Mit Mut in die Zukunft!

„Unsere Mission ist heute, alle Teilnehmer für einen Tag lang aus der selbsterzeugten Filterbubble herauszuholen. Vernetzt euch, verlasst euer gewohntes Terrain und schaut über den Tellerrand!“ Mit diesem Aufruf eröffnete DLD-Gründerin Steffi Czerny in Bayreuth gemeinsam mit Universitätspräsident Stefan Leible die zweite DLD Campus-Konferenz in diesem Sommer. Nach der Karlsruher Premiere des Formats vergangene Woche empfing die Universität Bayreuth nun bereits zum zweiten Mal lokale wie internationale Unternehmer, Politiker, Erfinder, Künstler und die jungen Talente von morgen. Die durchweg gut besuchten Ränge des Audimax, der rege Austausch unter Teilnehmern und Speakern und das bunte Treiben an den Ständen demonstrierten dabei deutlich: Der regionale Ableger von Europas führender Innovationskonferenz DLD (Digital, Life, Design) ist in Oberfranken angekommen.

Innovationskraft durch versteckte Weltmarktführer

Burda-Digitalvorstand Stefan Winners läutete den Konferenztag mit seiner Keynote ein, in der er neben motivierenden Worten zum Wandel durch Digitalisierung auch eindringlich an Entrepreneure appellierte.

„Aber bitte, liebe Gründer, denkt doch mal groß. Baut die Unternehmen größer und macht nicht bei der ersten Gelegenheit Kasse. Spotify, Zalando und Zooplus sollten in Europa die Regel sein, nicht die Ausnahme. Kaum anderswo in ganz Europa gibt es so viel Industrie wie hier in Oberfranken. Und kaum anderswo in Deutschland gibt es so viele versteckte Weltmarktführer“.

Burda-Vorstand Stefan Winners

Mit Selbstvertrauen in die Digitalisierung

Den digitalen Herausforderungen mit mehr Mut, Begeisterung und Leidenschaft zu begegnen, dazu rief Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär auf der DLD-Bühne auf. Sie plädierte dafür, der Gesellschaft und den Unternehmen, auch gerade im regionalen Umfeld, mehr zuzutrauen. Den Entwicklungen der Digitalisierung dürfe man nicht mit einer grundsätzlichen Abwehrhaltung und stetigen Bedenken begegnen – dies sei die größte Herausforderung für Deutschland in Sachen Digitalisierung.

Mobilitäts-Mix der Zukunft

Bewegen wir uns künftig mit autonom fahrenden Autos, durch Bike-Sharing oder anhand der Nutzung des Luftraums fort? Die Zukunft der Mobilität und die Frage, wie Menschen in den nächsten Jahren von A nach B kommen, diskutierten Alexander Kotouc (BMW Group), Yifan David Li (Hesai), Jimmy Cliff (Mobike) und Lin Sebastian Kayser (Hyperganic). Das Resümee der Mobilitätsexperten? Nicht eine Art ist die richtige. Vielmehr sind nur jene Städte und Regionen zukunftsfähig, die den Menschen die Wahl lassen, welches Verkehrsmittel in welcher Situation das beste für sie ist. Die individuelle Kombination aus verschiedenen Optionen ist der Schlüssel der Mobilität – doch dafür muss die Infrastruktur stimmen.

Ein mögliches Zukunftsszenario zeigte der sogenannte „Rocket Man“ Richard Browning (Gravity Industries) in seinem selbstentwickelten Düsenanzug: Vor den Augen zahlreicher Konferenzteilnehmer hob er auf dem Bayreuther Uni-Campus zu einem spektakulären Rundflug in die Lüfte ab.

Blockchain, mehr als ein kurzer Hype

Das Potential von Blockchain beschäftigte Gilbert Fridgen (Universität Bayreuth/ Fraunhofer FIT), Heike Hölzner (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin), Chris Obereder (TV-TWO) und Tech-Journalist Karsten Lemm. Trotz des großen Hypes um das Thema stehen die Technologie und die daraus entstehenden Möglichkeiten für die Gesellschaft noch ganz in ihren Anfängen. Gerade die viel diskutierten Kryptowährungen, das Paradebeispiel für Blockchain-Anwendungen, sind nach Meinung der Experten eher erste Use-Cases und längst nicht das Limit dessen, was mit der Technologie möglich ist. Gerade Governance-Strukturen müssen noch stärker abgebildet werden, um die Technologie breitenwirksam für die Gesellschaft zu nutzen.

Von der Natur zu neuen Materialien

Hidden Champions für neue Materialien in Franken und Bayreuth als Nabel der Welt für Werkstoffe? Das zeigten Wolfgang Hübschle (Invest in Bavaria), Volker Altstädt (Neue Materialien Bayreuth), Frank Ficker (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof), Marcus Seitz (Lamilux) und Peter Wilfahrt (Diono) mit ihrem Einblick in das Feld neuer Materialien und Werkstoffe. Anhand wissenschaftlicher, ebenso wie kreativer, durch die Natur inspirierter Arbeit kombinieren die Experten unterschiedlichste Stoffe so, dass neue Werkstoffe entstehen und erhöhen dadurch beispielsweise die Energieeffizienz von Elektromobilen.

Digitalisierter Honig gegen Betrug

Auf internationaler Vorreiterposition ist auch der Bayreuther Experte für Bio-Makromoleküle, Stephan Schwarzinger (Universität Bayreuth). Mit seinem Food-Fingerprinttest digitalisiert er Lebensmittel und deckt damit den Betrug an hochwertigen Lebensmitteln wie Olivenöl, Honig oder Gewürzen auf. In Zeiten von zunehmendem Lebensmittelbetrug arbeitet er mit seinem Food Screener daran, Konsumenten Gewissheit über die Produktqualität zu verschaffen.

Zum Ende des Konferenzprogramms standen die Studierenden im Fokus: Bei der Pitch Session stellten junge Gründer der Uni Bayreuth ihre Projekte vor. Die Jury bestehend aus DLD-Gründerin Steffi Czerny, Christian Gnam (Invest in Bavaria) und Lin Sebastian Kayser (Hyperganic) kürte die App Cobee zum Gewinner. Sie soll Studierenden ein Anreizsystem für nachhaltiges Handeln im Alltag bieten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Quelle:Hubert Burda Media Holding

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