miperto: Fragen stellen, Experten antworten

René Schaloske Gründer von miperto im Interview

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen miperto doch kurz vor!
Mein Name ist René Schaloske und ich bin Gründer der Content getriebenen Multisiteplattform miperto. Mit Hilfe von miperto bieten Fachexperten ihre Unterstützung über ein selbst erstelltes Onlineprofil an. Sie können dort direkt kontaktiert werden und ihr Portfolio präsentieren. Besonders hilfreich ist zudem die generische Fragefunktion. Die Interessenten geben über den Button „Frage stellen“ eine Frage zu diversen Themen des privaten oder beruflichen Lebens ein. Die Experten können diese nun beantworten. Je nachdem, wie viele Experten sich einfinden, ist es möglich, dass die Frage auch mehrere fachlich kompetente Antworten erhält. Diese können vom Interessenten gelesen werden und beantworten gegebenenfalls die gestellte Frage bereits hinreichend. Sollte das nicht der Fall sein, kann er direkt mit dem Experten in Kontakt treten und ein persönliches Gespräch vereinbaren. Auf unserer Plattform können Experten außerdem ihre eigenen Kundenstimmen, Referenzen und Kompetenzen zielgruppengenau vermarkten – unabhängig davon, bei welchem Onlineportal oder Channel sie sonst noch aktiv sind.

Wie ist die Idee zu miperto entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Im Internet gibt es bereits diverse Fragen-Antwort-Portale zu privaten und beruflichen Themen. Gängige Anbieter offerieren dabei zwei Möglichkeiten: Zum einen gibt es beispielsweise in Foren die Option, kostenlos Fragen zu stellen und Meinungen oder Ratschläge einzuholen. Der Haken daran ist jedoch, dass wir meist nicht wissen, wer uns dort wirklich antwortet und ob die Person überhaupt über die entsprechende Kompetenz verfügt. Andere Plattformen bieten Antworten von echten Experten an, allerdings nur gegen Bezahlung. miperto positioniert sich genau zwischen diesen beiden Geschäftsmodellen. Die kostenfreie Beantwortung von Basisfragen ist hier eine einzigartige Gelegenheit, den persönlichen Kontakt zu potentiellen Neukunden aufzubauen und deren Vertrauen in die eigene Expertise aufzubauen. Neben unserem Kernteam kooperieren wir mit verschiedenen externen Dienstleistern, um schlanke Prozesse zu ermöglichen und jeweils nur die Ressourcen zu nutzen, die im Prozess der Umsetzung relevant sind. Das setzt ein gut funktionierendes Netzwerk von Fachleuten voraus. Dreh- und Angelpunkt ist für uns das Produktmanagement in Verbindung mit technischem Knowhow und dem Blick auf die strategischen Entscheidungen.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unsere Idee technologisch umzusetzen ging relativ schnell von der Hand. Ein agiles Konzept zu entwickeln, das die Basis der Technologie abbildet, war indes schon eine andere Herausforderung. Das Ganze war für uns dementsprechend eher ein „Langstreckenlauf“ denn ein „Sprint“, wobei je nach Wetterlage und Tagesform die Umsetzung vorwärts ging. Die größte Aufgabe lag darin, nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren und dabei die Motivation hoch zu halten. Trotz Misserfolgen, die sicherlich da waren, haben wir nicht aufgegeben, fortwährend an den eigenen Erfolg zu glauben. Daran hatten auch Familie, Freunde und gute Geschäftspartner ihren Anteil. Gleiches gilt für die Frage der Finanzierung. Das ganze Projekt haben wir aus Eigenmitteln gestemmt. Es unterscheidet sich daher in mancher Hinsicht vom aktuellen Trend möglicher Fremdfinanzierungen. Dennoch möchte ich persönlich nicht ausschließen, dass wir zukünftig Investoren mit ins Boot holen – gerade wenn es um die Frage der Expansion geht. Grundsätzlich ist miperto aber darauf angelegt, organisch zu wachsen.

Zu welchen Themen kann man auf miperto Fragen stellen?
Derzeit können Fragen zu Immobilien, Versicherungen und Finanzen an Fachexperten gestellt werden. Die Themen Gesundheit, Recht, Steuern, Sport und Freizeit sind in Planung und befinden sich gerade in der Entwicklungsphase.

Von wem werden die Fragen beantwortet?
Die Fragen werden von Experten beantwortet, die im Rahmen ihres Unternehmens bei miperto registriert sind. So werden beispielsweise Fragen zur Baufinanzierung von Finanzexperten aus diesem Fachgebiet beantwortet.

Wie wird man ein Experte auf miperto?
Die Fachexperten können sich kostenfrei oder bei optionaler Buchung von Sonderfunktionen kostenpflichtig bei miperto registrieren. Nachdem sie ihr Portfolio ausgefüllt haben, wird das Expertenprofil aktiviert.

Werden die Experten von Ihnen überprüft?
Grundsätzlich werden die Anmeldungen auf Plausibilität hin geprüft. Inhaltlich und fachlich präsentieren sich alle Experten durch ihr Profil und die damit verbundenen Antworten. Daraus ergibt sich eine indirekte Kontrolle und Transparenz seitens des Users, der genau vergleichen kann, welcher Fachexperte eine nachvollziehbare Antwort zum jeweiligen Problem sendet. In Kombination mit den Unternehmensangaben ergibt sich dadurch ein persönlicher Eindruck von der Kompetenz des Experten.

miperto, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
miperto wird sehr stark vom Markt her entwickelt. Dieses agile Vorgehen, bietet die Chance, schnell und zielgerichtet das System an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen. Wir stehen im engen Kontakt mit unseren Kunden und betreuen diese so gut wie es geht direkt und bedarfsorientiert. Mittelfristig soll miperto in Bezug auf die eigene Reichweite und die Zahl der registrieren Experten signifikant wachsen. Hier liegt unser Schwerpunkt bis zum zweiten Quartal des nächsten Jahres. Danach wird Bilanz gezogen und die nächsten Schritte geplant. Alles andere wäre ein Blick in die „Glaskugel“. Grundsätzlich ist das Ziel, ein gut skalierbares Onlineprodukt zu etablieren, das
rentabel ist.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Gründer sollten meiner Meinung nach noch stärker das eigene Produkt vom Markt her entwickeln, also im ständigen Austausch mit ihrer Zielgruppe stehen. Auch wenn das bedeutet, dass manche technische Trends nicht so schnell umgesetzt werden. Zudem sollten sie keine Angst davor haben, mit bereits bestehenden oder ähnlichen Produkten in Wettbewerb zu treten. Konkurrenz belebt das Geschäft und führt am Ende zu spannenden Neuentwicklungen. Wichtig ist es auch, mit Misserfolgen, die es ohne Frage gibt, offen umzugehen und den Austausch mit anderen Gründern sowie der Familie und Freunden zu suchen, um die eigene Perspektive neu zu definieren. Andere Sichtweisen können zu neuen Lösungsansätzen führen oder die
eigenen Überlegungen bestätigen. Und trotz aller Zielstrebigkeit kommt es auch darauf an, mal einen Moment inne zuhalten, den Rechner runter zufahren, das Smartphone leise zu stellen und zurückzublicken. Es ist komplett in Ordnung, sich ab und zu selbst zu loben und stolz darauf zu sein, was man bereits geleistet hat. Auch wenn es nur kleine Erfolge sind.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei René Schaloske für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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