Lasst Euch nicht von jeder kritischen Meinung irritieren!

MY MOLO:  Festival Lodges deine mobile Unterkunft auf Festivals

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen MY MOLO doch kurz vor!
Wir sind drei Berliner, die zusammen die Festival-Branche revolutionieren wollen. Wir produzieren und vermieten Festival Lodges – also komfortable, modulare Unterkünfte mit Bett, Strom, Ventilator, exklusiven Zugang zu Öko-Toiletten und Mini-Kühlschrank.

Wie ist die Idee zu MY MOLO entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir sind einfach zu alt für „3 Tage wach“ und Campen auf nem Festival geworden. Eigentlich hatten wir die Idee für mobile Unterkünfte auf Festivals schon vor Jahren. Dass wir die Idee nun tatsächlich in die Tat umsetzen, ist einem katastrophalen Festival-Erlebnis im Sommer 2014 geschuldet. Auf einem Festivalmussten wir uns extra einen Pavillon für 100 Euro kaufen, damit wir unser Zelt halbwegs im Trockenen aufbauen konnten. Das Ende vom Lied: Nach dieser Aktion war trotzdem jeder klitschnass und niemand mehr in Partystimmung. Den Abend haben wir dann statt auf dem Festival im Zelt gebracht.Das geht auf jeden Fall besser.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zunächst einmal war es wichtig, ein gutes Team aufzubauen und die Aufgaben zu verteilen. Damit sich alles einspielt, muss man den Mitgründern auch mal kräftig in den Arsch treten – da haben wir schon die ein oder andere hitzige Aussprache durch. Das war wichtig. Eine weitere Herausforderung ist natürlich die Kohle. Investoren stehen ja nicht im Telefonbuch mit Vermerk „Geld zu verschenken“. Weil wir schnell wachsen wollen, sind wir derzeit wieder auf der Suche nach Investoren – das heißt, wenn das hier ein Investor liest, der unsere Idee genauso gut findet, wie wir, kann er sich gern bei uns melden.

Wer ist die Zielgruppe von MY MOLO?
My Molo richtet sich einerseits an Veranstalter von mehrtägigen Outdoor-Veranstaltungen, die unsere Lodges als Rundum-Sorglos-Paket mieten und in Eigenregie vermarkten und z.B. zur Unterbringung ihrer Mitarbeiter, Künstler oder Besucher nutzen können. Auf der anderen Seit sprechen wir gezielt werbetreibende Unternehmen, z.B. aus der Getränkeindustrie an, die mit unseren Lodges ein außergewöhnliches Marken-Camp auf die Beine stellen können. Neben der temporären Vermarktung suchen wir auch nach Möglichkeiten unsere Lodges dauerhaft einzusetzen. Für den Winter planen wir beispielsweise eine Art Hostel.

Wie sind die Festival Lodges ausgestattet?
Eine Festival-Lodge bietet eine gemütliche Matratze für zwei Personen, Strom, exklusiven Zugang zu Öko-Toiletten (stehen außerhalb der Lodges), Belüftung und einen Mini-Kühlschrank für ein kühles Bierchen oder mitgebrachte Speisen. Unser Vision ist es, dass bald ganze Molo-Dörfer auf den coolsten Festivals Europas stehen.

Wie viel wird eine Übernachtung kosten?
Das kommt ein bisschen auf das Festival an. Da die Festival-Veranstalter uns ja als Gesamtlösung buchen, können sie auch den Endkundenpreis festlegen.

Wie können Veranstalter die Festival Lodges mieten?
Veranstalter können uns über sämtliche Kommunikationswege erreichen – z.B. per Facebook, E-Mail, Twitter oder Telefon oder über unsere Webseite mymolo.de.

Warum sollten Veranstalter Festival Lodges auf Ihren Festivals anbieten?
Weil Besucher immer anspruchsvoller werden. Niemand hat Lust drei Stunden am Klo anzustehen, oder sich in ein nasses Zelt zu legen. Außerdem: Die Konkurrenz schläft nicht. Bei rund 400 Festivals im Jahr ist der Konkurrenzkampf groß. Mit komfortablen Unterkünften können Veranstalter so manchen Festival-Besucher, der dem Zelt entwachsen ist, wieder zurückgewinnen.

MY MOLO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren soll Molo (Abkürzung für Mobile Lodge) als ganz normales Synonym für Festival-Unterkunft stehen – so wie Tempo bei Taschentüchern.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lasst Euch nicht von jeder kritischen Meinung irritieren!

Wir bedanken uns bei Fritz Ramisch für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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