Sonntag, Juli 3, 2022

Wenn das Geld schmilzt

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Diese Tricks zum Inflationsausgleich sollten alle Angestellten kennen

Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder beim Bäcker um die Ecke: Die Kosten alltäglicher Konsumgüter nehmen spürbar zu. Allein im April 2022 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat nach vorläufiger Angabe um 7,4 Prozent. Selten wird das Gehalt von Arbeitnehmer:innen an die Inflation angepasst und wer nicht nachbessert, der hat am Ende des Monats immer weniger übrig. Arbeitgeber:innen sind daher gut beraten, in Zeiten hoher Inflation und wechselnder Arbeitsbedingungen kreative Alternativen zu dem regulären Gehaltsplus anzubieten.

Mitarbeiter-Retention Experte Patrick Löffler von givve verrät, welche Möglichkeiten Unternehmen neben einer Gehaltserhöhung haben, um ihren Angestellten unter die Arme zu greifen. Er ist sich sicher: Es muss nicht immer mehr Geld sein. So manche:r Mitarbeiter:in ist bereit, das Nettogehalt mit Benefits aufzustocken. Denn im Gegensatz zu einer Gehaltserhöhung, von der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ohnehin meist nicht viel bleibt, kann mit steuerfreien Benefits das Gehalt aufgebessert und Mitarbeitende gleichzeitig motiviert werden:

Steuerfreies Extra zusätzlich zum Gehalt auszahlen

Gutscheine als steuerfreies Extra zusätzlich zum monatlichen Gehalt sind sicherlich einigen bekannt. Unternehmen müssen dabei den monatlichen Freibetrag von 50 Euro beachten, damit der Sachbezug für den Arbeitnehmer steuerfrei bleibt. Eine technisch fortschrittliche Methode ist es, zusätzlich zum Arbeitslohn monatlich 50 Euro steuerfrei über eine Kreditkarte auszuzahlen (vor 2022 waren es noch 44 Euro). Eine sogenannte Sachbezugskarte bietet deutlich mehr Flexibilität, da Mitarbeiter:innen frei darüber entscheiden können, wo sie ihr Geld ausgeben. Darüber hinaus ist eine Kreditkarte mit Firmenlogo des Unternehmens ein wirklicher Mitarbeiter-Retention Bonus.

Kosten des Arbeitswegs übernehmen

Langsam kehrt der Büroalltag zurück. Dazu gehört meist ein nerviger Arbeitsweg, der in vielen Fällen nicht nur Zeit, sondern auch Geld raubt. Bei den steigenden Spritpreisen ist manch einer froh, das Auto stehen zu lassen. Ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr oder ein Firmenfahrrad sind in diesen Zeiten daher beliebte Benefits. Arbeitgeber:innen profitieren davon, ihre Angestellten bei den Kosten des Arbeitswegs zu unterstützen, denn es gibt Wege, wie ein Jobticket für den Arbeitgeber steuerfrei bleibt. Auch ein Fahrrad bleibt als geldwerter Vorteil steuerfrei und ist besonders in Städten beliebt.

Betriebliche Altersvorsorge bezuschussen

Laut einer Statistik halten Stand 2021 nur 28 Prozent der Deutschen ihre Altersvorsorge für ausreichend. 26 Prozent geben an, dass sie für eine betriebliche Altersvorsorge kein Geld übrig haben. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung wird also nach wie vor selten eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen. Auch hier haben Arbeitgeber die Chance, den Arbeitnehmer zu unterstützen. Bei einer Entgeltumwandlung beispielsweise, fließt ein Teil des monatlichen Bruttoeinkommens steuer- und sozialabgabenfrei direkt in die Altersvorsorge. Seit 2022 ist sogar ein Zuschuss vom Arbeitgeber Pflicht. 

Mitarbeitende bei Kosten für Weiterbildungen entlasten

Die Expertise der Mitarbeitenden macht heutzutage einen großen Teil des Erfolgs eines ganzen Unternehmens aus. Daher sind Fort- und Weiterbildungen der Angestellten unerlässlich. Diese sind jedoch teuer und meist auch zeitintensiv. Um das Know-How der Arbeitnehmer:innen zu stärken und sie damit als wertvolle Ressource für ein Unternehmen oder sogar eine bestimmte Position auszubilden, können Arbeitgeber Kosten steuerfrei übernehmen und erstatten. Dabei gilt zu beachten, dass die Fort- bzw. Weiterbildung im überwiegenden Interesse des Arbeitgebers liegt.

Gesunde Mittagspause fördern

Nicht jedes Unternehmen hat eine hauseigene Kantine. Dies bedeutet aber nicht, dass Angestellte ohne Kantine täglich bei der ungesunden Pommesbude nebenan essen müssen, nur weil es dort günstig ist. Es gibt moderne, digitale Lösungen wie Apps, mit denen man ganz einfach die Belege des Mittagessens einscannen kann. Diese werden an das System weitergeleitet und ausgewertet und am Ende des Monats können Arbeitgeber bis zu fünfzehn mal im Monat je 6,67 € über die Gehaltsabrechnung an die Mitarbeitenden zurückerstatten – und das komplett automatisiert und steuerfrei. 

Sportliche Aktivitäten unterstützen

Sport als Ausgleich zur Arbeit ist zuletzt in der Home-Office Zeit während der Pandemie oft zu kurz gekommen. Hinzu kommen die verlängerte Lebensarbeitszeit und Angestellte, die sich durch die Arbeit gestresst fühlen. Mit Sport wird nicht nur Stress durch die Ausschüttung von Glückshormonen reduziert – er fördert auch aktiv die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter:innen. Was viele nicht wissen: Das Angebot an Mitarbeitervorteilen erstreckt sich bis zur Firmenfitness. Diese kann auch über den steuerfreien Sachbezug abgesetzt werden.

Autor

Patrick Löffler ist CEO und Co-Founder des deutschen Fintechs givve. Seit der Unternehmensgründung 2010 gilt Löfflers Leidenschaft und Begeisterung der Verbindung von Mitarbeiter:innenbenefits und Technologie. Nach einer Karriere als Leistungssportler (Deutsche Nationalmannschaft Snowboard) studierte er BWL, unter anderem in London und Paris. In seiner Leadership-Rolle versteht er sich vor allem als Mentor für sein Team. Weitere Informationen unter: https://givve.com/de/

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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