Donnerstag, Dezember 9, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

mybacs innovative und hochdosierte synbiotischer Nahrungsergänzungsmittel

Stellen Sie sich und das Startup mybacs doch kurz unseren Lesern vor!

Na klar, sehr gern. Wir sind Carl-Philipp von Polheim und Sebastian Wahl, die Gründer von mybacs. mybacs ist ein Schweizer Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Niederlassungen in Zug und München. Wir haben uns auf die Entwicklung innovativer und hochdosierter synbiotischer Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert, welche durch ihre einzigartigen Formulierungen aus spezifisch ausgewählten Bakterienkulturen (Probiotika), Präbiotika sowie Mineralstoffen und Vitaminen auf die individuellen Bedürfnisse und Einsatzbereiche unserer Kunden ausgerichtet sind. 

Zu unserem Portfolio gehört zum einen unser Reiseprodukt Travelbacs, eine regional zugeschnittene Bakterienkomposition zur Vorbereitung der Verdauung auf spezifische Reiseregionen. Darüber hinaus bieten wir mit unseren Dailybacs zudem ein im Abo erhältliches Synbiotikum für den täglichen Bedarf an, welches speziell auf die Bedürfnisse von Frauen, Männern und Kindern zugeschnitten ist.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Sebastian und ich sind zur selben Schule gegangen. Er hat daraufhin pharmazeutische Wissenschaften an der ETH in Zürich studiert, während ich an die EBS Business School nach Oestrich-Winkel gegangen bin. Auch während dieser Zeit blieben wir eng befreundet und tauschten uns regelmäßig zu verschiedenen Themen aus. 

Als Sebastian seine Forschung im Bereich Mikrobiologie vertiefte, kam er mit der Idee, eine Firma im Bereich Darmgesundheit und Mikrobiom zu gründen, auf mich zu. Wir haben uns daraufhin mehr und mehr mit dem Thema und der Idee auseinandergesetzt und waren schnell vom Potenzial und den positiven Auswirkungen des Mikrobioms auf den menschlichen Körper überzeugt. Gleichzeitig merkten wir, dass noch großer Bedarf an entsprechenden Produkten im Markt besteht. Und so entstand aus der Idee, ein Unternehmen in diesem Bereich zu gründen, schlussendlich mybacs. 

Welche Vision steckt hinter mybacs?

Wir wollen den Gesundheitsmarkt rund um das menschliche Mikrobiom revolutionieren und somit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit sowie dem täglichen Wohlbefinden unserer Kunden leisten. Unser Ziel ist es, ein globaler Player für personalisierte Therapeutika im Bereich des menschlichen Mikrobioms zu werden und mit nachhaltigen und hochwertigen Produkten einen wahren Mehrwert zu bieten. 

Zudem legen wir großen Wert darauf, grundsätzlich über das Thema aufzuklären und unsere Expertise und Wissen zu teilen. Dies machen wir beispielsweise über unsere monatlichen Healthy Guides, eine Art Magazin mit hilfreichen Tipps und wissenswerten Insights rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden. Darüber hinaus haben wir mit “Better Inputs – Better Outputs” unsere eigene Podcast-Reihe gestartet, in der wir uns mit anderen Experten der Branche zu verschiedenen spannenden Themen austauschen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir würden sagen, die größte Herausforderung bestand anfangs darin, die richtigen Leute zu finden und ein gutes Team zusammenzustellen. Gerade als junges Unternehmen kann man in einigen Aspekten nicht mit den größeren Playern mithalten und muss vor allem Leute finden, die genauso von der eigenen Idee überzeugt sind wie man selbst. Wir freuen uns deshalb jedes Mal enorm, wenn wir jemanden mit dem passenden Profil für unsere Vision begeistern können und merken, dass sie oder er mit genauso viel Leidenschaft und Überzeugung dabei ist. 

Unsere erste Finanzierungsrunde haben wir im Sommer 2019 mit dem internationalen VC Fonds Global Founders Capital als Lead-Investor abgeschlossen, auch einige Angel-Investoren waren mit an Bord. Die zweite Finanzierungsrunde folgte dann dieses Jahr im Juli erneut mit GFC sowie dem US-Investor Joyance Partners. 

Wer ist die Zielgruppe von mybacs?

Kurz gesagt: Gesundheitsbewusste Personen, denen ihr Körper und allgemeines Wohlbefinden wichtig ist. 

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein ausgeglichenes Mikrobiom einen positiven Effekt auf verschiedenste Indikationen im Körper hat. Diese gehen weit über die Darmgesundheit und eine verbesserter Darm-Immunfunktion hinaus. Das Mikrobiom hat beispielsweise auch Einfluss auf Herz, Psyche, Stoffwechsel, Immunsystem und trägt zudem auch zur kardiovaskulären Gesundheit bei. Daher grenzen wir unsere Zielgruppe nicht nur auf Menschen mit Verdauungsproblemen ein, auch wenn dies aktuell noch der häufigste Kaufgrund ist. Viele unserer Kunden schreiben uns, dass sie nach langer Suche endlich mit Dailybacs ein Produkt gefunden haben, das ihnen hilft, sich wieder rundum wohl zu fühlen. Das freut uns am meisten. 

Was ist das Besondere an den Produkten? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Gegensatz zu anderen Anbietern verkaufen wir keine white-label Produkte, sondern entwickeln und stellen diese selber zusammen. Jeder Bakterienstamm in unseren Produkten wurde in klinischen Studien auf seine Wirkung getestet. Wir replizieren die Dosierung exakt, um hier die selben Effekte zu erzielen. Darüber hinaus zeichnen sich unsere Produkte durch ihre hohe Anzahl an koloniebildenden Einheiten aus. Unsere Dailybacs, welche aus 11 Bakterienstämmen, Mineralstoffen, Vitaminen und Pflanzenextrakten bestehen, weisen beispielsweise 60 Milliarden koloniebildende Einheiten auf. Das ist so einzigartig im Markt. Darüber hinaus sind unsere Produkte auf die Bedürfnisse von jeweils Frauen, Männern und Kinder zugeschnitten. In Zukunft wollen wir noch personalisierter werden.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt bei uns eine große Rolle. So besteht unsere Verpackungsbox zu 90% aus recyceltem Material und wird mit wasserbasierten Farben digital bedruckt. Unsere verwendeten Beutel und Labels werden aus biologisch abbaubaren landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt und unser lichtundurchlässiger Opalglastiegel ist komplett recyclebar.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Corona hatte in erster Linie großen Einfluss darauf wie wir arbeiten. Seit März arbeitet das gesamte Team im Home-Office und unser täglicher Kommunikationsbedarf ist natürlich deutlich gestiegen. Aber wir haben recht schnell Lösungen und Alternativen gefunden und haben mittlerweile sogar virtuelle Team Events, die den Zusammenhalt noch einmal deutlich stärken. 

In unserem Fall hatte Corona in gewisser Weise auch positiven Einfluss auf unser Business. Beispielsweise sind die Umsätze unserer Dailybacs, welche unseren Kunden aktuell als Abo zur Verfügung stehen, stark angezogen. Wir merken zweifellos, dass die Menschen sich seither vermehrt mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Krisen zwingen einen – wenn auch ungewollt – sich anzupassen, zu verändern, neu zu positionieren und dadurch auf gewisse Weise oftmals auch weiterzuentwickeln. Im Falle von Corona ist das generelle Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung deutlich gestiegen. Dies hat natürlich einen enormen Einfluss auf die gesamte Branche, darunter zum Beispiel der Bereich Digital Health und Biotechnologie. Wir denken, dass wir uns gerade in diesen Bereichen in den nächsten Jahren auf viele Innovationen freuen können, getrieben von starkem Interesse der VC-Investoren. 

mybacs, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wie schon erwähnt, wollen wir den Gesundheitsmarkt rund um das menschliche Mikrobiom revolutionieren. Das heißt konkret, dass wir unser Produktportfolio weiter ausbauen wollen, um unseren Kunden eine personalisierte, wissenschaftlich-fundierte sowie datengetriebene Lösung für ein ausgeglichenes Mikrobiom anbieten zu können. 

Damit unsere Produkte langfristig auch Kunden weltweit zur Verfügung stehen, sollen für die Internationalisierung unseres Unternehmens Stück für Stück weitere Märkte hinzukommen. Wir bekommen schon jetzt vermehrt Anfragen außerhalb unserer Kernmärkte.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Das richtige Team ist alles!

2. Sieh dich selbst nicht als Ebenbild des Kunden (vor allem im Marketing)

3. Versuch schon früh eine gewisse ökonomische Effizienz zu erzielen und zumindest auf den einzelnen Kunden profitabel zu operieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Carl-Philipp von Polheim und Sebastian Wahl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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