Visueller Wandel: So könnte der Muttertag 2020 aussehen

Der frische Blumenstrauß steht auf dem Tisch, die Familie bereitet das Frühstück vor und dann wird gemeinsam etwas Schönes unternommen: Einer Statista-Umfrage zufolge stellt sich ein Großteil der Mütter in Deutschland so den perfekten Muttertag vor. Eigentlich. Denn 2020 ist alles anders. Covid-19 hat Deutschland und die Welt fest im Griff und anstatt bei Kaffee und Kuchen wird der Muttertag bei vielen in diesem Jahr als virtuelle Familienfeier abgehalten. Doch die veränderten Umstände bedeuten keineswegs, dass der Tag, an dem große und kleine Kinder ihre Mütter feiern, an Relevanz verliert. Ganz im Gegenteil, denn Feiern mit den Liebsten ist heute wichtiger denn je: In Deutschland wird der Begriff „Muttertag“ auf iStock by Getty Images sogar 88 Prozent häufiger gesucht als im vergangenen Jahr.

Zeit für einen Perspektivwechsel

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich die visuellen Inhalte, die Marken und Händler nutzen, um besondere Ereignisse und Feiertage wie Geburtstage oder das Osterfest zu illustrieren, maßgeblich verändert. Der Grund dafür liegt in den Umständen dieser Zeit, die in ihrer Außergewöhnlichkeit vor wenigen Monaten noch kaum vorstellbar waren. Um das Gefühl der aktuellen Situation widerzuspiegeln, bedarf es deshalb eines ganz besonderen Narratives.

Die Coronakrise sorgt dafür, dass derzeit zwei Extreme aufeinanderprallen: Während viele Familien durch die Umstände getrennt wurden, leben andere gerade auf engstem Raum miteinander. Statt der großen Familienfeier stehen Gartenarbeiten, Familien-Workouts und Zeit in der freien Natur auf dem Programm. Großeltern winken ihren Kindern und Enkeln nur aus der Ferne zu. Und damit niemand alleine bleibt, wird abends virtuell gemeinsam vor dem Laptop gegessen. Doch egal ob Lockdown zuhause oder Familienleben aus der Ferne: Dank der besonderen Umstände ist gemeinsame Zeit in diesem Jahr so kostbar wie nie.

Marken und Händler müssen ihre Inhalte agil anpassen

Das Bedürfnis nach Nähe und sozialer Interaktion wird in der Stockfotografie noch eine ganze Weile zu spüren sein. Kurz vor der Pandemie veröffentlichte die Muttergesellschaft von iStock, Getty Images, globale verbraucherorientierte Forschung Visual GPS, die herausgefunden hat, dass Realitätsnähe ein Schlüsselfaktor bei der Entscheidungsfindung der Verbraucher ist: 74 Prozent möchten wissen, wie ihre Produkte hergestellt wurden und sehnen sich nach mehr Transparenz dieser Unternehmensprozesse. Der Wunsch nach mehr Realitätsnähe von Marken wird noch zunehmen. Da die Pandemie jeden betrifft, ist es für Marken besonders wichtig, die Menschen und ihre „neue Normalität“ in ihre visuellen Erzählungen miteinzubeziehen. Der Muttertag bietet dafür die passende Gelegenheit, Verbrauchern Bilder von Familien – Mütter mit ihren Kindern, Stiefkindern oder Großeltern – zu zeigen, die sich zu gegebenem Anlass aus der Ferne miteinander verbinden. Mit diesen visuellen Inhalten können Marken ihren Kunden ihr Verständnis für die einzigartige Situation demonstrieren. 

Auch wenn wir derzeit mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert sind, werden die Menschen immer noch einen Weg finden, den Muttertag zu zelebrieren, sei es zu Hause oder virtuell. Laut der Studie versuchen insgesamt 85 Prozent einen Weg zu finden, die guten Dinge des Lebens feiern. Das können Marken mit Hilfe von visuellen Inhalten unterstützen, indem sie sich mit Bildern auf die positiven Aspekte konzentrieren und verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie Menschen zusammenkommen können. Wenn Marken unsere Welt so widerspiegeln, wie sie tatsächlich ist, können sie relevantere Verbindungen zu ihren Kunden herstellen und ihr Markenengagement vertiefen.

Autor: Jacqueline Bourke, Senior Manager of Creative Insights bei iStock by Getty Images

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