Motiviert andere motivieren

Tipps zur Mitarbeitermotivation

Jeder Geschäftsführer, Teamleiter oder Eigentümer eines Unternehmens wünscht sich nachhaltig und langfristig motivierte Mitarbeiter. Die Herausforderung hierbei: Private Probleme, fehlende Aufstiegsmöglichkeiten, Langeweile am Arbeitsplatz oder in manchen Fällen auch einfach eine lange Betriebszugehörigkeit führen dazu, dass viele Angestellte nicht mehr mit dem Eifer bei der Sache sind, den sie früher aufgebracht haben. Das hat zur Folge, dass sie nur noch „Dienst nach Vorschrift“ verrichten. Viele Chefs versuchen dann mithilfe materieller Anreize zu motivieren – sei es eine Gehaltserhöhung oder eine Bonuszahlung. „Sie vergessen dabei, dass sie selbst mit ihrem Verhalten und Auftreten einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leisten können, die Mitarbeiter zu motivieren. Fast nichts spornt so sehr an wie entgegengebrachtes Vertrauen, Respekt und eine starke Vorbildfunktion“, so Jürgen Höller, Europas führender Erfolgs- und Motivationstrainer. Er erklärt, wie Mitarbeitermotivation auch ohne finanzielle Belohnungen funktioniert.

Lob versus Anerkennung

Selbst der motivierteste Mitarbeiter benötigt Bestätigung, um langfristig mit Begeisterung einer Tätigkeit nachzugehen. Dabei müssen Vorgesetzte klar zwischen Lob und Anerkennung unterscheiden. Lob erfolgt meist kurzfristig und situationsbezogen, wenn jemand eine Aufgabe besonders gut erfüllt hat. „Chefs sollten es nicht leichtfertig aussprechen, da sonst schnell die Wirkung verpufft. Anerkennung hingegen stellt eine generelle Haltung eines Vorgesetzten gegenüber seiner Mitarbeiter dar, die ihnen vermittelt, dass sie und ihre Leistungen Wertschätzung erfahren“, erklärt der Motivationsexperte. Angestellte benötigen beides. Nicht vergessen dürfen Chefs, dass sich Anerkennung und konstruktive Kritik nicht gegenseitig ausschließen. Angemessene Kritik hilft Beschäftigten, ihre eigene Leistung zu reflektieren, damit sie sich weiterentwickeln. Nur durch regelmäßiges und ehrliches Feedback fühlen sie sich ernst genommen.

Jeder macht Fehler

Niemand ist perfekt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Fehler passieren können. In solchen Situationen helfen Schuldzuweisungen und Vorwürfe niemanden. Vielmehr demotivieren sie und führen dazu, dass Beschäftigte entweder den Spaß an der Arbeit verlieren oder zukünftig davor zurückscheuen, eigene Entscheidungen zu treffen. Stattdessen hilft es, in einem offenen Gespräch die Ursachen für den Fehler zu ergründen und gemeinsam Lösungen zu finden, damit Missgeschicke dieser Art nicht mehr vorkommen. Kleine Hilfestellungen vom Chef erleichtern die Arbeit. „Hierbei empfiehlt es sich jedoch, nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, dass man den Angestellten nicht vertraut und sie ständig kontrolliert. Wichtig ist es zudem, dass Vorgesetzte ihre Mitarbeiter auch vor der nächsthöheren Instanz, sofern noch eine existiert, verteidigen und motiviert für sie einstehen“, so Jürgen Höller.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Chefs müssen von ihren Mitarbeitern verlangen, dass sie immer pünktlich und sehr gut vorbereitet zu Meetings erscheinen, Deadlines von Projekten einhalten und, wenn es sich nicht vermeiden lässt, auch einmal eine Überstunde machen. „Hierbei ist es jedoch ausgesprochen wichtig, dass sie sich an ihre eigenen Regeln halten. Angestellte geben ihr Bestes, wenn Vorgesetzte mit gutem Beispiel vorangehen, denn sie machen fast nie, was man ihnen sagt oder von ihnen erwartet, sondern viel eher das, was man ihnen vormacht. Erhoffen sich Vorgesetzte bessere Verkaufszahlen, dann setzen sie ein deutliches Zeichen, indem sie nachweisen, dass sie selbst hervorragende Verkäufer sind.

Es macht zudem einen schlechten Eindruck, wenn ein Chef zu Kosteneinsparungen auffordert, während er selbst immer erster Klasse reist, oder absolute Pünktlichkeit erwartet, aber selbst immer zehn Minuten zu spät kommt und die anderen warten lässt“, erläutert Jürgen Höller und ergänzt abschließend: „Es stellt ein wichtiges Zeichen von Wertschätzung dar, wenn man die Zeit von anderen als genauso wichtig ansieht wie seine eigene. Dazu gehört es, andere nicht unnötig warten zu lassen.“

Weitere Informationen unter www.juergenhoeller.com

Quelle Borgmeier Media Gruppe GmbH

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