Montag, Mai 16, 2022

Pionierarbeit braucht Mut, Begeisterung, Kreativität und Ausdauer

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

METAWALLS Berlin Plattform, die urbane Kunst und Kultur mit der NFT-Technologie und dem Web3 verbindet

Stellen Sie sich und das Startup METAWALLS Berlin doch kurz unseren Lesern vor!

Ania Pilipenko, Juristin, Kulturmanagerin und Vorstand der Genossenschaft für urbane Kreativität und Mitgründerin des Holzmarkt-Projektes in Berlin. Vor einem Jahr habe ich zusammen mit zwei anderen Partnern METAWALLS Berlin gegründet, eine Plattform, die urbane Kunst und Kultur mit der NFT-Technologie und dem Web3 verbindet. Ziel ist es neue, langfristige Möglichkeiten der Partizipation, Vermarktung und Absicherung der Urheberrechte für Künstler*innen zu ermöglichen. Auch für Sammler*innen öffnen sich neue Wege der Partizipation und Beteiligung an der entstehenden ‚Kultur‘-Ökonomie sowie innovative Interaktionsmöglichkeiten mit der Kunst.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Es war weniger eine Entscheidung, sondern vielmehr eine Fügung, ein Match.  Wir alle drei fühlen uns Berlin sehr verbunden und sind inspiriert von der Berliner Kreativszene. Ich engagiere mich seit über 10 Jahren, um Strukturen, Netzwerke und Modelle für die langfristige Stärkung der Grassroot-Kulturen zu etablieren.

Währen des Winterlockdowns 2020/2021waren vor allem die Künstler*innen ökonomisch und sozial besonders betroffen, die zu keiner öffentlich geförderten Institution gehörten.  Das war insbesondere die Street Art Szene, die im Vergleich zum klassischen Kunstmarkt kaum über Marktinfrastruktur verfügt. Dabei war Street Art währen des Lockdowns die einzige Kunstform, die zugänglich war und an der wir uns uneingeschränkt erfreuen konnten.

Als die NFT-Bewegung auf einmal in Erscheinung trat, war für mich die Sache klar: Berliner Street Art muss ins Metaversum! 

Um die demokratische Philosophie  dieser Kultur und die Zugänglichkeit für alle   durch Vermarktung nicht zu verletzten, sondern sie eher stärker zu definieren, haben wir die Collective-Ownership NFTs (CO-NFT) entwickeln. Eine Technologiezur Fraktionalisierung von Kunstwerken, die die Partizipation einer großen Anzahl von Sammler*innen und Unterstützer*innen ermöglicht. 

Mein Partner Michael Schneider hat zudem “The Embassy” gebaut – die virtuelle Repräsentanz von METAWALLS Berlin in Decentraland, im Metaverse. Dort kann man sich Berliner Street Art-Kultur und Urban Contemporary Art anschauen und viele Kunstwerke anteilig oder als Editionen erwerben.

Welche Vision steckt hinter METAWALLS Berlin?

Eine inklusive, partizipative, faire Zukunft durch Kunst und Technologie.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen lagen bisher im technischen Bereich. Die Technologie und Infrastruktur von Blockchain und Web3 sind noch eine Nische und es ist nicht einfach, erfahrene Experten zu finden. Außerdem entwickeln sich Programme und Anwendungen extrem schnell und oftmals fehlen die Möglichkeiten individuelle Lösungen zu integrieren. Das ist in diesem Bereich aber normal. 

Die zweite große Herausforderung hängt mit der (noch nicht gegebenen) Massenadaption von Web3, NFTs und dem Metaversum zusammen.  Die Wissensvermittlung, der Abbau der Angstbarrieren, das Schaffen von Vertrauen und das Onboarding der Nutzer – das alles sind große und wichtige Aufgaben. Die Finanzierung kommt aus der Gesellschafterstruktur.

Murals Portrait © Mathias Voelzke

Wer ist die Zielgruppe von METAWALLS Berlin?

Künstler*innen, die im Bereich Street, Urban und Contemporary Art tätig sind;

Kunstinteressierte und Sammler*innen;

Die NFT-Community und Metaverse-Fans; 

Alle die sich für Urban Culture interessieren.

Was ist das Besondere an METAWALLS Berlin?  Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sind kein üblicher NFT-Anbieter. Wir kreieren eine partizipative, kollaborative Wirtschaft für Künstler*innen und Kunstsammler*innen im ethischen Rahmen der Urban Culture, basierend auf dem von uns entwickelten Format der Collective-Ownership NFT.

Und wir arbeiten direkt mit den Künstler*innen zusammen und entwickeln individuelle Lösungen und Formate. Es geht um die Kunst, die fast allen nahe steht und mit der fast jeder etwas anfangen kann. Wir wollen allen einen einfachen Einstieg in die NFT-Welt und Ökonomie ermöglichen – angefangen beim erschwinglichen Preis bis zum geführten Onboarding-Prozess. Es geht uns viel um Bildung und Transparenz, um Augenhöhe und faire Verteilung.

METAWALLS Berlin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Welt und die Web3-Technologien entwickeln sich so schnell, dass es nicht möglich ist fünf Jahre in die Zukunft zu sehen. Wir können uns jetzt noch gar nicht vorstellen, vor welchen Möglichkeiten, Instrumenten und Optionen wir dann stehen. Ich denke in einem Jahr sind wir eine globale Street Art Community und die internationale Street Art Plattform #1 im Web3.

Dabei wollen wir die Art und Weise transformieren, wie wir mit Kunst interagieren – vom exklusiven Besitzen – zum gemeinsamen Partizipieren und Strukturen entwickeln. Das bringt langfristig viel mehr Vorteile und Mehrwert, als ein an der eigenen Wand hängendes analoges Bild. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Pionierarbeit braucht Mut, Begeisterung, Kreativität und Ausdauer. Auch Fehler und unkalkulierbare Risiken treten natürlicherweise immer wieder auf. Das ist normal. Wichtig ist flexibel, achtsam und transparent gegenüber dem Umfeld zu bleiben. Ethische Grundlagen nicht zu vergessen und auch eine gewisse kritische Distanz beizubehalten, die es ermöglicht, alles in einem größeren Kontext zu sehen. 

Titelbild: Murals Portrait © Mathias Voelzke

Wir bedanken uns bei Ania Pilipenko für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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