Freitag, August 12, 2022

Versuche das Große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Movingroom Plattform für Bewegung und Achtsamkeit mit dem Fokus auf Yoga, Movement, Skills und Fitness

Stellen Sie sich und das Startup Movingroom doch kurz unseren Lesern vor! Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen? 

Der Movingroom schafft Raum für eine neue Interpretation von Bewegung. Mehr als nur ein Workout, sondern Bewegung als Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Wir sind eine Online-Plattform mit dem Fokus auf Yoga, Movement, Skills und Fitness. Dabei unterstützen wir unsere Mitglieder:innen durch vielfältige Programme, um sie auf das nächste Level zu bringen. Die Plattform verbindet körperliche Bewegung, Technologie und Gemeinschaft zu einer Movement-Erfahrung, an der unsere Nutzer Spaß haben und gleichzeitig in der Gegenwart bleiben. 

Unser Unternehmen ist sehr organisch entstanden. Ursprünglich haben wir, das sind Steve und Henry, mit einigen kreativen Videos über Bewegung begonnen. Wir haben direkt gemerkt, dass die Harmonie gut passt und haben uns schnell sehr gut angefreundet. Während dieser Kreativprojekte kam die Idee von Online Kursen immer wieder auf. Zu dem Zeitpunkt gab es keinerlei Online Kurse zum Thema ‘Movement Training’ und wir haben erste Versuche begonnen. Movingroom hat als Nebenprojekt für uns beide begonnen, wurde aber schnell ein Job für sich. Dementsprechend hieß es alles oder nicht, und wir waren uns beide schnell einig, dass wir es mit 100% Einsatz angehen wollen. 

Welche Vision steckt hinter Movingroom? 

Für unsere Community, unsere Nutzer:innen, möchten wir Bewusstsein durch Bewegung fördern. Hierfür ist es unser Ziel das Wissen der besten Coaches leicht zugänglich zu machen. Online und 24/7 verfügbar. Gemeinsam führen wir durch die vielschichtige Welt der Bewegung. Mit erfahrenen Coaches und Movern an der Seite erleben Nutzer:innen Routinen und Erfolge in den Bereichen Kraft, Mobilität, Skills und Körperwahrnehmung. Kurzgesagt möchten wir Bewegungsbegeisterte: inspirieren, unterrichten und verbinden. Das schaffen wir mit Hilfe von hochwertigen Trainings, einzigartigen Konzepten, hoher Qualität in Bild und Ton, sowie großer Nutzer:innenfreundlichkeit. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Eine riesige Herausforderung für uns war der lange Prozess der Vorbereitung. Bereits Anfang 2019 haben wir die ersten Ideen und eine grobe Vision für Movingroom gehabt. Damals noch als englischsprachige Plattform haben wir uns in 2020 dazu entschlossen uns auf den deutschsprachigen Markt zu fokussieren. Dazu kam der Entschluss das kleine Nebenprojekt ‘Movingroom’ zu einem Unternehmen und Marke zu etablieren. 

Demnach hatten wir viel zu tun, neue Klassen und Kurstrailer abzufilmen, sowie eine eigene Online Plattform zu kreieren. Glücklicherweise haben wir fest an unsere Vision geglaubt und konnten dadurch befreundete Lehrer:innen überzeugen mit ins Boot zu kommen. Demnach hat es fast 2,5 Jahre bedarf, bevor wir mit dem Movingroom Online Studio im Juni 2021 in den Markt einsteigen konnten. Ein Prozess, der besonders auf persönlicher Ebene für uns Gründer sehr viel Vertrauen und Geduld in die Vision benötigt hat. 

Auf das Thema Finanzierung sind wir besonders stolz, da wir bis heute keinerlei Fremdfinanzierung genutzt haben. Steve als Videograf hat all sein Equipment und Expertise für Video, Foto und Ton zur Verfügung gestellt, Henry als Movement-Trainer sein Studio und Netzwerk, und mit der Hilfe von engen Freund:innen haben wir die Online Plattform und zusätzliche Fotomaterialien kreiert. Rückblickend war es sehr sehr viel Arbeit. Wir haben vorwiegend unsere Zeit als Ressource eingesetzt, um möglichst kostengünstig gründen zu können. Das hat uns regelrecht dazu gezwungen, auf die wirklich wichtigen Dinge zu fokussieren und den hohen Qualitätsstandard unseres Produkts nicht aus den Augen zu verlieren. 

Wer ist die Zielgruppe von Movingroom? 

Grundsätzlich ist der Movingroom für wirklich jedes Level geeignet. Wir haben uns bewusst dazu entschieden mehrere Schwierigkeitsgrade und Intensitäten anzubieten, so dass wirklich jede:r etwas im Movingroom findet. Außerdem gibt es ganz unterschiedliche Coaches auf der Plattform. 

Der Movingroom ist eine All-in One Plattform. Gestern noch ein Workout und heute eine eher ruhigere Yogastunde oder Meditation – im Movingroom kein Problem. Wir möchten unseren Nutzer:innen die Möglichkeit bieten sich in vielen Disziplinen zu versuchen und immer wieder neue Dinge auszuprobieren. 

Wir sind auch besonders stolz darauf, dass wir fortgeschrittene, moderne Yogastile, Bewegungsformen und Workouts auf der Plattform anbieten. So bieten wir zum Beispiel die größte Vielfalt an deutschsprachigen Budokon Yoga und Mobility Klassen. 

Wie funktioniert Movingroom? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Movingroom ist eine Online Plattform mit aufgezeichneten Kursen, so genannten On Demand Klassen. Die Kurse können abgerufen werden, ganz egal wann oder wo du gerade bist. Unsere Mitgliedschaft beinhaltet alle Kursreihen und Klassen, die auf Movingroom zu finden sind. Du kannst dir Klassen merken, beliebig oft wiederholen und deine:n Lieblingslehrer:in finden. Wir bieten einen 14-tägigen Testzeitraum, bei der du Movingroom komplett kostenlos und unverbindlich testen kannst. 

Dadurch, dass wir uns auf On-Demand Klassen spezialisieren haben wir einen enormen Vorteil in Bezug auf Qualität. Live-Klassen haben oftmals das Problem von schlechter Qualität oder fehlendem Kontext. Einerseits haben Coaches oftmals kein professionelles Equipment für ihre Video- und Tonaufnahmen. Außerdem kommt es häufig vor, dass Klassen immer nur für den nächsten Termin geplant wird. Somit ist es schwierig ein konsistentes und zusammenhängendes Programm zu schaffen. 

Mit Movingroom können wir hier herausstechen. Unsere Kursreihen werden im Voraus gemeinsam mit den Coaches geplant und an die Bedürfnisse der Mitglieder:innen angepasst. Außerdem filmen wir die Klassen einmalig ab und können somit unseren hohen Standard an die Qualität der Videos und des Unterrichts anwenden. Die Mitgliedschaft wird auch auf Dauer immer attraktiver, da mehr und mehr Lehrer:innen und unterschiedliche Kursreihen hinzukommen. 

Movingroom, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

In fünf Jahren sehen wir uns als die größte Plattform für Bewegung und Achtsamkeit auf Deutsch. Wir möchten eine große Masse an Menschen bewegen und die vielseitigen Aspekte verschiedener Disziplinen wie Yoga, Mobilität, Fitness, Tanz, Kampfkunst, und mehr aufzeigen. Dementsprechend sehen wir uns in fünf Jahren mit hunderten von Kursreihen, die dir ein möglichst breites Spektrum an Online Training bietet. 

Außerdem wollen wir uns als Hybrid zwischen virtuellen und physischem Unterricht etablieren. Online Training ist eine hervorragende Alternative, kann aber das Training in der Gruppe und mit Lehrer:in vor Ort nicht ersetzen. Wir sind davon überzeugt, dass beide Hand-in-Hand gehen und sich gegenseitig ergänzen. Dementsprechend sehen wir uns in fünf Jahren auch als Veranstalter von Events und Experiences rund um die Welt der Bewegung. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Versuche das Große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Warum hast du das Unternehmen gegründet? Geht es wirklich nur ums Geld oder gibt es Werte und Standards, die du aufrecht erhalten möchtest? So schwer es auch fällt, versuche langfristig zu denken und nicht auf das schnelle Geld zu hoffen.

In Sachen Planung ist es gut und wichtig pessimistisch zu denken. Besonders Gründern mit großen Visionen fällt das schwer. Wir haben jedoch festgestellt, dass alles meist 2-3x so lange dauert wie ursprünglich vorhergesehen. Das Gleiche gilt auch für den Vertrieb, hier immer mit viel weniger Verkäufen als gedacht planen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Zuletzt legen wir dir ans Herz auf dich selbst aufzupassen. Gerade am Anfang ist es enorm schwer abzuschalten und nicht 24/7 zu arbeiten. Gleichzeitig sollte der Prozess des Gründens und die Arbeit aber auch nicht das komplette Leben einnehmen. Versuche immer wieder mal auch rauszukommen, dich mit anderen Menschen ohne Geschäftsbeziehung zu treffen, in die Natur zu gehen oder eine Bewegungs- und Achtsamkeitspraxis für dich selbst zu etablieren. Eben das, was dich auch außerhalb deines spannenden Unternehmens interessiert. 

Wir bedanken uns bei Henry Neumann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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