Gebt nie auf und lasst euch nicht von eurem Weg abbringen!

Membrs App hilft dir bewusster zu konsumieren und den regionalen Handel sowie Vereine zu unterstützen

Stellen Sie sich und das Startup Membrs App doch kurz unseren Lesern vor!
Wir sind Familie Matein, Yvonne (34), Vahid (36) und unsere Kinder Soraya (8) und Soheyl (7). Wir sind eine bodenständige Familie aus Hamburg. Membrs ist eine App, ausschließlich für regionale Unternehmer und kommunale Vereine. Sie dient den Nutzern als Hilfsmittel für bewussteren Konsum und unterstütz sowohl die teilnehmenden Partner und die Vereine finanziell. Alle Membrs bekommen zusätzlich Benefits und Rabatte bei den Händlern.

Wie ist die Idee zur Membrs App entstanden?
Wir hatten bis 2014 eine Bar im Karolinenviertel und dort war es Gang und Gebe, dass sich die Unternehmer gegenseitig „Ghetto-Rabatt“ gegeben haben, so entstand ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung. Diese Idee größer Gedacht, ist der Ansatz für Membrs. Große Unternehmen und der Online Handel verlocken die Kunden mit Rabatten, Deals und Benefits und machen es dem Regionalen Handel dadurch besonders schwer. Wir beobachten aber gleichzeitig den Bewusstseinswandel bei vielen Menschen zu besserem Konsum und wollen somit ein Instrument zur Verfügung stellen, welches Guten Konsum belohnt.

Welche Vision steckt hinter Membrs App?
Wenn die App die nötige Reichweite erlangt hat, kann sie den Markt positiv beeinflussen. Regionaler Handel ist unserer Meinung nach der Schlüssel zur Beseitigung vieler Globaler Probleme. Zudem haben wir dann große finanzielle Mittel zur Verfügung um viele kommunale Vereine zu unterstützen, die wirklich etwas bewegen, unmittelbar und für jeden nachzuvollziehen. Die Menschen müssen wieder „Back to the Roots“, anstatt zu Globalisieren müssen wir Regionalisieren. Wir brauchen nur die Läden in unserer unmittelbaren Umgebung und müssen unsere Waren nicht über den ganzen Erdball verschicken, erst recht nicht Online! Das befeuert nur den Niedriglohnsektor, schadet dem Klima und führt unmittelbar dazu, dass der regionale Handel vom Aussterben bedroht wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zunächst einmal ist man als Gründer von seiner Idee so überzeugt, dass man Angst hat, die Idee könnte geklaut werden. Dementsprechend geht man vorsichtig vor. Die Gewinnung von Partnern, setzt aber einen gewissen Bekanntheitsgrad voraus und viele Unternehmer haben offensichtlich, keine Zeit und Energie sich auf neue Medien, insbesondere Apps einzulassen, weil sie eine gewisse Skepsis demgegenüber haben. Zumal viele Scharlatane in diesem Metier unterwegs sind, die den Händlern überflüssige Werbeplattformen mit teuren Verträgen andrehen.

Grade bei karitativen Projekten, schalten viele gleich ab, weil sie es für eine Masche halten. Wir sind täglich am Akquirieren von Partnern und Vereinen und mussten zu unserer Überraschung feststellen, dass unsere Prognosen sich nicht erfüllen. Dementsprechend haben wir bislang alles aus unserer eigenen Tasche finanziert. Wir haben in Entwicklung, Promotion, Marketing und Spenden unsere ganzen Ersparnisse gesteckt.

Wer ist die Zielgruppe von Membrs App?
Die Zielgruppe ist breit gestreut. Das Angebot von Membrs richtet sich aber vor allem an die Menschen, die eine gewisse Grundeinstellung zu Konsum, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein haben. Leute die nicht nur nehmen wollen, sondern zuerst geben, bevor sie etwas dafür bekommen. Nach unserem Motto: Wer Gutes tut, dem wird Gutes widerfahren. Natürlich setzt die Technik voraus, dass die Nutzer zumindest App Affin sind und ein relativ neues Smartphone ab Jahrgang 2015 besitzen.

Wie funktioniert die App?
Jeder kann sich die App Gratis herunterladen um sich von dem Prinzip selbst zu überzeugen. Wenn er die Vorteile der App nutzen möchte, bezahlt er den Jahresbeitrag, entweder online oder bei einem der Partner in bar. In diesem Prozess, wählt er einen Partner aus der App aus, der die Hälfte seines Jahresbeitrags, als Unterstützung in Form einer Provision erhält. Die andere Hälfte fließt in einen Spendenfonds, der von uns an ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen weiter gespendet wird.

Somit ist jeder Membr anteilig an jeder Spende die wir tätigen beteiligt. Im Gegenzug erhält jeder Membr einen Account mit einer rückwärts laufenden Uhr, die ihm als digitaler Mitgliedsausweis dient. Durch einfaches vorzeigen der App, erhält er im Gesamten Netzwerk bei den Partnern das jeweilige Angebot und zwar ein ganzes Jahr lang. Dabei hat kein Nutzer ein eigenes Profil, wird nicht getrackt, muss nichts bewerten, scannen oder sonst irgendwie seinen Konsum anzeigen.

Wir sind an keinen Umsätzen beteiligt und wollen auch keine Daten abgreifen. Die Partner bekommen von uns eine monetäre Unterstützung, je mehr Nutzer sie als Partner auswählen, desto mehr Provisionen erhalten sie. Diese Nutzer wiederum, die entsprechend die App regelmäßig nutzen, machen die App für viele der Partner zu einer attraktiven Werbeplattform. Die App hat 5 verschiedene Ebenen in der ein Werbebanner für 1€ die Std. zur Buchung zur Verfügung steht. Dies ist unsere einzige Einnahmequelle, weil wir uns nicht aus dem Jahresbeitrag finanzieren wollen, dieser ist ausschließlich für die Unterstützung der Partner und Vereine gedacht. Durch unsere Transparenz und Genügsamkeit erhoffen wir uns Zuspruch aus der Gesellschaft, sodass möglichst viele Partner, Vereine und Membr sich dem Netzwerk anschließen.

Membrs App, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Eigentlich wollten wir in fünf Jahren in ganz Europa Bekanntheit erlangt haben. Mittlerweile beschränken wir uns vorerst auf den gesamten deutschsprachigen Raum. Dennoch ist es eine App und die kann bekanntlich von Nu auf Jetzt durch die Decke gehen, von daher sind wir auf alles gefasst. Wir sind der Überzeugung, dass wenn die App erstmal mediale Aufmerksamkeit bekommt und die Menschen erfahren worum es uns wirklich geht, dann wird die App einen Hype bekommen. Uns geht es eben nicht darum, dass wir mit unserer Idee maximale Profite erwirtschaften, im Gegensatz zu fast allen anderen Unternehmen, sondern dass sich etwas ändert im Konsumverhalten der Menschen, dazu bieten wir mit unserer App das optimale Werkzeug für die Händler mit dem nötigen Anreiz für die Kunden.

Wir haben unseren Kindern versprochen, dass wir etwas bewegen werden und nichts uns von diesem Weg abbringen wird. Membrs wird immer ein Familienunternehmen bleiben, wir lassen keine Investoren rein und werden die App auch nicht verkaufen. Wir haben uns geschworen, dass jeder Partner und jeder Verein der sich dem Netzwerk anschließen möchte von uns persönlich ausgewählt wird, so können wir den Membrs gegenüber garantieren, dass wenn sie innerhalb des Netzwerks konsumieren, sie damit auch gleichzeitig Gutes tun.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Gebt nie auf und lasst euch nicht von eurem Weg abbringen!
Jeder neue Tag kann den nötigen Funken entzünden!
Einen Zug anzuschieben aus eigener Kraft ist enorm schwer, aber wenn er erstmal rollt, wollen alle aufspringen!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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