Denk nicht zu lange nach, sonst macht es jemand anderes

MOBIKO monatliches, flexibel einsetzbares Mobilitätsbudget für Mitarbeiter

Stellen Sie sich und das Startup MOBIKO kurz unseren Lesern vor!

Wir sind MOBIKO (kurz für Mobilitätskontingent) – ein junges Startup aus München. Mit MOBIKO ermöglichen wir Arbeitgebern ihren Mitarbeitern ein monatliches, flexibel einsetzbares Mobilitätsbudget für den Arbeitsweg und für Fahrten in der Freizeit per App zur Verfügung zu stellen. Damit können Mitarbeiter alle verfügbaren Verkehrsmittel und Mobilitätsdienstleistungen weltweit nach individuellem Bedarf und Umweltbewusstsein nutzen und bei ihrem Arbeitgeber ganz einfach per MOBIKO App abrechnen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Vor knapp zwei Jahren haben wir angefangen, uns mit der Mobilität von Unternehmen zu befassen und festgestellt, dass das betriebliche Mobilitätsangebot für Mitarbeiter extrem überholt und starr ist: Führungskräfte und Außendienstmitarbeiter erhalten oft einen persönlichen Dienstwagen, ein weiterer Teil der Beschäftigten bekommt manchmal ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr und oftmals wird dem Mitarbeiter gar nichts angeboten. 

Wenn es ein Mobilitätsangebot gibt, deckt sich dieses in vielen Fällen nicht mit den individuellen und flexiblen Bedürfnissen sowie den zunehmenden Nachhaltigkeitsansprüchen der Mitarbeiter. Sie gehen also auch leer aus, doch der Grundbedarf an Mobilität bleibt. Gleichzeitig etablieren sich immer mehr Mobilitätsangebote direkt vor unserer Haustüre. Und obwohl zahlreiche Mitarbeiter diese Services schon in ihrer Freizeit regelmäßig nutzen, sind alternative Fortbewegungsmittel immer noch nicht in den Unternehmen angekommen. Das wollen wir ändern – mit MOBIKO! 

Welche Vision steckt hinter MOBIKO? 

Unser Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen eine Lösung zu bieten, ökologische sowie ökonomische Verantwortung mit den Werten und Bedürfnissen jedes Mitarbeiters in Einklang zu bringen. Wir glauben daran, dass ökologisches Umdenken nur dann schnell genug passiert, wenn wir ökologisches Verhalten an ökonomische Anreize knüpfen. Genau das wollen wir mit dem MOBIKO-Mobilitätsbudget tun. Wer heute nachhaltig mobil ist, soll auch heute ökonomische Vorteile daraus ziehen und nicht ausschließlich für sein Öko-Gewissen Karmapunkte sammeln. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen?

Ganz ehrlich? Das Auslesen und Strukturieren der „Black box“ Geldwerter Vorteil. Das deutsche Steuerrecht mit seinen Wenn und Abers war für uns zu Beginn neu und relativ undurchsichtig, für unser Geschäftsmodell jedoch von zentraler Bedeutung. Jeder, der sich einmal durch diese Themen gearbeitet hat, kann ein Lied davon singen. Wir haben uns also dahintergeklemmt und etliche Fälle durchexerziert. Heute sind wir sehr stolz darauf, dass wir aufgrund unseres angeeigneten Wissens sowie der Beratung und Unterstützung von Fachexperten eine einzigartige Steuerlogik bzw. KI zur automatisierten Besteuerung und Abrechnung der eingereichten Mobilitätsbelege entwickelt haben, und als technologisches Herzstück unserer Anwendung anbieten können. Und wir sind natürlich auch froh, nicht mehr an diesen dunklen Ort zurückgehen zu müssen. Wobei: das ein oder andere Teammitglied kann den Steuerthemen mittlerweile durchaus etwas abgewinnen

Wer ist die Zielgruppe von MOBIKO?

Ganz gleich, ob Start-up, Grown-up, Mittelstand oder Großkonzern – zur Zielgruppe von MOBIKO zählen einerseits im urbanen Umfeld ansässige Unternehmen mit progressivem, digitalem und nachhaltigem Mindset, die im War for Talents den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten und damit möglichst wenig administrativen Aufwand haben möchten. 

Andererseits adressiert MOBIKO Unternehmen mit mehreren Standorten, welche aufgrund der unterschiedlichen, lokalen Mobilitätsökosysteme und -Infrastrukturen oft nur eine Mobilitätsdienstleistung anbieten und damit den verschiedenen Mobilitätsbedürfnissen der Belegschaft nicht gerecht werden können. 

Wie funktioniert MOBIKO? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mitarbeiter erhalten ein monatliches, virtuelles Mobilitätsbudget von ihrem Arbeitgeber, dessen Status in der MOBIKO App jederzeit ersichtlich ist. Um von A nach B zu kommen, nutzen sie ganz einfach das Verkehrsmittel ihrer Wahl – egal wann, egal wo. Anschließend melden sie sich in der App an, erfassen ein paar Fahrtdetails und laden entweder ein Foto ihres Fahrttickets oder die PDF-Rechnung direkt in die App hoch. Die Rückerstattung aller eingereichten Mobilitätskosten erfolgt im Folgemonat mit der Gehaltszahlung. 

Klar, es gibt bereits ein paar weitere Mobilitätsbudget-Anbieter am deutschen Markt, diese verfolgen jedoch allesamt unterschiedliche Ziele und Strategien. MOBIKO unterscheidet sich vor allem dahingehend, dass keine Eingrenzung der verwendbaren Mobilitätsdienstleister und -services stattfindet und wir Mitarbeitern damit weltweite Mobilitätsfreiheit bieten können – ganz gleich, ob für den täglichen Arbeitsweg oder private Fahrten in der Freizeit. 

Zudem ist MOBIKO das erste, digitale Mobilitätsbudget, das weltweit alle Fortbewegungsmittel für Mitarbeiter und deren Arbeitgeber steuerkonform und insbesondere steueroptimiert abrechenbar macht – unterstützt durch unsere KI. 

Wie ist das Feedback?

Städtewachstum, Staus, Parkplatznot und Fahrverbote – nur um ein paar Gründe zu nennen, warum immer mehr Unternehmen in urbanen Räumen das Thema Mobilität neu denken. Weit oben auf der Agenda: Mitarbeitermobilität. Arbeitgeber sind mehr denn je gefragt, Verantwortung zu übernehmen und auf diese Veränderungen, aber auch die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu reagieren. Daher erfreuen wir uns großer Nachfrage und können seit Abschluss unserer Pilotphase im Januar 2019, auf ein rasantes Wachstum zurückblicken. 

MOBIKO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Perspektivisch wird sich MOBIKO über den initialen Use Case hinaus weiterentwickeln, unserer Mobilitäts-DNA wollen wir aber treu bleiben. Neue Märkte, weitere Anwendungsmöglichkeiten – beispielsweise auch geschäftliche Mobilität – sowie einen noch stärkeren Fokus auf nachhaltiges Fortbewegen. Es gibt zahlreiche Themen, die uns in den kommenden Jahren auf Trab halten werden.  

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Customer needs are key: Höre deinen Kunden und Nutzern stetig zu und übersetze ihre Bedürfnisse in ein sinnvolles, nutzenbringendes Produkt. 

Team is key: Nimm dir Zeit, um Erfolge im Team zu feiern. Das schweißt zusammen! 

Speed is key: Denk nicht zu lange nach, sonst macht es jemand anderes. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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