Fokussiert euch, um euch nicht mit zu vielen Projekten zu verzetteln

menuskope: Plattform rund um gesunde Ernährung- gesünder essen ohne Stress

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen menuskope doch kurz unseren Lesern vor!
Unsere Zeit wird immer hektischer. Viele Menschen wollen gesund leben, haben aber zu wenig Zeit, immer auf eine gesunde Ernährung zu achten. Wir erleben auch immer wieder Verunsicherung bei diesem Thema. Dieses Problem wollen wir mit personalisierten Essens-Vorschlägen lösen. Dazu haben wir einen komplexen Algorithmus entwickelt, der Gerichte nach wissenschaftlichen Kriterien bewertet, gewichtet und vorschlägt. Dabei werden die individuellen Bedürfnisse jedes Nutzers berücksichtigt. Das sind nicht nur Allergien und Unverträglichkeiten. Zum Beispiel benötigt eine schwangere Frau mehr Folsäure, Eisen und Jod. Solche Bedürfnisse lassen wir zukünftig in unseren Algorithmus mit einfließen.

Wir wollen dabei helfen Stress zu reduzieren, indem wir die Auswertung vieler Informationen übernehmen und so Reizüberflutung verringern. Wir helfen dabei Zeit zu sparen, da wir bei Bedarf auch sehr schnell verfügbare Gerichte vorschlagen können. Gesunde Ernährung ist dadurch für jeden jederzeit möglich.

Wir möchten Menschen dazu befähigen ein gesundes Leben zu führen. Zunächst launchen wir eine iPhone App. Wir wollen menuskope aber langfristig zu einer geräteunabhängigen Plattform weiterentwickeln.

Wie ist die Idee zu menuskope entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Uns gefiel die aktuelle Situation nicht: Auf dem Markt gibt es viele ungesunde Nahrungsmittel. Die existierenden Ernährungskonzepte und die verfügbaren Informationen sind meist sehr unwissenschaftlich. In den Medien wird das Thema meist auf Übergewicht reduziert und es werden simple Lösungen propagiert, nach dem Motto: „Ananas macht schlank – Fett macht dick“ Das ist natürlich totaler Blödsinn. Ernährung ist ein sehr komplexes Thema.

Unsere Mitgründerin Lara Schimweg beschäftigt sich seit Ihrer Jugend mit Ernährung, Medizin und Psychologie. Derzeit studiert sie im Masterstudiengang Sportwissenschaften mit dem Nebenfach Ökotrophologie. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Lukas Böhnlein, der Erfahrung im Marketing und Journalismus hat, entwickelte sie die erste Idee. Diese hat sich bis heute mehrmals geändert. An der Hochschule fiel Lara der Mitstudent Maxim Roschko durch seine fachliche Kompetenz in Ernährungswissenschaften auf. Zuletzt kam der Entwickler Tillmann März in unser Team. Ihn haben wir auf einer Netzwerkveranstaltung kennengelernt. Noch auf der Veranstaltung sprachen wir darüber, dass er gerne mit uns gründen würde.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Es war sehr schwer, das passende Team zu finden. Die Zusammensetzung des Teams hat sich auch einige Male geändert. Jetzt sind wir froh, dass wir ein sehr gutes Team haben. Uns war es sehr wichtig, dass alle Mitgründer nicht nur fachlich gut aufgestellt sind, sondern auch die Vision von menuskope teilen und ein Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden und Nutzer haben.

Wir haben uns bisher aus eigenen Mitteln finanziert. Wir schaffen es recht gut mit wenigen Mitteln das Beste zu erreichen. Vor allem aber haben wir alle bisher auf einen Unternehmerlohn verzichtet. Neben uns vier Gründern arbeiten zwei weitere Personen derzeit noch unentgeltlich für menuskope. Wir sind im Kontakt mit verschiedenen Investoren. Obwohl in Deutschland meist eher konservativ investiert wird, sind wir optimistisch, dass wir zeitnah Investoren finden, die das Potential von menuskope und smarter Ernährung erkennen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir konnten ein professionelles Team aus Spezialisten und Allroundern zusammenstellen. Wir vereinen Kompetenzen in den Bereichen Ernährungswissenschaft, Ernährungsverhalten, Psychologie, Sportwissenschaften, Betriebswirtschaft, Marketing und nicht zuletzt IT und technische Entwicklung. Dazu haben wir ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut, unter anderem in der Food-Branche, zu anderen Startups, zu Entwicklern und Designern, zu Ärzten und Wissenschaftlern. Unter anderem konnten wir den Ernährungsmediziner Dr. Klasen als Mentor gewinnen, der vielen aus der NDR Serie „Die Ernährungs Docs“ bekannt sein dürfte.

Wir sind am StartupDock der Technischen Universität Hamburg angedockt und bekommen dort gute Unterstützung. Im September 2017 haben wir den Jurypreis des 10 minute Pitches von garage startups Hamburg gewonnen. Inzwischen haben wir die iOS App fertig entwickelt. Einige Kleinigkeiten werden derzeit noch verbessert und in wenigen Wochen wollen wir mit einem Beta-Test beginnen. Wer die App schon demnächst ausprobieren möchte, kann sich auf menuskope .com als Betatester bewerben.

Wer ist die Zielgruppe von menuskope?
Menschen, die wenig Zeit haben, aber trotzdem Wert auf einen gesunden Lebensstil legen. Die menuskope App ist jetzt zu Beginn vor allem auf den Arbeitsalltag zugeschnitten. Die Nutzer können sich z.B. auf dem Weg zur Arbeit die Vorschläge für das Mittagessen ansehen und schnell im Supermarkt die Zutaten oder gesunde Fertigprodukte einkaufen. Wir halten die Zahl der benötigten Zutaten und Kochutensilien so gering wie möglich. In der Mittagspause können die Nutzer dann z.B. in der Mikrowelle oder mit einem Wasserkocher in wenigen Minuten ein warmes Gericht zubereiten. Wer also keine Lust hat, sich ständig Gedanken über seine Ernährung zu machen, der kann sich gerne auf uns verlassen, denn wir sorgen dafür, dass an alles gedacht wird.

Welche Informationen findet man auf menuskope?
Auf unserer Website menuskope .com stellen wir unser Konzept und unser Team vor. Wir planen aber auch einen Blog mit Tipps und Informationen rund um einfache gesunde Ernährung, z.B. im Büro oder unterwegs, auch für Allergiker oder andere Personen mit besonderen Bedürfnissen an ihre Ernährung.

Welches Ziel verfolgen Sie mit menuskope?
Wir wollen zu DER Ernährungsplattform werden, die das Essen für alle Menschen einfacher macht. Und wir werden jeden einzelnen Menschen mit den Lebensmitteln zusammenbringen, die er braucht. Wir wollen, dass jeder sein Essen genießen kann, ohne dabei über Kalorien, Nährstoffe, Kosten, zeitlichen Aufwand usw. nachdenken zu müssen. Dadurch wollen wir erreichen, dass Krankheiten wie Demenz, Diabetes Typ II, Herzinfarkte, Schlaganfälle… zu seltenen Krankheiten werden, deren Namen kaum noch jemand kennt. Wenn es nach uns geht finden minderwertige Produkte nicht mehr so leicht zum Kunden. Gute gesunde Produkte werden wir gerne empfehlen.

menuskope, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir helfen dann hoffentlich vielen Millionen Menschen auf der ganzen Welt dabei ein besseres Leben zu führen. Und das wollen wir so gut machen, dass sie es dem Rest der Welt weitererzählen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Fangt so früh wie möglich damit an, euch ein Netzwerk aufzubauen. Sprecht mit Personen, nicht nur aus eurer Branche. Oft ergeben sich interessante Möglichkeiten, an die ihr vorher nicht gedacht hättet. Es gibt unzählige Veranstaltungen, Meetups oder auch Möglichkeiten wie Xing oder linkedin sich online auszutauschen. Geht raus mit eurer Idee um euch so viel Feedback wie möglich zu holen.

Lebt gedanklich immer ein wenig in der Zukunft um die ständigen Veränderungen nicht zu verpassen. Bleibt gleichzeitig aber auch in der Gegenwart, um eure Visionen auch praktisch umzusetzen und nicht nur zu träumen.

Fokussiert euch, um euch nicht mit zu vielen Projekten zu verzetteln.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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