Freitag, Mai 7, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Miyana Berlin: hochwertige feminine Schuhe für Frauen in größeren Größen

Stellen Sie sich und das Startup Miyana doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Anna Nußbaum, ich bin 26 Jahre alt und ich bin gebürtige Bremerhavenerin. Vor 2 Jahren habe ich mein Studium abgeschlossen und bin danach nach Berlin gezogen. Inspiriert von der innovativen Dynamik der Stadt, habe ich mich hier entschlossen meinen Traum wahr zu machen und selbst zu gründen: Mein Label Miyana Berlin. Wir verkaufen hochwertige feminine Schuhe für Frauen in größeren Größen. Dabei werden alle Designs von mir selbst hier in Berlin entworfen und anschließend in einer kleinen Produktionsstätte in Italien produziert. Für uns ist es sehr wichtig, dass wir Frauen mit größeren Schuhgrößen ein Produkt anbieten können, in welchem sie sich selbstbewusst und feminin fühlen. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe mich zur Gründung entschlossen, da ich einen positiven Unterschied für Frauen mit großen Schuhgrößen machen wollte. Ich selbst habe Schuhgröße 42/43 und musste leider selbst die Erfahrung machen, dass es kaum schicke und feminine Modelle in diesem Größenspektrum gibt. Häufig muss man also gezwungenermaßen zu sehr sportlichen oder tendenziell eher maskulinen Designs zurückgreifen. Ich hatte häufiger das Gefühl, dadurch , meinen Stil nicht 100%ig ausleben zu können. Und genau das möchte ich der ein oder anderen mit meinem Unternehmen ersparen. 

Was war bei der Gründung von Miyana die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war es zu Beginn einen Produzenten zu finden, der qualitativ hochwertig und nachhaltig produziert. Die Schuh-Industrie, besonders im «Schuh Mekka» Italien, ist eine sehr traditionelle Branche. Man findet gute Produktionsstätte also nicht einfach auf Google. Hinzu kommt, dass viele der Produzenten kein Englisch sprechen und es somit erhebliche Kommunikationsbarrieren gibt. Die größte Hürde innerhalb der Produzentensuche lag jedoch darin, jemanden zu finden, der solch große Schuhgrößen produzieren möchte. Viele mit denen ich zu Beginn gesprochen habe, hatten noch nie Damenschuhe über 41 produziert und waren auch nicht bereit dazu. Schlussendlich hat sich die Geduld jedoch gelohnt und ich habe einen tollen Produzenten gefunden, welcher meinen Standards entsprach, den Auftrag annahm und an meine Idee glaubt. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Ich denke, dass man definitiv mit einer Idee starten kann und auch sollte, wenn noch nicht alles perfekt ist. Das Schöne an einem Start-Up ist ja, dass selten von vorne rein alles  durchorganisiert ist und es von Tag zu Tag  immer wieder neue Herausforderungen gibt, die zu meistern sind. Meiner Meinung nach ist das Wichtigste einfach anzufangen und sich zu trauen. Es gibt nie den perfekten Moment mit seiner Idee zu starten, aber darauf ist man auch nicht gezwungenermaßen angewiesen. 

Welche Vision steckt hinter Miyana?

Unsere Vision bei Miyana ist es, dass wir einen Teil dazu beitragen können, dass Frauen mit größeren Schuhgrößen stolz sind auf ihren Körper und sich so lieben & ausleben können, wie sie sind. Wir möchten das veraltete Schönheitsideal kleiner Füße vollständig hinter uns lassen und die Einzigartigkeit jeder einzelnen von uns zelebrieren.  

Wer ist die Zielgruppe von Miyana?

Wir möchten mit unseren Produkten grundsätzlich jeden inkludieren, der Freude an den Schuhen hat – der Fokus liegt allerdings auf Frauen bzw. Personen, die Schuhgröße 41-44 haben. Unsere Zielgruppe legt Wert auf Qualität und Design.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Ich denke, dass der größte Unterschied zu anderen Anbietern ist, dass ich selbst auf größerem Fuß lebe und damit die Bedürfnisse von Frauen mit größeren Schuhgrößen verstehe und nachvollziehen kann. Mein Wunsch ist es Frauen einen Mehrwert zu bieten, Ihnen das Gefühl zu geben sie werden aus der Welt der schönen Schuhe nicht ausgeschlossen, nur weil ihre Füße nicht der Durchschnittsgröße entsprechen. Außerdem lösen wir uns von dem Klischee, dass Übergrößen und modernes, schönes Design nicht miteinander funktionieren. 

Miyana, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für mich als Gründerin ist es aktuell unglaublich spannend zu sehen, wie sich das Team vergrößert und mehr & mehr Leute sich für meine Vision begeistern lassen. Ich freue mich also darauf, weiter zu wachsen – aufgrund der spannenden Persönlichkeiten, mit denen ich arbeiten darf. In 5 Jahren wollen wir der Schuhanbieter für feminine und exklusive, größere Modelle in Europa sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Hab Mut und vertraue auf dein Gefühl. Wenn du wirklich an deine Idee glaubst, wirst du auch andere davon überzeugen können. 

Gehe strukturiert an jede neue Woche heran. Klare Zielsetzungen sind wichtig, um nicht vor sich hin zu trödeln. 

Du kannst nicht alles und vor allem nicht alles auf einmal. Hole dir zu Beginn Hilfe und lasse dich beraten. Sobald es deine Größe zulässt, baue dir ein Team auf und sei bereit, Aufgaben abzugeben. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Anna Nußbaum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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