markt entscheidend verändern, in dem wir direkte Nähe herstellen, zwischen Verbraucher und Hersteller, und diese beiden die besseren Produkte, den besseren Service, die bessere Kultur und vieles mehr gemeinsam entwickeln lassen. Der Verbraucher hat dabei zu 100% die Entscheidungsmacht, er hat das Sagen.“

Mit diesem im Grunde einfachen Prinzip entwickeln wir in Kooperation mit den beiden einzig entscheidenden Marktteilnehmern, nämlich den Kunden und den Herstellern, den besten Supermarkt. Dabei bedienen wir gleichzeitig das veränderte Werteuniversum der Gesellschaft, die nach Freiheit, Mitbestimmung, Vielfalt und Teilhabe sucht. Die Menschen haben den Wunsch nach echter Demokratisierung und die Sehnsucht nach Selbstwirksamkeit. myEnso wird dies konsequent erfüllen, wie keiner zuvor in diesem Markt.

Wenn man solche Ansprüche an Supermärkte stellt, auch an die großen im Internet, wird einem gesagt werden: das geht nicht. Doch es geht, übersteigt nur deren Vorstellungsvermögen und Umsetzungsfähigkeit. Bei myEnso geht es.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Uns ist schon bewusst, dass wir hier ein ganz dickes Brett bohren. Keine Angst vor der eigenen Größe und den großen Märkten und Wettbewerbern und den ewigen Angst- und Schlechtmachern zu haben. Verführerischen und vermeintlich die Sache leichter machenden Angeboten widerstehen und sich immer daran erinnern, um was es geht und was das Geschäftsmodell negativ infiltrieren würde.

Die Finanzierung stemmen wir in der Startphase selbst, mit Hilfe unserer Systempartner, die uns ihre Ressourcen zur Verfügung stellen.

Wer ist die Zielgruppe von myEnso?
myEnso ein ideales Angebot für alle, die sich aktiv in die Veränderung der Dinge einbringen wollen, die mit dem Aktuellen nicht mehr einverstanden sind. Das ist Alters- und Geschlechtsunabhängig. Gerade jetzt in der Startphase von myEnso freuen wir uns über viele „Pioniere“, die mitbestimmen möchten, was es im Supermarkt zu kaufen gibt. Diese Sehnsucht nach Veränderung, Mitbestimmung, Wertschätzung und Teilhabe, wir nennen es Selbstwirksamkeit, zieht sich nämlich durch alle Gesellschaftsbereiche.

Wir adressieren natürlich auch ganz normale Menschen wie Familien, die eine hohe individuelle Entlastung und Unterstützung von „ihrem“ Supermarkt erwarten. Es sind nicht nur die Individualisten unserer Gesellschaft, sondern die, die ein individuelles Angebot und einen individuellen Service als Unterstützung und Entlastung in einem vollen Leben benötigen.

myEnso bietet ein sehr persönliches Angebot zur Optimierung des persönlichen Einkaufs.

Wie funktioniert myEnso?
Wie ein riesiger in echt kaum vollstellbarer Supermarkt, bei dem sich alles um den Kunden dreht und nahezu komplett von diesem entwickelt wurde und auch permanent weiterentwickelt wird. Kooperation statt Operation und Innovation im Naheliegenden, im Bestehenden. Das klappt sensationell. Die Pioniere, also unsere Testkunden, haben schon hunderte von Wünschen eingereicht. Teilweise liegen Lösungen für eine entscheidende Verbesserung beschämend nahe. Diese aus unserer Sicht dann wirklich innovativen Dinge, sind in der Regel keine technischen. Wie zum Beispiel die myEnso-Botschafter, mit denen wir die Auslieferungslogistik optimieren werden, ohne die Straßen noch weiter zu verstopfen. Ein weiteres Beispiel ist unser Lager: das ist keine der Hallen, die neuerdings links und rechts von den Autobahnen aus dem Boden schießen.

Unsere Halle haben wir in Bremen gefunden, sie ist ein historischer Speicher für Kaffee-, Tee-, Kakao- und Tabaksäcke. Der ist perfekt für unsere Bedingungen, besser als jede neue Halle. Hier können wir nicht nur nach und nach bis auf über 100.000 qm Fläche expandieren, sondern auch gleichzeitig noch ein auf Lebensmittel-eCommerce spezialisiertes modernstes Logistikzentrum Deutschlands entwickeln.

Welche Vorteile bietet myEnso?
Für den Verbraucher: Einkaufen wie bisher, nur viel besser. One-Stop-Shop mit rund 100.000 Artikeln zur Deckung aller relevanten Bedürfnisse, die an jeden Ort, zu jeder gewünschten Zeit in Deutschland ausgeliefert werden. Verbunden mit ganz neuen Shoppingerlebnissen und Services. Jeder Kunde kann sich seinen Supermarkt zusammenstellen und hat von Anfang an die Hoheit über seine Daten.

Für die Hersteller: Verkaufen wie bisher, nur viel besser. Gemeinsam im direkten Dialog den besseren Supermarkt, die besseren und neue Produkte entwickeln, neue Formen des Dialogs und der Gemeinsamkeit zu finden. Das führt automatisch zur optimierten Kundenorientierung, zur konsequenten Einbeziehung der Kundenbedürfnisse und somit zum besseren Angebot, zur Steigerung der Kundenzufriedenheit. Kauft der Kunde besser ein und ist zufrieden, verkauft der Hersteller automatisch besser.

myEnso, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren ist myEnso etabliert und hat sich sauber abgegrenzt als der einzige Supermarkt Deutschlands, der sich wirklich konsequent auf den Markt eingelassen hat und dabei dem Kunden das Sagen überlassen hat. Der Mensch steht wie bei keinem anderen Unternehmen im Mittelpunkt allen Handelns und der Mensch kann dieser Aussage vertrauen, weil myEnso dies bewiesen hat.

myEnso hat kein anderes Ziel, als eine sehr nahe und vertrauensvolle Beziehung zum Menschen, zu unseren Kunden aufzubauen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Nie kopieren
• Immer authentisch sein
• Immer relevant sein
• Weitermachen (keine Angst vor dem Scheitern)

Keine Angst haben vor dem Alleine sein: Wer etwas Neues macht, steht immer vorne und wer vorne steht, ist immer allein. Und: etwas Wahnsinn hilft auch.

Bildquelle myEnso

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thorsten Bausch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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