Den Mut haben, etwas auszuprobieren

MessengerPeople: Messenger Service für Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup MessengerPeople kurz unseren Lesern vor!


Wir, MessengerPeople, sind Marktführer im Bereich Messenger Services für Unternehmen. Wir ermöglichen Unternehmen mit unserer Software-as-a-Service-Plattform professionelle Kundenkommunikation über WhatsApp, Facebook Messenger, Apple Business Chat, Telegram und Viber. 

2015 habe ich das Unternehmen gemeinsam mit drei Kollegen mit viel Entwicklungserfahrung gegründet. Die Kollegen sind für alles Technische zuständig und ich kümmere mich hauptsächlich um die Business-Seite. Mittlerweile sind wir eines von wenigen Unternehmen, das offiziell die Messenger Business Solutions der beliebtesten Messenger anbieten darf. Weltweit gibt es derzeit weniger als fünf Anbieter, die mit allen großen Messaging-Plattformen offiziell kooperieren. Als wir starteten waren wir die Ersten im Feld Messenger-Kommunikation. Wir können hier auf einem klaren Wissens- und Erfahrungs- Vorsprung aufbauen, der uns als Partner attraktiver macht als manch andere. Unser Experten-Team ist in den vergangenen vier Jahren auf über 70 Mitarbeiter angewachsen. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?


Ich starte gerne mit neuen Ansätzen und habe in meinem Leben schon mehrere Firmen aufgebaut. Ich finde es einfach spannend, Ideen zu entwickeln und diese nachhaltig auf- sowie auszubauen. Teilweise habe ich das bereits als Manager in Großunternehmen getan – zum Beispiel nach 2005 bei Fujitsu bei der Entwicklung von Cloud-Services, als das Thema schnell an Bedeutung gewann. Die sechs Jahre bei Fujitsu waren interessant und erfahrungsreich. Aber was mich an der Gründung eines Unternehmens und Führung eines Start-ups fasziniert ist die Schnelligkeit, die Leidenschaft und die Flexibilität, die einem gegeben ist. Es ist einfach immer wieder eine Bereicherung, in unser – übrigens sehr schönes – Büro, direkt an der Oktoberfest Wies ́n in München gelegen, zu kommen und die MessengerPeople-Dynamik zu erleben. 

Welche Vision steckt hinter MessengerPeople?


Ich bin mir sicher – und auch die Schwerpunkte in der Entwicklung der führenden Digital- Größen wie Apple, Facebook, Google, Amazon zeigen das –, dass Messenger spätestens in fünf Jahren die Standardplattform für jede Art digitaler Interaktion sein werden – vom Kundenservice über die Essensbestellung, Shopping und Reisebuchung bis hin zum Taxi- oder Dating-Service. Wenn wir nach China schauen, wie WeChat genutzt wird, dann ist das beeindruckend. Über den Messenger lässt sich dort alles abwickeln: informieren, kaufen, bestellen, bezahlen etc. Kaum jemand geht noch ins „eigentliche“ Internet. 

Unsere Vision ist, diese Entwicklung maßgebend mitzugestalten und natürlich auch davon zu profitieren. Wir sind MessengerPeople – DIE weltweit führenden Experten für Messenger Kommunikation. Unser alter Name „WhatsBroadcast“ – so hießen wir bis August 2018 – war mit seiner Verengung auf WhatsApp und dem Thema Broadcasting von Newsletter via Messenger einfach viel zu eng für das, was wir sind und sein wollen. Wir sind schon lange nicht mehr NUR Whats(App) und viel mehr als NUR ,Broadcast ́. So hatten wir uns für den Namenswechsel entschieden. Unsere SaaS-Plattform ist an die weltweit größten Messenger- Dienste angebunden und es werden zukünftig auch weitere hinzukommen. Messenger können entlang der gesamten Customer Journey einen Mehrwert für jedes Unternehmen und dessen Kunden bieten – dabei geht es um Austausch und individuelle Interaktion und das findet am besten über das meist genutzte Medium, im 1:1 Chat von Messengern, statt. 

Von der Idee bis zum Start – Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen wie haben Sie sich finanziert? 

Bei MessengerPeople kann ich täglich erleben, wie es sich anfühlt, in einem global boomenden Wachstumsmarkt zu arbeiten, wo es nicht primär auf Technologie, Funding oder Brillanz ankommt, sondern in erster Linie auf die Planung und Umsetzung. Das ist ausschlaggebend für den Erfolg in einem solch dynamischen, neuen Markt. Wir waren bereits nach kurzer Zeit profitabel und verzeichnen inzwischen eine konstante jährliche Wachstumsrate im dreistelligen Prozent-Bereich. Ich würde sagen: Wir sind sicher eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen Deutschlands, wenn nicht sogar Europas. 

Die große Herausforderung war es daher nie, eine Finanzierung zu finden – wir haben bereits zwei Runden erfolgreich abgeschlossen. Die große Herausforderung ist es eher, die positiven Eigenschaften eines Start-ups trotz schnellem Wachstum beizubehalten. Also weiterhin schnell und flexibel zu bleiben, nicht an Drive, Passion und Fokus zu verlieren. Mitarbeiter- Kommunikation via Slack, regelmäßige Company Meetings, gemeinsames Essen, aber auch gemeinsame Events (Rodeln, Bowling, Bergwandern auf einer Alpenhütte, Eisstockschießen) haben bei uns eine sehr hohe Priorität. Nur mit motivierten Mitarbeitern kann man solche Erfolge erreichen, wie wir sie schon erreicht haben – und sicherlich weiterhin noch erreichen werden. 

Aktuell stehen wir vor der Aufgabe unsere Internationalisierung aus einem fast ausschließlich deutschen Team heraus voranzutreiben. Messenger Kommunikation ist ein global relevantes Thema, hier steckt viel Potenzial. Nun müssen wir lernen, wie welcher Markt tickt, wo wir Dependancen oder Partner brauchen. 

Wer ist die Zielgruppe von MessengerPeople?


Unsere Zielgruppe sind Unternehmen in nahezu allen Segmenten, die mit ihrer Zielgruppe, ihren Kunden, auf dem bevorzugten Kanal Messenger kommunizieren wollen. Über 80 Prozent der Deutschen jeder Altersgruppe verwenden WhatsApp. Im privaten Alltag sind Messenger mit Abstand die beliebteste Online-Aktivität der Deutschen. Unternehmen, die Kundenservice via Messenger anbieten, haben eine weitaus höhere Kundenzufriedenheit und werden öfter weiterempfohlen. Darüber hinaus sparen Unternehmen mit Kundenservice via Messenger – gegebenenfalls ergänzt durch einen hilfreichen, charmanten Bot – viel Zeit und Geld in Ihrer Kundenkommunikation. Auch die Servicemitarbeiter und Kundenberater lieben diesen Kanal, weil sie nicht, wie am Telefon, sofort etwas sagen müssen, sondern die Zeit haben, sich zu informieren – und Links oder Dateien zu verschicken. Zudem sind Unternehmen ganz nah an ihrer Zielgruppe – die Gespräche finden zwischen Chats mit Freunden und Familie statt. 

Wie funktioniert MessengerPeople? Wo liegen die Vorteile?


Wir bieten unsere Lösung – die Messenger Communication Platform – als ein Software-as-a- Service-Modell an. Unsere Kunden zahlen eine monatliche Gebühr, um unsere Plattform zu nutzen. Damit können Unternehmen offiziell, rechtssicher und datenschutzkonform die Messenger-Business-Lösungen von WhatsApp, Apple und Co. zentral gesteuert für Ihre 

Kundenkommunikation nutzen. Unser Service kann dabei auch an bestehende Systeme ohne großen Aufwand angeschlossen werden. 

Die Messenger Communication Platform ist das erste Ticketing-System für professionellen Kundenservice via Messenger. Wir bieten mit ihr zahlreiche mehrwertige und im Unternehmensalltag hilfreiche Features für eine zentrale Steuerung von eingehenden Anfragen über die fünf wichtigsten Messenger, einen DSGVO-konformen Datenverarbeitungsprozess oder für eine einfache Implementierung eines Chatbots ohne Programmierkenntnisse. 

Wie ist das Feedback?


Unsere Kunden sind immer wieder positiv überrascht, wie gut der neue Kanal für sie funktioniert und wie einfach sich professionelle Messenger Kommunikation in der Unternehmenspraxis umsetzen lässt. Inzwischen bieten über 1.800 Unternehmen mit unserer Hilfe erfolgreich Service und Beratung über WhatsApp und Co. an. Unsere Plattform verzeichnet bereits über 13 Millionen Messenger Service Nutzer weltweit. 

MessengerPeople: wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?


Wenn wir weiterhin so im Plan bleiben wie die vergangenen Jahre, dann sind wir in fünf Jahren Weltmarktführer für Messenger Kommunikation im B2B- und B2C-Segment und haben weitere Messenger an unsere Lösung erfolgreich angeschlossen. Bereits heute nutzen über ein Drittel der DAX-Konzerne unser Angebot und wir erzielen knapp die Hälfte unseres Umsatzes im Ausland. Derzeit sind wir in über 60 Ländern weltweit aktiv und werden unseren Internationalisierungskurs in diesem Jahr weiter vorantreiben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben? 

Erstens: Den Mut haben, etwas auszuprobieren. Selten ist es bereits die erste Gründung, die zu einem Riesenerfolg wird. Wer das erste Mal gründet, wird damit höchstwahrscheinlich floppen. Das ist aber normal und kein Weltuntergang – wichtig ist nur, dass man etwas dabei lernt. 

Zweitens: Schnell sein! Je mehr man probiert, desto öfter begeht man auch mal einen Fehler. „Fail faster“ ist eines meiner Leitmotive. Damit meine ich: nicht zu lange an einer Idee festhalten, wenn sie nicht funktioniert. Wer nicht zweifelsfrei und vollkommen sicher spürt, dass er mit etwas erfolgreich ist, der ist es nicht. 

Drittens: Die Zeit genießen! Millionen von Menschen auf der ganzen Welt haben Ideen. Aber nur sehr wenigen ist es vergönnt, ihre Zeit damit verbringen zu dürfen, ihre Ideen zu verwirklichen, ihre Träume zu leben. Als Gründer sollte man diese Chance täglich bewusst schätzen. Das wirkt gerade dann inspirierend, wenn man sich im Klein-Klein des Joballtags zu verirren droht. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Franz Buchenberger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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