Dran bleiben!

Mindfulife bietet nicht-spirituelle, evidenzbasierte Methoden an

Stellen Sie sich und das Startup Mindfulife doch kurz unseren Lesern vor!
Mindfulife ist das Achtsamkeits-Unternehmen, das nur Methoden anbietet, deren Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt ist. Unser Team besteht großteils aus Psychologen mit jahrelanger Erfahrung in Meditation. Wir haben unseren Sitz in Frankfurt am Main.

Wie ist die Idee zu Mindfulife entstanden?
Auch wenn wir persönlich einen Zugang zu traditionelleren Meditations-Angeboten haben, wissen wir, dass viele Menschen keinen solchen Zugang haben. Trotzdem würden sie von den Methoden profitieren.

In unserer Kultur wird viel Aufmerksamkeit auf Körperhygiene und körperliche Gesundheit gelegt – wir putzen uns täglich die Zähen, in den Schulen gibt es Sportunterricht. Die mentale Gesundheit wird aber meistens erst dann beachtet wenn Probleme wie Burnout oder Depression bereits entstanden sind. Dabei ist es nur sinnvoll auch mental auf seine Gesundheit zu achten und sie zu pflegen. Wir fangen ja auch nicht erst dann an uns die Zähne zu putzen, wenn wir Karies und Zahnschmerzen haben. Doch wie sollen Menschen dazu Zugang finden, wenn sie sich nicht auf Spiritualität einlassen möchten?

Hier schaffen wir Abhilfe: wir bieten nicht-spirituelle, evidenzbasierte Meditationen an. Denn alle profitieren von einem achtsameren Lebensstil.

Welche Vision steckt hinter Mindfulife?
Mindfulife macht das Thema Achtsamkeit und Meditation jedem zugänglich und unterstützt einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer achtsameren Lebensführung. Dabei legen wir großen Wert auf das Schaffen einer Gemeinschaft, Menschen die gemeinsam praktizieren, sich austauschen und gegenseitig unterstützen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderungen waren wohl das Aufbauen eines Unternehmens allgemein. Unser Team besteht großteils aus Psychologen und da haben wir nicht gerade große Kenntnisse im wirtschaftlichen Bereich. Wir mussten uns also in alles komplett neu einarbeiten. Allerdings haben wir durch tolle Unterstützer und Stipendien wertvolle Hilfen bekommen und waren dann doch nicht ganz auf uns allein gestellt.

Finanziert haben wir uns einerseits durch Stipendien und Förderungen, aber auch durch Eigenkapital und mittlerweile auch durch unsere Aufträge und Einnahmen.

Wer ist die Zielgruppe von Mindfulife?
In erster Linie sind unsere Zielgruppe Privatpersonen, da uns wie oben erwähnt ein gesellschaftlicher Wandel wichtig ist und man da beim Individuum ansetzen muss. Wir arbeiten aber auch mit Unternehmen. Den Großteil der Stunden, die wir wach sind, verbringen wir bei der Arbeit. Wenn man einen echten Impact im Leben eines Menschen machen will, darf man die Arbeit nicht ausklammern. Im Gegenteil, es ist wichtig auch hier für achtsamere Strukturen zu sorgen.

Außerdem unterrichten wir Meditation an der Universität und haben Achtsamkeit-Unterricht mit Grundschulklassen durchgeführt. Gerade entsteht auch ein tolles Projekt für Geflüchtete, das im Oktober starten wird.

Wie funktioniert  Mindfulife?
Mindfulife bietet Kurse, Workshops, Sessions, Events etc. an. Teilweise bieten wir unsere Veranstaltungen in Räumen an, die uns zur Verfügung stehen, teilweise meditieren wir mit unserer Community draußen im Park. Teilweise kommen wir aber auch zu unseren Kunden und bieten unsere Kurse und Sessions in deren Räumlichkeiten an.

Welche Vorteile bietet Mindfulife? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Mindfulife bietet wie gesagt nicht-spirituelle, evidenzbasierte Methoden an. Teilweise kann man das auch bei anderen Angeboten finden. Im Gegensatz zu MBSR-Kursen (8-wöchige Achtsamkeitskurse zur Stressreduktion) bieten wir aber langfristige Begleitung an, die nicht nach wenigen Wochen endet. Von Ratgebern und Apps unterscheidet uns, dass wir echten menschlichen Kontakt haben, man Rückfragen stellen, sich kennenlernen kann und man nicht auch noch für die Meditation von seinem Handy abhängig ist.

Das sind tolle Möglichkeiten um einen Einstieg zu bekommen und wir begrüßen alles, was Menschen die Meditation näher bringt. Wir sind allerdings generell sehr viel am Bildschirm und Smartphone.

Viele Menschen sehnen sich einfach danach, echte Auszeiten zu haben und die Geräte beiseite zu legen.

Mindfulife, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sind in Frankfurt an der Quelle der Corporate-Welt. Wie beschrieben, ist der Arbeitsalltag ein zentraler Bereich, in dem man von Achtsamkeit stark profitiert. Wir möchten uns in den nächsten Jahren ein entsprechendes Standing in der Corporate-Welt aufbauen und hier wirklich einen Beitrag zu Change-Prozessen leisten. Auch werden wir unsere Internetpräsenz ausbauen, um so unsere Reichweite zu vergrößern.

Zentral für das Konzept von Mindfulife ist allerdings das offline-Angebot. Hier wird es ein nicht-spirituelles Meditationszentrum geben – eine Art Fitnessstudio für den Geist. Aber es entstehen jetzt schon großartige Projekte, auf die wir uns sehr freuen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Networking is key!
Dran bleiben!
Nicht zu viel und nicht zu wenig auf Tipps von außen hören!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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