My Sweet Chocolate: mobile Schokoladen Werktstatt

My Sweet Chocolate: lernen Sie die Geheimnisse der Schokoladenherstellung kennen, erfahren Sie Wissenswertes über die Kakaobohne und gießen Sie Ihre eigene Schokolade

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen My Sweet Chocolate doch kurz vor!
My Sweet Chocolate ist eine Schokoladenwerkstatt, die direkt zum Kunden kommt um dort in geselliger Runde Schokolade zu gießen und mit einer Auswahl aus über 50 Zutaten zu verzieren.

Wie ist die Idee zu My Sweet Chocolate entstanden?
Rittersport in Waldenbuch bietet eine solche Werkstatt an, jedoch ist es als Erwachsener (selbst mit Vitamin B) unmöglich dort eine Schokolade zu gießen. Das geht soweit, dass sogar die Begleitpersonen mittlerweile vor der Tür warten müssen, da Rittersport die Erfahrung machen musste, dass die Erwachsenen gern die Kinder zur Seite schupsen um die Schokolade nach eigenen Wünschen zu verzieren. Nachdem Rittersport Ende 2014 in einer großen Beratung beschloss keine Erwachsenenveranstaltungen anzubieten, entstand bei mir die Idee dies selbst zu tun.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ursprünglich wollte ich mich über das Gründerdarlehen der LBank finanzieren, jedoch hätte mir nur die Sparkasse diesen Gründerkredit gegeben und diese wollte, dass ich mein Geschäftskonto bei ihnen führe für ca. 10 € im Monat, was die günstigen Zinsen des Gründerdarlehens ad absurdum geführt hätten. Deshalb habe ich letztendlich einen Privatkredit genommen.

Die größten Herausforderungen sind zum einen die Werbung, möglichst kostengünstig eine große Zielgruppe anzusprechen. Hierbei setze ich momentan verstärkt auf Facebook, wo ich in vielen relevanten Gruppen aktiv bin.

Die andere Herausforderung ist bedingt durch den Auftritt direkt beim Kunden zu Hause. Hier muss man sich halt immer den dort vorhandenen Gegebenheiten anpassen. Bei mir ist insbesondere der Platz im Gefrierschrank so ein wichtiger Punkt. Aber bis jetzt konnten wir es immer gut meistern.

My Sweet ChocolateWer ist die Zielgruppe von My Sweet Chocolate?
My Sweet Chocolate hat ganz unterschiedliche Zielgruppen: Kindergeburtstage, Junggesellenabschiede, Erwachsene, Betriebsfeiern aber auch Schulen, Kindergärten und Altenheime.

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Schokolade?
Mir war wichtig eine hochqualitative Schokolade anzubieten, die für die Kunden aber auch bezahlbar bleibt. Deshalb bin ich bei der Bio Vollmilchschokolade von Callebaut gelandet.

Wie läuft so ein Schokoladen Abend ab?
Zuerst erforschen wir gemeinsam die Ursprünge der Schokolade und ich erkläre verschiedene Verarbeitungsmöglichkeiten. Dann dürfen die Kunden die Schokolade selbst temperieren. Bei Kindern bringe ich die Schokolade bereits einsatzfertig mit.
Die Kunden gießen dann ihre eigenen Tafeln Schokolade und garniert sie mit einer Auswahl aus über 50 verschiedenen Zutaten. Ob süß oder salzig, bitter oder scharf, von Rosenblüten und Marshmallows, über Paranüsse und Rosa Pfeffer, da ist für jeden Geschmack was dabei! Natürlich sind sowohl die Schokolade als auch viele andere Zutaten aus biologischem Anbau, teilweise sogar Fair Trade. Und das schmeckt man!

Wie viele Personen sollten es sein?
Ich rechne grundsätzlich mit 6 Personen, weniger sind kein Problem, mehr sind unter Vorbehalt machbar.

Wo kann man Sie für einen Schokoladen Abend buchen?
Ich habe Aufträge im ganzen Großraum Stuttgart, selbst bis nach Winnenden. Teilweise kommen dann halt Fahrtkosten hinzu.

Wie ist das Feedback der Kunden?
Sowohl Kinder als auch Erwachsene sind begeistert ihre eigene Schokolade zu machen. Besonders bei Kindergeburtstagen habe ich von den Eltern im Anschluss ein super gutes Feedback bekommen.

My Sweet Chocolate,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Langfristig möchte ich gern eigene Räumlichkeiten haben, wo ich sowohl eigene Kreationen verkaufe als auch weiter meine Kurse anbiete. Im Moment ist hierfür eine Kooperation mit einem Café geplant.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Weitermachen, weitermachen, weitermachen…
Gerade am Anfang gibt es viele Momente, in denen alles langsamer geht als ihr denkt oder manche Probleme unüberwindbar erscheinen. Man sollte nur gründen, wenn die Familie dahintersteht und einen unterstützt (mental). Außerdem solltet ihr die Augen offenhalten und bei Gründerwettbewerben teilnehmen, da diese noch einmal viel Werbung bringen.

Außerdem solltet ihr unbedingt einen Businessplan schreiben um euch über viele Fragen klar zu werden. Und dann sollte man das darin eingesetzte Kapital und die benötigte Anlaufzeit zumindest verdoppeln um relativ realistisches Ergebnis zu bekommen.

Ich habe zum Beispiel beim Elevator Pitch Böblingen teilgenommen und den ersten Platz belegt, wodurch ich nun in Stuttgart im Sommer am Landesfinale teilnehmen kann. Dies hat mir nicht nur eine Menge Werbung am Veranstaltungsort eingebracht. Ich habe auch ein Preisgeld gewonnen und einen Zeitungsartikel an Land gezogen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Susanne Horster für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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