Sonntag, Dezember 5, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

mjuks smarte und bequeme Praxiskleidung für moderne Mediziner:innen

Stellen Sie sich und das Startup mjuks doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Gregor und Jakob, zwei junge Kärntner aus Wien. Gemeinsam haben wir dieses Jahr mjuks gegründet. Mit mjuks produzieren wir für smarte & bequeme Praxiskleidung. Immerhin leisten Mediziner_innen tagtäglich unglaubliches – da ist es wohl das Mindeste, dass sie sich dabei wohlfühlen und gut aussehen. 
 
Wir verstehen uns aber nicht als reines Textilunternehmen per se, mit mjuks möchten wir auch etwas zurückgeben und Gutes tun. Mit unserer #madetocare Initiative übernehmen wir die Patenschaft für hilfsbedürftige Kinder in Tansania und ermöglichen Ihnen die Schule zu besuchen. Die Africa Amini Alama Foundation, gegründet von zwei Wiener Ärztinnen, hilft uns bei der Umsetzung des Projektes. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Schon während unserer gemeinsamen Studienzeit waren wir fasziniert von dem Gedanken etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Der Wunsch nach Selbstbestimmung war sicherlich ein wesentlicher Faktor für uns beide. 
 
Schlussendlich war es dann die Corona-Pandemie, die uns den entscheidenden  Push gegeben hat. Im Fernsehen verfolgten wir die dramatischen Bilder aus dem Gesundheitsbereich  und überlegten uns wie wir dem Gesundheitspersonal etwas zurückgeben können – damit war die Idee zu mjuks geboren. Statt Bananenbrot und Puzzles stand bei uns dann im ersten Lockdown Produktentwicklung und Stoffsourcing am Plan.

Welche Vision steckt hinter mjuks?

Wir sind der Meinung: Die bestehende Arbeitskleidung wird Medziner_innen einfach nicht gerecht. Mit mjuks wollen wir eine Marke aufbauen, die für smarte & bequeme Arbeitskleidung steht – die Mediziner_innen den Respekt erweist, den sie für ihre Arbeit verdienen. Gleichzeitig möchten wir Teil einer nachhaltigeren, sozial gerechteren Textilindustrie sein. Egal ob Freizeit- oder Arbeitskleidung – Billigware auf Kosten Anderer ist für uns keine Option, deswegen produzieren wir unsere Produkte fair in Portugal.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war definitiv die Suche nach dem passenden Material. Unser Anspruch an höchsten Tragekomfort ließ sich mit den hygienischen Anforderungen an Praxiskleidung nur schwer vereinbaren. Mehrere 100 Stoffproben und dutzende Workshops mit unseren Produzenten brauchte es schlussendlich bis wir den passenden Stoff in unseren Händen hielten. 
 
Bis heute sind wir zu 100% eigenfinanziert. Für unsere weiteren Bestellungen werden wir externes Geld aufnehmen müssen und sind da bereits im Austausch mit potenziellen Investoren bzw. Kreditgebern. 

Wer ist die Zielgruppe von mjuks?

Wir möchten mit unserem Angebot jede Person im Gesundheitsbereich ansprechen – angefangen bei Pflegepersonal und Physiotherapeut_innen bis hin zu den Ärzt_innen und deren Assistenten und Assistentinnen. Mit unserem Onlineshop sind wir gerade für die neue, junge Generation eine interessante Alternative.

Was ist das Besondere an der Arbeitskleidung? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Wesentlichen unterscheiden wir uns mit unserem Stoff von herkömmlichen Anbietern. Kratzige und steife Kochwäsche ist unserer Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Unsere Produkte müssen genauso bequem sein wie die Jogging-Hosen unserer Kunden. Deswegen haben wir eigens ein elastisches, atmungsaktives Stoffgemisch entwickelt, welches endlich Tragekomfort mit Funktion vereint. Einzigartig an unseren Outfits ist auch, dass jede Faser in einem aufwändigen Verfahren mit Silber beschichtet wird. Diese sogenannte Viralrepel Technologie verleiht dem Stoff damit antibakterielle Eigenschaften und reduziert damit sogar das Infektionsrisiko am Arbeitsort für Patient_innen wir Mediziner_innen.
 
Im Gegensatz zu unseren Marktbegleitern, die jährlich mehrere Millionen Produkt-Kataloge versenden, setzten wir zur Gänze auf den Vertrieb über unseren eigenen Online-Shop. Statt jedes Jahr einen kleinen Wald für die eigenen Marketingmaßnahmen zu opfern, ermöglichen wir es Arzthelfer_innen und Ärzt_innen mit unserer “mjuks – Sample Box” die Produkte vorab kostenlos und stressfrei in der eigenen Praxis zu testen. So sparen sich unsere Kund_innen den ungemütlichen Retouren-Tanz und wissen direkt, was am besten zu ihnen passt. Zusätzlich gibts auch noch eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie, damit auch wirklich jeder mit seinen mjuks zufrieden ist.

mjuks wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Es ist natürlich unser Traum, dass mjuks in fünf Jahren europaweit als die Marke für Praxiskleidung bekannt ist. Wo wir dann am Ende wirklich stehen, können wir heute noch nicht sagen. Sicher ist nur, dass wir auch in fünf Jahren nach stetigen Verbesserungen für unsere Kunden streben werden. Bis dahin auch hoffentlich in unserem eigenen mjuks Büro in Wien. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Durchhaltevermögen – etwas von null weg aufzubauen dauert ewig. Gründen ist ein Marathon und kein Sprint. Hört man so oft aber vergisst man noch leichter.
Make it fun – wenn du schon viel und hart arbeiten musst dann gestalte deinen Arbeitsalltag doch so das er dir Freude bereitet. Arbeite nur mit Menschen, die dir Energie geben, arbeite auch mal Park, halte deinen Meetings bei einem Spaziergang an. Überleg dir wie du dir selbst täglich eine Freude machen kannst und dich bei Laune hältst.

Such dir Partner – um den Weg zu bestreiten, es tut einfach gut Höhen gemeinsam zu genießen und Tiefen gemeinsam durchzustehen.

Wir bedanken uns bei Gregor und Jakob für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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