Niemals aufhören zu träumen

Memrange Plattform für den digitalen Nachlass

Stellen Sie sich und das Startup Memrange kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Hans-Christian Esperer, Andreas, Lancelot und Leon Fritz. Gemeinsam haben wir vor zwei Jahren Memrange gegründet. Memrange versteht sich als High-Tech-Anwendung für eine maximal sichere Erfassung und Bereitstellung digitaler Informationen und verwendet innovativste Technologien zur Verschlüsselung. Wir bieten die Plattform um Informationen zu hinterlegen, mit denen Empfänger zu festgelegten Zeitpunkten Zugang zu ihrem individuellen digitalen Safe erlangen.

Momentan konzentrieren wir uns auf den Business Case „digitaler Nachlass“, da uns dieser inspirierte Memrange überhaupt zu entwickeln.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Bei einem Abendessen in gemeinsamer Runde haben wir uns über den digitalen Wandel unserer Zeit unterhalten und die fehlende Lösung dafür, den digitalen Nachlass sicher und angemessen seiner zunehmenden Wichtigkeit zu verwalten. Denn unser Leben wird immer digitaler: Wir führen unsere Bankkonten und Depots im Internet, unterhalten diverse soziale Netzwerke und besitzen auf unzähligen Webseiten einen User. Wer behält den Überblick? Und: Was passiert mit diesen Daten nach meinem Tod oder im Falle schwerster Invalidität? Wieviel Arbeit „halse“ ich meinen Nachfahren auf, das alles zu „beerdigen“? Wie sterbe ich denn digital?

Welche Vision steckt hinter Memrange?

Wir planen mit Memrange einen Weg anbieten zu können, die Verwaltung und vor allem die Bereitstellung von Informationen neu zu denken. Es geht uns darum, dass der Internetnutzer (Eigentümer) die Kontrolle über bereitgestellte Informationen auch nach einer Weitergabe vollständig behält, also über das „Was“ und das „Wann“ jederzeit verfügen kann. Die Problematik des digitalen Nachlasses macht besonders deutlich, warum das Management und die Kontrolle über Daten bereits heute von immenser Wichtigkeit ist: Spätestens seit der Generation Y wird digital gelebt und auch digital gestorben. Was passiert mit Social-Media-Accounts nach meinem Tod? Wer kündigt meinen Vertrag mit Netflix? Wer weiß von meinem PayPal-Guthaben? Oder wer meldet meinen User bei der Partnervermittlung ab? 

Wer ist die Zielgruppe von Memrange?

Grundsätzlich ist jedes Individuum über kurz oder lang mit dem Management seiner Daten und der Vorsorge seines virtuellen, aber auch realen Erbes konfrontiert. So erlebt das Thema “digitaler Nachlass“ auch in den Medien in den letzten Jahren zunehmend Anklang: Printmedien erweitern ihre Todesanzeigen um digitale Dienste, Spezialanbieter „knacken“ Laptops verstorbener Nutzer um Passwörter offenzulegen und Anwälte unterstützen Hinterbliebene in der Wahrung ihrer Rechte an digitalem Eigentum. 


„Digital vorsorgen“ kann aber ganz einfach bedeuten den Liebsten den Namen des Notars mitzuteilen, bei dem das Testament liegt, oder wozu der Schlüssel in der Schreibtischschublade gehört. 

Wie funktioniert Memrange? Wo liegen die Vorteile?

Wir vereinen drei Funktionalitäten in einer nach heutigem Stand der Technik maximal sicheren Anwendung:
– Abspeicherung und Verwaltung von Zugangsdaten (im besten Fall nur das Passwort des Password Managers…)
– Abspeicherung und Verwaltung von Dokumenten (Asset Store)
– Bereitstellung ausgewählter Assets für Dritte, z.B. Erben, Geschäftspartner oder Patienten
Memrange ist die Plattform um Informationen zu hinterlegen, mit denen Empfänger zu festgelegten Zeitpunkten Zugang zu einem individuellen digitalen Safe erlangen.


Individuell: Der Besitzer kann Informationen beliebigen Empfängern zuordnen und diese auch jederzeit ändern; auch für bereits geöffnete Safes.
Zeitpunkte: Zugriff erhält der Empfänger über die App und einen individuellen QR-Code. Dieser QR-Code kann einem Testamentsvollstrecker, Anwalt oder auch vorab ausgehändigt werden. Für jeden Safe können zudem persönliche Videos, Bilder und Nachrichten erstellt werden.

Memrange, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir hoffen mit Memrange als Trendsetter in kurzer Zeit zum Marktführer im „digitalen Nachlassmanagement“ zu avancieren. Verbundenen und kostenpflichtigen Services sind kaum Grenzen gesetzt und diese lassen sich schrittweise ergänzen. Memrange als sicheres Informations-Management bietet noch weitere, ungeahnte Möglichkeiten: Insbesondere im B2B-Bereich können Kunden gewonnen werden, die eine hochsichere Applikation suchen, um beispielsweise Patente oder Verträge abzulegen und zu verteilen. Auch Rechtsanwälte und Notare sind mögliche Kunden, da diese ihren Mandanten häufig absolut vertrauliche Informationen zur Verfügung stellen müssen. Besonders in der Healthcare-IT sehen wir in Memrange eine Möglichkeit, Patienteninformationen sicher zu kategorisieren und behandelnden Ärzten zur Verfügung zu stellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Ehrgeiz 2. Durchhaltevermögen 3. Niemals aufhören zu träumen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Hans-Christian Esperer, Andreas, Lancelot und Leon Fritz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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