Das Startup-Life ist wie eine Achterbahnfahrt, mal geht es bergauf, mal bergab.

myAlfred dein persönlicher Butler

Stellen Sie sich und das Startup myAlfred doch kurz unseren Lesern vor!
myAlfred ist die App, die Zeit für die wichtigen Dinge im Leben findet. Etwa ein lange überfälliges Treffen mit deinen Freunden oder ein Ausflug mit der ganzen Familie. Unser Team besteht aus fünf Gründern und bereits drei Mitarbeitern, dabei wurde unsere Firma erst Anfang des Jahres gegründet.

Wie ist die Idee zu myAlfred entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu myAlfred ist während dem Studium auf der FH Hagenberg entstanden. Auch unser Team ist während dem Studium entstanden. Manche von uns kennen einander schon seit 15 Jahren – wir sind ein sehr gut eingespieltes und eingeschweistes Team. Während der Studienzeit haben wir bereits sehr viel Zeit in myAlfred investiert. Das war nicht immer einfach, aber unsere Fachhochschule hat uns hier wahnsinnig gut unterstützt. Daraus ergab sich auch mehr oder weniger die Idee zu myAlfred, denn als Student, der teilzeit arbeitet, seine Masterarbeit schreiben muss und am eigenen Startup tüftelt, wünscht man sich des Öfteren einen Butler, der einem zur Seite steht. Da leiden oft Freunde, Familie oder die eigenen Hobbies darunter.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Für uns war nach dem Studium klar, dass wir aus der Idee mehr machen wollen. Außerdem haben alle im Team einen stark ausgeprägten Unternehmergeist. Die Gründung des Unternehmens war daher nur eine Frage des Zeitpunkts. Uns alle faszinieren die Themen künstliche Intelligenz und Machine Learning, daher entwickelten wir ein System, dass in vielen verschiedenen Bereichen anwendbar ist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir meistern unsere Herausforderungen immer ohne danach viel zu jammern. Momentan sind wir gänzlich selbst finanziert. Die Startupszene in Österreich bewegt sich in den letzten Jahren auch in eine spannende Richtung und es gibt gute Fördermöglichkeiten. Es gibt immer mehr großartige Initiativen die für Bewegung in dieser Szene sorgen, das hilft enorm und man kann diese tollen Möglichkeiten für den Austausch unter GründerInnen nutzen.

Wer ist die Zielgruppe von myAlfred?
In erster Linie ist myAlfred für Personen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten bzw. mit vielen Terminen oder einfach für Leute die ein persönliches Ziel verfolgen, wie zB öfter Sport zu machen. Für diese Gruppen ist eine App wie myAlfred besonders nützlich. Wenn sie myAlfred dann nutzen, um sich mit Familie und Freunden zu treffen, kann sich die App mitunter rasch unter anderen Gruppen verbreiten.

Wie funktioniert myAlfred?
myAlfred ist dein persönlicher Butler, der mittels künstlicher Intelligenz, Zeit für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben findet.

Es reicht eine ungenaue Zeitangabe, wie zum Beispiel “nächstes Monat am Abend”. myAlfred analysiert die Kalender aller Teilnehmer und berücksichtigt ebenso externe Faktoren wie das Wetter oder den Ort. Im Großen und Ganzen setzen wir auf Technologien, wie ein regelbasiertes System (sprich künstliche Intelligenz), Machine Learning und Big Data.

Des Weiteren lernt myAlfred von deinen Interessen und hilft dir dabei deine persönlichen Ziele zu erreichen. So werden Trainingspläne individuell auf deine verfügbare Zeit abgestimmt und können daher genauer und zuverlässiger eingehalten werden. Am Ende des Tages sorgt myAlfred dafür, dass du wieder mehr Zeit für dich und deine Liebsten hast.

Welche Aufgaben übernimmt myAlfred?
Eine der größten Stärken von myAlfred ist es, sich wiederholende Termine zu koordinieren. Jeder von uns kennt das Problem, wenn man um einen Termin beim Friseur oder Arzt ansuchen muss. Als dein persönlicher Butler macht dir Alfred beispielsweise automatisch einen Termin bei deinem Lieblingsfriseur einmal pro Monat aus. Es funktionieren aber auch unregelmäßigere Termine, wie zum Beispiel persönliche Fitnesspläne oder die Überprüfungsplakette bei einem neuen Auto. Diese ist ja bekanntlich zuerst nach drei Jahren, dann nach zwei Jahren und danach jährlich zu erneuern. All diese Termine können einfach und bequem von myAlfred geplant werden.

myAlfred, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mit myAlfred haben wir noch Großes vor, wir stehen erst am Beginn unserer Reise. Die App ist ca. seit einem Monat im App Store und “Alfred” konnte schon Zeit für mehr als 6000 Termine finden. In dieser Zeit haben wir bereits wertvolles Feedback erhalten, dieses gilt es jetzt so rasch wie möglich umzusetzen.

Weiters wird dein persönlicher Butler immer verbessert, um noch mehr auf deine persönlichen Bedürfnisse einzugehen. Unser Ziel ist es, dass myAlfred die erste App ist, die morgens geöffnet wird, um auf einen Blick zu sehen, wie dein Tag aussieht. Dabei geht es nicht nur um Termine, denn als dein Butler, schlägt dir myAlfred vor was dich interessieren könnte und zu deinem Terminplan passt.

Das Terminproblem gibt es natürlich in vielen verschiedenen Bereichen, wenn man etwas in die Zukunft denkt zB an selbstfahrende Autos, die von mehreren Personen genutzt werden können, da gibt es eine Menge “Termine” zu vereinbaren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Lass dich nicht von deinem Weg abbringen, es gibt immer wieder KritikerInnen die nichts von deinem Projekt halten.
2. Versuche so viel wie möglich von anderen zu lernen, sowohl Positives als auch Negatives. Sprich auch über deine Idee, niemand in dieser Szene wird sie dir klauen. Nur so können dir andere GründerInnen helfen, besser zu werden bzw. Fehler zu vermeiden.
3. Das “Startup-Life” ist wie eine Achterbahnfahrt, mal geht es bergauf, mal bergab. Daher ist es extrem wichtig, das richtige Gründerteam um sich zu haben.

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Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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