Man kann (fast) alles lernen, wenn man muss und will!

Mon Style: Sophie dein persönlicher Shopping Service und Stylistin

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Mon Style doch kurz unseren Lesern vor!
Heute benützen wir das Internet für fast alles: Wir buchen unsere Flüge, suchen Hotels und Restaurants, oder shoppen online. Aber, wenn es darum geht persönliche Produkte online zu kaufen, fühlen wir uns oft verloren. Die damit verbundenen Probleme sind ganz einfach: Es gibt viel zu viel Auswahl. Wir können uns oft nicht mit den Produkten identifizieren. Und sind unsicher was wirklich zu uns passt.

Aus diesem Grund haben wir Mon Style entwickelt. Dein persönlicher, on-demand Shopping Service. Sag hallo zu Sophie, dein ganz eigener Personal Stylist. Über ein interaktives Chat System, lernt Sophie dich kennen und kreiert, dein ganz eigenes Stilprofil basierend auf deinem Geschmack, Stil und Look. Sie durchforstet dann alle Produkte in unserer Datenbank, um genau das passende Kleidungsstück für dich zu finden. Sie kann dich beim shoppen unterstützen und gibt dir persönliche Style Tipps oder versorgt dich mit deiner täglichen Dosis Fashion.

Durch das bewerten der Produkten, lernt Sophie, was dir gefällt, um die Empfehlungen ständig zu verbessern. Deine Lieblings-Items kannst du einfach, auf deiner Wunsch-Liste speichern und direkt bei unseren Partner-Shops kaufen. Es gibt aber noch eine Sache die du über Sophie wissen musst. Sophie ist eine Maschine. Eine intelligente Maschine, die Fashion Know-How mit Machine Learning verbindet.

Wie ist die Idee zu Mon Style entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ein persönlicher Stylist steht wohl auf der Top Ten Wunschliste der meisten Frauen. Endlich nicht mehr die nervenaufreibende Szene vor dem Kleiderschrank wo man frustriert feststellen muss, dass man Nichts oder nur das Falsche zum Anziehen hat. Dieser Ratlosigkeit wollen wir mit „Mon Style“ ein Ende setzen. Die Idee von Mon Style kam der Gründerin und CEO Mariel Noortman während ihres Studiums am London College of Fashion: „Viele meiner Kundinnen, Kollegen und Freundinnen waren frustriert mit dem Überangebot auf den gängigen Online Shops.

Außerdem wussten viele nicht welche Schnitte oder Farben ihnen persönlich besonders gut passen. Andere wollten Unterstützung um ihren persönlichen Stil zu finden. Eine persönliche Stylistin konnte sich jedoch keine meiner Freundinnen leisten.“ Mariel und Stephan haben sich in Mailand während des Studiums kennengelernt. Als Mariel beruflich nach Wien gezogen ist, kam die Idee sich mit Mon Style selbstständig zu machen. Mit Matthias, der aus Deutschland nach Wien kam, war das Gründerteam perfekt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Herausforderung: Das Hauptproblem lag darin, einen guten CTO zu finden mit dem wir unser Projekt realisieren konnten. Nach anfänglichen Austesten und schlechten Erfahrungen haben wir mit Matthias Hecker jemanden gefunden, der sowohl das nötige Fachwissen als auch das gleiche Mind-Set mitbringt. Die Suche nach geeigneten Mitarbeitern gestaltet sich doch schwieriger als man zunächst denkt. Gerade im IT Bereich ist der „Kampf um Talent“ groß, beziehungsweise scheint es als würden viele Programmierer selbst den Weg in die Selbstständigkeit suchen.

Finanzierung: Prinzipiell wurde das Projekt bis dato von den Gründern selbst finanziert (Bootstrapping). Zusätzlich dazu haben wir Förderungen im Bereich Innovation (Call Innovation) seitens der Wirtschaftsagentur Wien sowie den FFG Innovationsscheck (Research Projekt mit der TU Wien im Bereich Deep Learning) erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Mon Style?
Mon Style ist eine Plattform für jede Frau die sich gerne mit Mode beschäftigt oder Tipps und Hilfe beim Online-Shoppen braucht. Zunächst wollen wir uns auf die Erschließung des B2C Segments fokussieren. Nach erfolgreichem „proof-of-concept“ und dem anschließend, damit verbunden Fine-Tuning, soll das Produkt international ausgerollt werden. Aus diesem Grund wurden schon 350 Partnerschaften mit nationalen und internationalen E-Retailern abgeschlossen (z.B: ASOS, Farfetch, MANGO). Ziel ist es auch unseren Service in Zukunft Männern anzubieten, um sie bei Ihrem Einkauf zu unterstützen. Ebenso wie eine mögliche Anwendung im B2B Bereich.

Wie funktioniert Mon Style?
Der erste Schritt ist die Anmeldung bei www.monstyle.io. Danach kann der User sofort in einem Chat mit Sophie kommunizieren, entweder über die Website selbst oder über Facebook Messenger. In diesem Chat kann der User anhand eines Dialogsystems mittels vorgegebenen Antworten direkt mir Sophie chatten. Nach einem kurzen Style Quiz erhält man ein Stilprofil, welches als Basis für die ersten Shopping-Empfehlungen dient. Im Dialog mit Sophie kann der User allerdings noch vieles mehr, zum Beispiel auch direkt nach Kleidungsstücken suchen, weitere Kleidungsvorschläge geben lassen, Style Tips, Fashion Quotes sowie inspirierenden Content erhalten.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback welches wir bis jetzt erhalten haben war sehr gut. Wir konnten mit einem „Piloten“, unserer virtuellen Stylistin Sophie, 30.000 Unique User innerhalb von 5 Wochen auf Facebook generieren. Das war bereits ein sehr positives Signal unserer User.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Wir haben eine innovative, Deep-Learning und Computer-Vision gestützte Style Engine entwickelt, die den Nutzern genaue Shopping Empfehlungen passend zu Geschmack, Look und Life-Style gibt. Diese Kombination sowie das Zusammenspiel mit unserer virtuellen Stylistin sind Innovationen innerhalb der Fashion Industrie. Mit diesen Vorgaben, sahen wir die Chance innerhalb der 2min 2mio Show, die sich vor allem darauf spezialisiert hat, innovative und neuartige Ideen zu finden, Mon Style vor einer fachlich sehr kompetenten Jury präsentieren zu können.

Ebenso war es für uns wichtig nach der Show Feedback sowohl seitens der Jury als auch des Publikums zu erhalten, um unser Produkt stetig weiter zu verbessern. Aus diesem Grund sahen wir bei der Teilnahme an 2min2mio vor allem darin die große Chance, unser Produkt einem breitgefächerten Publikum vorzustellen und die Meinung von Experten einzuholen.

Wie haben Sie sich auf die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Wir haben unseren Pitch gefühlte 1.000-mal runtergerattert, versucht mögliche Fragen der Jury zu antizipieren und vor allem nicht zu nervös zu sein.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Das ist natürlich sehr motivierend, da man ja als Gründer zu 110% an seine Idee glaubt, aber man natürlich nie die Sicherheit hat ob die Idee auch aufgehen wird. Wenn man dann die Möglichkeit erhält sein Unternehmen bei 2min2mio vorzustellen, stellt man schnell fest, ob man auf dem „richtigen“ Weg ist.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup-Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Mon Style aufmerksam werden?
Man hat natürlich als Gründer sehr viel Respekt vor diesem Schritt: Man ist (in unserem Fall) zum ersten Mal im Fernsehen; Feedback wird sicherlich nicht nur positiv sein; Kommt unser Produkt gut an? Das alles sind Umstände/Fragen/Gedanken, die einem dabei ständig durch den Kopf gehen.

Wir glauben allerdings, dass es gerade für Start-ups ein tolles Learning darstellt, da man sich (1) vor einer Jury beweisen muss (Pitchen ist des Gründers täglich Brot), (2) sein Produkt dem Publikum zu Hause vorstellen kann sowie (3) Feedback zu seinem Unternehmen erhält, was gerade in unserer Phase unglaublich wertvoll ist.

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren haben Sie im Fokus?
Wir würden uns sehr über Interesse seitens Michael Altrichter, Marie Hélène Ametsreiter beziehungsweise Heinrich Prokop freuen, da sich alle drei Investoren mit technologischen Start-ups beschäftigen.

Mon Style, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In erster Linie wollen wir unsere User Base weiter vergrößern und möglichst viel Feedback einholen, um Mon Style immer weiter zu verbessern und somit unseren Usern das perfekte online Shopping Erlebnis zu bieten. Des Weiteren stoßen wir auf immer mehr Interesse seitens Unternehmen, die sich für unsere Lösung interessieren

Wenn alles nach Plan geht, sehen wir uns dann in fünf Jahren als etabliertes Unternehmen, dem es gelungen ist mittels des Einsatzes von Deep Learning und Fashion Know-How, Modestil zu quantifizieren und so unseren Usern (sowohl B2B als auch B2C) das persönlichste Online Shopping Erlebnis zu ermöglichen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
– Man kann (fast) alles lernen, wenn man muss und will!
– Auch Rückschläge/Fehlentscheidungen gehören zum Start-up leben dazu, also habt keine Angst Fehler zu machen – lernt aus jedem Fehler!
– Holt euch schon während der Ideenphase so viel Feedback, wie nur möglich und hört nie damit auf!

Bildquelle © PULS 4 / Gerry Frank

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Mariel Noortman und Stephan Karner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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