Donnerstag, Dezember 8, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Mineko prüft digital Nebenkostenabrechnungen für Mieter von Wohnungen und Gewerbeflächen

Stellen Sie sich und das Startup Mineko doch kurz unseren Lesern vor! 

Mineko prüft digital Nebenkostenabrechnungen für Mieter von Wohnungen und Gewerbeflächen. Mit unserem Regelwerk und unserer Software finden wir Fehler in den Jahresendabrechnungen, wodurch sich Mieter mehrere Hundert Euro zu viel bezahlte Nebenkosten bei ihrem Vermieter zurückholen können. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe Mineko 2014 gegründet. Als Seriengründer habe ich mich auf Geschäftsmodelle spezialisiert, die einen klaren Mehrwert für Verbraucher haben. Das Prüfen von Nebenkosten hat mich von Anfang an begeistert, da die Lösung von Anfang bis Ende komplett digital aufgebaut werden konnte und Mieter einen klaren finanziellen Vorteil aus dem Produkt ziehen können.

Welche Vision steckt hinter Mineko?

Wir stehen mit unserem Geschäftsmodell für faires Mieten. Nebenkostenabrechnungen können und sollten korrekt durch den Vermieter erstellt werden. Über die kommenden Jahre wollen wir unsere Technologie so weit ausbauen, dass wir in der Lage sind, alle Mietflächen in Deutschland zu prüfen und Mietern so zu einer fairen Abrechnung verhelfen.

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Jede Unternehmensgründung und jede Wachstumsschwelle haben ihre eigenen Herausforderungen. Dementsprechend haben sich die Herausforderungen über die Jahre immer geändert. Am Anfang der Gründung mussten wir zeigen, dass unser Geschäftsmodell funktioniert. Danach gab es zu viele Kunden und zu wenige Ressourcen zum Prüfen der Abrechnungen. Nach der Optimierung unserer Prozesse hatten wir dann plötzlich mehr Kapazitäten als Kunden. Die größte Challenge über die Jahre ist aber, die Balance von Wachstum und Aufbau eines erfolgreichen Geschäftsmodells zu halten, wenn dieses wie bei uns einer hohen Saisonalität unterliegt.

Wer ist die Zielgruppe von Mineko?

In Deutschland gibt es rund 22 Millionen Haushalte, die ihren Wohnraum mieten. Bei allen Mietern liegt einmal im Jahr die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten. Damit haben wir jährlich 22 Millionen potenzielle Kunden. Zusätzlich bekommen auch Mieter von Gewerbeflächen Nebenkostenabrechnungen durch ihre Vermieter zugeschickt. Ob Arzt, Bank oder ein anderes Start-up: auch Unternehmen gehören zu unserer Zielgruppe. 

Wie funktioniert Mineko? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Unsere Kunden können digital ihre Abrechnung samt Mietvertrag bei uns einreichen. Wir prüfen dann die Dokumente und schicken dem Mieter unseren umfangreichen Prüfbericht, einschließlich eines Wiederspruchchreibens für den Vermieter zu. Für diesen Prüfprozess haben wir ein internes Regelwerk und entsprechende Software entwickelt, das ist der wichtigste Unterschied zu anderen Anbietern. Anwälte oder der Mieterbund haben keine solche Software, sondern prüfen die Angaben händisch. Dadurch können bestimmte Positionen übersehen werden. Zudem machen wir nichts anderes als das Prüfen von Nebenkosten. Das sieht bei Anwälten oder dem Mieterbund anders aus. 

Mineko, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben ambitionierte, aber einfach zu formulierende Ziele: In fünf bis sieben Jahren wollen wir jede Wohnung und jede Gewerbefläche in Deutschland einmal im Jahr prüfen. Bis dahin haben wir noch einen langen Weg zu gehen, arbeiten aber kontinuierlich daran, weitere Kundengruppen zu erschließen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Um nicht zu viel Energie in ein Geschäftsmodell zu stecken, das nicht funktioniert, sollte die eigene Idee schnell an echten Kunden getestet und validiert werden. Zudem sollten sich alle Gründer möglichst schnell ein gutes Team mit Menschen zusammenstellen, mit denen man auch gerne zusammenarbeitet. Arbeitstage können sehr lang und intensiv sein und da ist es besser, wenn man mit Menschen zusammen ist, mit denen man gut auskommt. Als letztes Tipp kann ich nur jedem mit Gründerambitionen raten, es einfach zu machen. Es gibt heute so viele Werkzeuge, um ein Geschäftsmodell aufzubauen, ohne Monate mit der Entwicklung eines solchen zu verbringen. 

Wir bedanken uns bei Chris Möller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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