Selbstständig bedeutet WIRKLICH selbst und ständig

Mogo: Trachtenmode für Babys und Kinder

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Mogo doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Mariella Lechner, Mutter von 2 Kindern. Ich habe die Modeschule Hallein absolviert und danach im Bereich Design und Produktmanagement gearbeitet. In unserer Familie wird gerne Tracht getragen, und meine Mutter war bis zu ihrer Pensionierung selbstständige Maßschneiderin, sie hat sehr viele Trachtenstücke genäht, von daher der Bezug zur Tracht.

Mogo ist meine Marke für trachtige Baby-und Kindermode. Die Artikel werden aus weichen und angenehmen Materialien und vorwiegend 100% Baumwolle produziert. Meine Produkte sind alles bodenständige und praktische Sachen, sie sollen nicht zwicken und nicht nur schön aussehen, sondern auch gut passen!!

Wie ist die Idee zu Mogo entstanden?
Ganz am Anfang habe ich begonnen für meinen Sohn Shirts mit Textilfarbe zu bemalen, das hat allerdings nicht gut gehalten, dann fing ich an Shirts mit verschiedenen Drucken zu gestalten. Danach gab es viele Ideen und Versuche, ich habe wirklich sehr viel ausprobiert, bis ich dann für die Taufe meines Neffen auf der Suche nach trachtiger Bekleidung war. Am Markt war nichts zu finden außer trachtigen Shirts oder Bodies. Somit setzte ich mich an die Nähmaschine und entwickelte meine Baby“leder“hose aus Baumwolle. Danach entstanden immer mehr Artikel und ich konnte mich im Bereich Trachtenmode für Baby und Kind etablieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ich habe ganz klein angefangen und wir haben uns einfach nichts geleistet, als junge Häuslbauer mit noch genügend Schulden konnte ich nichts zum Haushaltseinkommen dazu steuern, im Gegenteil ich musste auch noch einen Kredit für die Firma aufnehmen. Meine Familie hat mir dann auch finanziell immer wieder etwas auf die Sprünge geholfen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Mogo hat in unserem Einfamilienhaus im Kellerraum begonnen, mittlerweile bin ich ein externes Büro und Lager übersiedelt, und habe seit kurzem auch eine Mitarbeiterin eingestellt da ich es alleine neben meinen beiden Kindern einfach nicht mehr schaffe. Mogo bietet inzwischen eine tolle Kollektion welche die Babies und Kinder von Kopf bis Fuß einkleidet.

Wer ist die Zielgruppe von Mogo?
Babies und Kinder von 0 bis ca. 6 Jahren

Was findet der Kunde auf Mogo?
Alles im Bereich Trachtenmode um vor allem ein Baby in diesem Modestil auszustatten. Viele unserer Kunden Taufen oder heiraten trachtig, und möchten ihren Sprössling natürlich auch dementsprechend dazu passend kleiden.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Freunde meinten einmal dass diese Show was für meine Artikel wäre, und eines Abends habe ich mich dann einfach dafür beworben, mit keinerlei Erwartung, doch am nächsten Vormittag kam der Anruf zwecks einem Casting Termin. Ich konnte es gar nicht fassen und bin mal 3 Stunden unfähig weiter zu arbeiten durch das Haus gerannt.

Wie haben Sie sich auf die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Ehrlich gesagt zu wenig. Ich habe mich so sehr darauf konzentriert dass ich meinen Pitch in diesen 2 Minuten einwandfrei und klar herüber bringen kann. Im Nachhinein ist mir so viel eingefallen was ich alles hätte sagen sollen, aber damals habe ich einfach wirklich in jeder freien Minute nur gearbeitet.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Es gibt einem einen enormen Auftrieb. Jeder der Selbstständig ist, weiß dass es vor allem zu Beginn immer wieder extreme Tiefschläge gibt. In dieser Show mitmachen zu dürfen ist natürlich ein MEGA HOCH!
Das Lager ist randvoll, ich hoffe sehr auf viele Bestellungen und dass es meinen Bekanntheitsgrad gravierend steigert!

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup-Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Mogo aufmerksam werden?
Momentan ist es für mich noch nicht wirklich abschätzbar was nach der Show auf uns zukommt, wir sind sehr gespannt und hoffen natürlich auf viel positive Resonanz.

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren haben Sie im Fokus?
Frau Ametsreiter und Herr Altrichter setzen vor allem auf Produkte im Technologiebereich, somit habe ich meinen Fokus auf Hans Peter Haselsteiner gerichtet, der gerne auch mal in kleine Betriebe investiert. Außerdem ist er mir extrem sympathisch!

Mogo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich hoffe dass es weiterhin so bergauf geht, ich bin immer der Meinung mit viel Engagement und Liebe zur Arbeit- und ich arbeite wirklich sehr gerne- kann man auch etwas erreichen. Die Ideen gehen mir auf jeden Fall nicht aus.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Selbstständig bedeutet WIRKLICH selbst und ständig
2. Man muss zu 100% hinter seiner Arbeit stehen und die Arbeit wirklich gerne machen, es ist ordentlich zum durchbeißen.
3. Man muss mit Hochs und Tiefs rechnen und sich immer wieder aufrappeln.

Bildquelle Puls 4 Gerry Franke

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Mariella Lechner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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