Done is better than perfect

Mosquilla innovative elektrische Fliegenklatsche die immer trifft

Stellen Sie sich und das Startup Mosquilla doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Blochin Cuius, im normalen Leben Gründer und Geschäftsführer von MVMANT, einer Software-Lösung für Mobilität on-Demand. Leidenschaftlich bin ich ein Hacker und Erfinder, und deswegen habe ich nebenbei Mosquilla konzipiert.

Mosquilla ist die innovativste, elektrische Fliegenklatsche, die jemals erfunden wurde. Der zum Patent angemeldete Rahmen, kann durch sein abgewinkeltes Profil mit der Klatschfläche glatt auf der Wand oder anderen Oberflächen aufliegen und verschließt somit jeden Fluchtweg. Dank des speziellen aerodynamischen Rahmenprofils wird die Luftströmung minimiert: Mücken bleiben wie hypnotisiert stehen und der Fluchtreflex des Insektes wird erst aktiviert, wenn der Rahmen vollständig anliegt. 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Insektenklatschen, endet bei Mosquilla jeder Fluchtversuch unvermeidlich mit einem elektrischen Schlag! Mosquilla kann dank seines ausgeklügelten Designs auch die schwersten Stellen wie z.B. Ecken und Kanten sehr leicht erreichen und vollständig abdichten. Das Versteckspiel der Mücken wird schnell beendet und du kannst deine Ruhe genießen!

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Mosquilla wurde formal noch nicht als eigenständiges Unternehmen gegründet. Allerdings wurde der Markt über eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne bereits validiert. Die erste Produktion kann starten!

Welche Vision steckt hinter Mosquilla?

Mosquilla ist nicht nur die beste elektrische Insektenklatsche auf dem Markt, sondern hat auch einen sozialen Aspekt. Meine Nichte lebt in Nigeria und muss leider oft gegen Malaria kämpfen. Die Familie ist mit Medikamenten gut versorgt, daher ist das Ganze für Sie nicht lebensbedrohlich. Aber für viele Familien in ärmeren Ländern kann ein Mückenstich das Todesurteil bedeuten. Ich habe Blake Mycoskie, den Gründer von Tomorrow Shoes (Toms), live erlebt und seine Geschichte hat mich inspiriert.

Er hat das Konzept buy one – give one für Schuhe populär gemacht. Für Mosquilla haben wir die Variante „buy 4 one“ eingeführt: durch die Finanzierung von Mosquilla, werden für jeweils 4 Insektenklatschen, die während der Kampagne reserviert wurden, eine Insektenklatsche und ein Moskitonetz in Nigeria über unsere lokalen Partner gespendet. Dieses Konzept werden wir in Zukunft weiterführen um eine messbare und relevante soziale Wirkung zu erzielen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Mosquilla ist als Nebenprojekt entstanden. Die Herausforderung war es mit minimalen Investitionen den Prototypen zu bauen, das Patent anzumelden und die Crowdfunding Kampagne ins Leben zu rufen. Durch die erfolgreiche Kampagne auf www.startnext.com/mosquilla konnten wir die Kosten für die Produktion decken.

Wer ist die Zielgruppe von Mosquilla?

Im Grunde genommen, ist die Zielgruppe von Mosquilla jeder, der sich und seine Familie vor lästigen Insektenstichen schützen möchte. Die Premium Insektenklatsche kann tatsächlich die Lebensqualität erhöhen, indem man ungestört schlafen kann und juckende Stiche vermeidet. 

Wie funktioniert Mosquilla? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mosquilla hat drei Innovationen, die zum Patent angemeldet wurden. Die weitaus größere Innovation ist das asymmetrische und aerodynamische Profil. Dadurch kann Mosquilla perfekt auf jeder Fläche haften und alle Fluchtwege abdichten. Die Mücke hat keine Chance mehr zu entkommen, im Gegensatz zu herkömmlichen Insektenklatschen, die immer einen offenen Spalt lassen. Wenn die Mücke es schafft wegzufliegen, geht das Jagdspiel weiter und der Schlaf ist definitiv gestört.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Da Mosquilla als Nebenprojekt entstanden ist, war Corona genau die richtige Chance, um diese Idee zu verwirklichen. Man konnte die Zeit nutzen um ein Projekt zu realisieren, das seit Jahren in der Schublade lag.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Durch Corona ist Home-Office ein Muss geworden und die Kompatibilität zwischen Arbeit und Familie wurde sehr stark auf die Probe gestellt. Mittlerweile habe ich mich gut organisiert und ich denke dass man sich auch in Zukunft einige Meetings und Geschäftsreisen getrost sparen kann. Etwas Gutes für Umwelt und Produktivität ist durch Corona definitiv entstanden.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Generell sagt man, dass jede Krise als Chance wahrgenommen werden sollte. In Normalzeiten, ist man fast gezwungen dem Alltagstrott und dem Mainstream zu folgen. Nach einer Krise von nie dagewesenen Dimensionen, kann alles in Frage gestellt werden und neue Paradigmen können sich leichter etablieren. Eine darwinistische Auslese findet statt und wer sich adaptieren kann, hat beste Chancen für die Zukunft.

Mosquilla, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel ist, dass Mosquilla DIE Marke überhaupt für elektrische Insektenklatschen wird. Aber es steht mehr in der Pipeline: wir entwickeln auch Lösungen für die Kontrolle der Mückenpopulation ohne Einsatz von Insektiziden. Das wird eine noch größere Wirkung erzielen und hat das Potential sich weltweit zu etablieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

In Zeiten in denen finanzielle Mittel knapp sind, ist es wichtig ein MVP oder sogar MLP (Minimum Lovable Product) ohne große Investitionen zu validieren. Ich kann die Design Sprint Methodik jedem empfehlen: dadurch haben wir mehrere Monate und einiges an Geld sparen können.

Zweiter Tipp: Egal was für ein Unternehmen du hast, sehe es als ein Medienunternehmen + dein Core Business. Soziale Medien geben uns die Möglichkeit sehr schnell und günstig eine Reichweite zu erzielen, die vor einigen Jahren nur großen Unternehmen vorbehalten war.

Drittens: Einfach machen. Done is better than perfect! Wenn du machst, hast du immer die Chance nachzubessern und dein Produkt/Dienstleistungen mit dem Kunden weiter zu entwickeln. Viele gute Ideen scheitern, weil man sich einfach nicht mit realen Kunden auseinandersetzt. Echtes Feedback ist Gold wert und kann durch keine Analyse, Vermutung oder Simulation ersetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Blochin Cuius für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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