Die Angst, dass jemand einem die Idee klaut, ist Quatsch

Treffen Sie Muvon auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor
Ich arbeite seit über 5 Jahren in der Energiebranche und hatte immer schon den Drang, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Anfang 2015 habe ich dann Muvon gegründet, mit dem wir ganzheitliche Elektromobilitätslösungen anbieten. Unser Produktportfolio umfasst alle Elektrofahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Photovoltaik Anlage, Batteriespeicher und Software Lösungen, zum Beispiel zur Abrechnung der Ladestationen oder zum Lastmanagement.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
In einem Großkonzern, wo ich vorher gearbeitet habe, gibt es so viele Prozesse und Abstimmungsrunden, dassman die Hälfte seiner Zeit mit internen Sachen beschäftigt ist und sich nicht auf die Kunden und die Umsetzung seiner Ideen konzentrieren kann. In einem Start-up hat man sowohl den starken Kundenbezug, als auch die unternehmerische Freiheit sich zu verwirklichen.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Die größte Herausforderung war, das richtige Produkt für die Kunden zu finden. Wir waren ursprünglich mit einer anderen Idee im Bereich Elektromobilität gestartet und haben dann relativ schnell gemerkt, dass wir uns anders ausrichten müssen. Das war nur durch den frühen und intensiven Kundenaustausch möglich. Wir hatten das Glück durch einen Accelerator finanziert zu werden, wodurch wir uns voll auf unser Start-up konzentrieren konnten und darüber hinaus auch Unterstützung aus dem Accelerator heraus bekommen haben.

Wer ist die Zielgruppe?
Wir haben sowohl B2B als auch B2C Kunden im Fokus. Im Prinzip bieten wir für jeden Kunden, der sich für Elektromobilität interessiert, das passende Paket an. Interessant ist unser Produkt zum Beispiel für Mittelständler, die einen Teil ihrer Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umrüsten möchten. Oder Firmen, die Ihren Mitarbeitern Laden am Arbeitsplatz anbieten möchten. Dafür haben wir sowohl die passende Hardware, als auch die Software Lösung um die Kontrolle und den Überblick über das Laden zu behalten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Berlin ist weiterhin in Deutschland die Start-up Hauptstadt. Da wir jetzt mit unserem Start-up an einem Punkt sind, wo wir expandieren und verstärkt in den Markt gehen müssen, ist ein entsprechendes Netzwerk und der Austausch mit anderen Start-ups sehr hilfreich. Dafür ist die Lange Nacht der Start-ups genau das richtige Format.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Natürlich freut einen das sehr und stärkt das Vertrauen in den eigenen Ansatz. Ich erwarte spannende Diskussionen und den Austausch sowohl mit potenziellen Kunden, als auch mit anderen Start-ups und denke, dass wir unser Produktportfolio dadurch weiter ausbauen können.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Marketing Aktivitäten sind allgemein sehr teuer und man muss sich als Start-up sehr genau überlegen, wo man sein Budget am besten einsetzt. Der Weg dahin, sich einen Namen zu machen und dass Kunden beim Thema Elektromobilität an Muvon denken ist sehr lang und steinig. Da sind solche Events natürlich sehr hilfreich.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Ich denke, dass der Markt für Elektromobilität in den nächsten 1-2 Jahren richtig durchstarten wird und da wollen wir mit Muvon natürlich vorne mit dabei sein. Das bedeutet auch, dass wir in fünf Jahren in weiteren europäischen Ländern aktiv sein werden und evtl. auch in Amerika und Asien.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wenn man eine Idee hat, sollte man diese möglichst früh mit Kollegen und Freunden besprechen. Die Angst, dass jemand einem die Idee klaut, ist Quatsch. Das meiste wurde sowieso irgendwann und irgendwo schon mal überlegt oder ausprobiert. Freunde und Kollegen geben einem unbezahlbares Feedback. Wenn man nach einigen Gesprächen immer noch von der Idee überzeugt ist, dann sollte man den Mut haben loszulegen, versuchen die Idee umzusetzen und dabei auch von Anfang an potenzielle Kunden einbinden. Ein Start-up wird nur überleben, wenn es für sein Produkt zahlende Kunden gibt. Von daher dreht sich alles um den Kunden.

Wir bedanken uns bei Till Wyszynskifür das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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