Mobile App für mein Startup

Mobile App für mein Startup Teil II: Welche App passt zu meinem Startup?

Im ersten Teil unserer dreiteiligen Reihe „Mobile App für mein Startup“ haben wir Euch gezeigt, wofür die Entwicklung einer eigenen App für Startups gut sein kann und worin die Vorteile liegen. Wer für sich selbst festgestellt hat, dass eine Mobile App dem eigenen Unternehmen gut zu Gesicht stehen könnte, steht vor einem Problem, welches er vielleicht noch gar nicht erkennt. Woher weiß ich als Laie, welche Art von App die richtige für mein Startup ist? Im zweiten Teil erfahrt Ihr, welche Mobile App zu welchem Startup passt.

Welche Arten von Mobile Apps gibt es?

Man kann viele Wege finden, Apps in Gruppen einzuteilen. Im Folgenden werde ich für Euch einige App-Modelle vorstellen, die für ein Startup interessant sein können. Diese sind nur als Beispiele zu verstehen. Es gibt natürlich noch hunderte andere Apps, die den aufgeführten mehr oder weniger ähneln.

  • Info-App: Eine schlichte Info-App ist eine Anwendung, die dem User lediglich Informationen darstellen. Zum Beispiel sind Verzeichnisse, Kontakte usw. auf diese Art abbildbar.
  • Entertainment-App: Hierbei soll dem User etwas Unterhaltendes geboten werden. Dabei werden häufig visuelle Darstellungen wie Bilder und Videos, oder auch Audiodateien angeboten. Viele Startups besitzen eine junge Zielgruppe und können mit solchen Angeboten neue Kunden erreichen.
  • Social-Network: Einige Startups stellen Waren oder Dienstleistungen zur Verfügung, die sich gut (viral) verbreiten können. Eventuell ist es eine gute Idee, den Kunden ein eigenes Netzwerk darzubieten.
  • M-Commerce: E-Commerce ist schon lange bekannt und etabliert. M-Commerce, also der Handel über mobile Endgeräte, wird immer bedeutender. Hierbei sollten die Besonderheiten der Endgeräte beachtet werden. Es lohnt sich, dem User ein sicheres Profil mit bequemen Zahlungsmethoden einzurichten.
  • Mobile Game: Die Königsdisziplin der App-Entwicklung ist das Mobile Game Development. Auch hier spielt die junge Zielgruppe von Startups natürlich eine Rolle. Mit Mobile Games können User sehr effektiv gebunden werden.

Je nachdem, was man für eine Mobile App entwickeln lassen möchte, benötigt man unterschiedliche Anwendungen. Einen gewaltigen Unterschied gibt es zwischen nativen Anwendungen und Web-Apps. Native Anwendungen werden in der jeweiligen nativen Sprache der Betriebssysteme (Android, iOS, Windows Phone, Blackberry, Symbian) entwickelt und können somit auf nahezu alle Funktionen der Endgeräte zugreifen (z.B. Kamera oder GPS). Web-Apps hingegen werden in einer universellen Sprache wie HTML5 programmiert. So kann die Mobile App auf allen Geräten abgespielt werden. Doch die Mobile App läuft im Browser der Endgeräte und wird nicht direkt auf das Smartphone heruntergeladen. Daher benötigt man zu jeder Zeit einen Internetzugang und außerdem ist die Laufgeschwindigkeit geringer als bei nativen Apps.

Es kommt also darauf an, welche Funktionen man anbieten möchte und wie komplex die Anwendung ist, die entwickelt werden soll, ob man eine native App entwickeln lassen muss, oder ob es auch eine Web-App tut. Eine sehr günstige Alternative ist auch eine responsive Webseite. Dies ist eine Webseite (die fast jedes Startup sowieso schon besitzt) die auf den Bildschirm eines Smartphones bzw. Tablets angepasst wird. Games und großartiges Entertainment kann man dabei freilich nicht erwarten.

Welche App passt zu welchem Unternehmen?

So vielfältig wie das Geschäft von Startups, so vielfältig sind auch die Anforderungen, die man an die zu entwickelnde App stellen sollte. Wie angesprochen, wachsen mit den Anforderungen an die App auch die Anforderungen an die Technik. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass mehr Komplexität erst einmal entwickelt werden muss.
Kommen wir zu den Anforderungen, die wir an die eigene App als Unternehmen stellen können. Hier erfahrt Ihr Schritt für Schritt, wie man ein mobiles Projekt plant:

1. Zielgruppe: Als erstes sollten wir überlegen, was unsere Zielgruppe ist. Dies sollte leicht fallen, da wir ein Unternehmen gegründet haben, wobei wir die Zielgruppe selbstverständlich schon definiert haben.

2. Ziel: Wer über eine eigene App nachdenkt, wird sich bewusst oder unbewusst bereits mit dieser Frage auseinandergesetzt haben. Was möchte ich mit der App erreichen? Dies ist die wichtigste Frage überhaupt, wenn es darum geht, die passende App für seine Bedürfnisse zu finden.

  • Reichweite: Du willst Deine Reichweite erhöhen? Dann sollte Deine Mobile App ein Bedürfnis Deiner Zielgruppe befriedigen, welches bis jetzt nicht bedient wird. Eine Info-App kann einfach und schnell einen zusätzlichen Service bieten. Denke darüber nach, ob Du mithilfe der Anwendung User zu Kunden machen kannst. Eventuell ist es sinnvoll eine einfache responsive Webseite zu erstellen, um Deine SEO zu verbessern und so mehr Menschen zu erreichen.
  • Kundenbindung: Ein häufiges Problem von Startups ist es, dass sie einen Service anbieten, der nur einmal genutzt wird. Entertainment-Apps bieten sich an, um User immer wieder mit den eigenen Produkten in Verbindung zu bringen. Dabei spielt es keine so große Rolle, was Du den Usern mit der App bietest, solange die App einen eigenen unterhaltenden Wert besitzt. Aber Du solltest darauf hinarbeiten, dass Du Deinen Service klug und unauffällig in der App platzieren kannst (Werbung, oder noch besser: Die Funktionalität der App weist auf Deinen Service hin). Außerdem können Apps entwickelt werden, mit denen die User es leichter haben, Deine Kunden zu sein. Dabei spielen M-Commerce, mobile Zahlungsmethoden, QR-Codes usw. eine wichtige Rolle.
  • Marketing: Um das Marketing zu erweitern stehen einem mit Apps sämtliche Türen offen. Hierbei ist Kreativität gefragt. Am modernsten ist es, nicht direkt mit Bannern in der App zu werben, sondern die eigenen Produkte klug zu platzieren. Stell Dir eine neue Veggie-Burgerkette vor. Diese stellt eine eigene App zur Verfügung, in der man die Bösewichte der Nahrungsmittelindustrie mit veganen Burger bewerfen kann.
  • Kundenfeedback: Wer eine App entwickeln lassen hat, mit der die Kunden beispielsweise mobil die Produkte ansehen und kaufen können, kann auf einfache Weise direktes und indirektes Feedback seiner Zielgruppe erhalten. Direktes Feedback erhältst Du, indem Du Deine Kunden nach ihrer Meinung, Bewertung oder Empfehlung fragst. Noch wichtiger sind die Möglichkeiten von Analysetools. Hier kann nachverfolgt werden, was Kunden tun, bevor sie kaufen oder die App verlassen. Diese Informationen sind unbezahlbar für die Optimierung des eigenen Produkts. In allen Apps können diese Techniken angewandt werden, wobei beispielsweise M-Commerce-Anwendungen besonders geeignet sind. Datensammlung: Mit einem Backend können auf einfache Weise diverse Daten der User gesammelt werden. Insbesondere für die personalisierte Werbung ist das eine wahre Schatztruhe, gefüllt mit Daten. Vor allem Apps, auf denen die User ein Profil benötigen, eignen sich, um Daten zu gewinnen.

3. Technische Anforderungen: Wenn wir wissen, welches Ziel wir verfolgen, sollten wir darüber nachdenken, welche Technik es uns ermöglicht, an dieses Ziel zu gelangen. Es lohnt sich, im Internet ein wenig zu recherchieren, was mit Apps möglich ist. Aber schlussendlich sollten man einen App Entwickler finden, den man vertraut und der einen dabei hilft, die passende App technisch zu definieren.

Ich hoffe, ich konnte Dir dabei behilflich sein, eine passende App für Dein Startup zu finden. Wenn Du weißt, welche App Du Dir vorstellen kannst, fragst Du Dich sicher, wie teuer die Entwicklung Deiner App eigentlich ist. Dies erfährst Du im dritten Teil dieser Serie!

Foto: © vege – Fotolia.com

Julian Jänicke

Bei Yeeply, dem ersten Online-Netzwerk für App-Developer, ist Julian Jänicke International Business Developer für den deutschen Markt. Auf yeeply.com können Visionäre den passenden Entwickler für mobile Anwendungen finden. Das von Yeeply entwickelte Online-Tool waskosteteineapp.com bietet Interessierten eine erste Schätzung für die Entwicklungskosten von Mobile Apps.

Schreibe einen Kommentar

X