Beim Vertrieb Absagen nicht persönlich nehmen

Mukkefuck Sprudelwasser mit Koffein aus grünen Bio-Kaffeebohnen und einem Spritzer Zitronensäure

Stellen Sie sich und das Startup Mukkefuck kurz unseren Lesern vor!

Mukkefuck, das sind Anne, Michael und Lukas. Anne und Lukas sind Studenten, Michael ist letzten Sommer mit seinem Bachelor fertig geworden und arbeitet nun. Wir haben ein koffeinhaltiges Sprudelwasser entwickelt, was so simpel schmeckt wie Wasser, wachhält und keinen Zucker oder künstliche Zusatzstoffe dafür braucht. Das Koffein wird aus grünem Bio-Kaffee gewonnen und somit ist unser Getränk 100% natürlich. Das Unternehmen Mukkefuck haben wir im Dezember 2018 gegründet. Anfang April kam die erste Lieferung unseres Getränks und nun sind wir in einigen Cafés, sowie in zwei Edeka Filialen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Wir hatten den Eindruck, dass es unter der Vielzahl an koffeinhaltigen Getränken, an einer Alternativen zu den sehr zuckrigen Energydrinks und geschmackintensiven Limonaden fehlte. Anne hatte die Möglichkeit an der Uni einen Startup Kurs zu belegen. Da lag es nahe, es nicht bei der Theorie zu belassen, sondern das Erlernte in die Tat umzusetzen. Sie ist die Initiatorin von Mukkefuck.

Welche Vision steckt hinter Mukkefuck?

Unsere Vision war es ein gesundes Getränk zu entwickeln, ohne Zucker, künstliche Zusatzstoffe und möglichst geschmacksneutral. Das ist uns auch ganz gut gelungen. Doch damit wir voll hinter unserem Getränk stehen können, muss nicht nur die Mixtur stimmen. Deshalb haben wir uns für Pfandflaschen und gegen Plastik oder Dosen entschieden. Da uns nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesellschaft am Herzen liegt, werden wir 20% unserer Gewinne an eine Organisation spenden, die sich um geflüchtete Menschen und deren Integration kümmert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen sind eigentlich die alltäglichen Hürden. So wie wir es mal geplant hatten, hätte die erste Lieferung im Februar kommen sollen. Somit hätten wir uns in den Semesterferien richtig um Vermarktung und Vertrieb kümmern können. Die Feinabstimmung für die erste Produktion hatten wir aber unterschätzt. Es gab viele Kleinigkeiten zu beachten und dann geht man lieber alles genau durch, bevor man in der Eile etwas Wichtiges vermasselt.

Finanziert haben wir uns selbst. Gerade sind wir an einer Crowdfunding Kampagne für die zweite Charge.

Wer ist die Zielgruppe von Mukkefuck?

Das sind Studenten wie wir. Aufgrund unserer eigenen Erfahrungen vom Unialltag, hatten wir selber Bedarf an einer Alternative zu den üblichen koffeinhaltigen Getränken. Unsere Zielgruppe beschränkt sich aber natürlich nicht allein auf Studenten, sondern alle Menschen, die wach und fokussiert bleiben wollen. Als wir in einem Supermarkt unser Produkt vorgestellt haben, waren wir erstaunt, dass Mukkefuck durchaus auch von älteren Kunden gekauft wurde.

Aus welchen Zutaten besteht Mukkefuck? Wo liegen die Vorteile? Was ist das Besondere an Mukkefuck? 

Mukkefuck besteht aus Sprudelwasser, Koffein aus grünen Bio-Kaffeebohnen und einem Spritzer Zitronensäure. Der größte Vorteil ist, dass es geschmacksneutral ist, keinen Zucker und keine Kalorien enthält, sondern einfach pure Energie liefert. So steigert es das körperliche Leistungsvermögen und erhöht die Konzentrations- und Speicherfähigkeit im Gehirn, ohne den Körper zu dehydrieren, dick zu machen oder die Zähne zu schädigen oder zu verfärben.

Wie ist das Feedback?

Das Feedback ist sehr positiv. Wir haben schon ganz unterschiedliche Gründe gehört, warum Mukkefuck unseren Kunden gefällt: manche finden es handlicher als Kaffee, der Flecken macht, kalt wird und die Zähne gelb färbt, andere trinken es als gesünderen und nachhaltigeren Cola-Ersatz, nutzen ihr Mukkefuck um dem Vodka-Soda einen Extra-Kick zu verleihen oder trinken es, wenn sie als Fahrer, beim Feiern gehen, wach bleiben müssen. Uns freut es, dass es so vielfältige Anwendung findet.

Mukkefuck, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist es, in Supermärkten der DACH Region vertreten zu sein, in Cafés, Restaurants und vor allem an Universitäten. Wir fänden es toll, wenn viele Studenten und junge Erwachsene, statt zur Cola oder zum RedBull zu greifen, lieber ein Mukkefuck trinken.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

So alte Hasen sind wir ja selbst noch nicht… Für uns war es wichtig, das finanzielle Risiko in Grenzen zu halten, gerade beim Vertrieb Absagen nicht persönlich zu nehmen, sondern als Ansporn und jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Fähigkeiten einzusetzen. So macht das Arbeiten richtig Spaß.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Anne, Michael und Lukas für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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