Treffen Sie Melanie Schütze Gründerin nushu auf der herCAREER in München

Melanie Schütze Gründerin nushu wird auf der herCAREER in ihrem Meetup darauf eingehen welchen Stellenwert Co-Creationen in der Gründungsphase haben

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Melanie Schütze: Im Februar haben wir nushu gegründet. Wir sind ein Business Club- ausschließlich für Frauen. Und wir stehen für mehr Weiblichkeit in der Wirtschaft und agieren branchenübergreifend und positionsunabhängig. Wir ziehen die Fäden im Hintergrund, vernetzen Frauen und Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und liefern authentische Einblicke und Tiefgang durch inspirierende Webinare, innovative Job Movies und locker- leichte Events. Mit allem was wir tun, wollen wir am System kratzen- daher gibt es ab sofort auch einen arbeitsrechtlichen Rescue- Service für unsere nushu member.

Wir wollen unseren Membern den Rücken stärken, sie unterstützen und bei ihrer Karriere begleiten- deutschlandweit.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Melanie Schütze: Das war ein Prozess: Basierend auf der Erkenntnis, das es in Bezug auf meine Idee einen großen Bedarf gibt, habe ich ganz verschiede Phasen durchlaufen. Begonnen habe ich vor rund fünf Jahren alleine im Home Office, heute sitze ich mit fünf tollen Mitarbeiterinnen in unserem schicken nushu-Büro in der Hamburger Hafencity.

Dazwischen liegen aber ganz viele verschiedene Schritte: Viele Nächte überlegt, jahrelang hart umsonst gearbeitet, viel zugehört, unglaublich viel gelernt. Dann habe ich meine Co-Founderin kennengelernt, Investoren an Bord geholt, Mitarbeiter eingestellt. Das ging alles ziemlich schnell. Die Entscheidung, dass ich mein eigenes Business gründen möchte hatte ich schon lange im Voraus getroffen. Nicht unbedingt bewusst, aber all die Jahre habe ich genau auf diesen Punkt hingearbeitet. Das ist mir aber auch erst im Nachgang aufgefallen. Es war auf jeden Fall nicht so, dass ich eines Tages aufgewacht bin und wusste, dass ich ein Unternehmen gründen möchte.

Man gründet ja auch kein Unternehmen um des Unternehmenswillen, sondern weil man ein Thema, ein Produkt, was auch immer vorantreiben möchte.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Melanie Schütze: Die Frage ist schwierig. Ich glaube, die Gründung als solche ist erstmal keine große Herausforderung, man gestaltet Verträge, geht zum Notar und schwups, hat man gegründet. Die wahre Herausforderung ist wahrscheinlich eher die Entscheidung im Vorfeld: Will ich das, kann ich das und falls ja, wie bekomme ich all das gewippt, was ich mir vorgenommen habe?

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Unbedingt! Es wird sich sowieso alles wieder komplett ändern, das zeigt nicht nur meine Erfahrung, sondern bestätigen auch ganz viele andere Gründer. Einen Businessplan kann und sollte man auf jeden Fall schreiben, denn der dient auch dem eigenen Tracking. Das Leben in einem Startup ist aber ein großes Abenteuer und hält sich nicht an Pläne und Listen: Man weiss nie, was der nächste Tag bringt, alles ist ständig im Wandel. Und nur wenn man es schafft, diesem Wandel offen zu begegnen, hat man reale Chancen. Unser Konzept hat sich auch schon mehrfach verändert- nie im Ganzen, aber in relevanten Bereichen. Und es ist besser geworden, als anfangs geplant.

Mein persönlicher Tipp: Sprechen!

Ich bin immer sehr gut damit gefahren, mich mit vielen Menschen über meine Ideen auszutauschen. Co-Creation ist hier das Schlagwort. Ich glaube nicht, dass man einen Wettbewerbsvorteil hat, wenn man seine Idee bunkert und sie nicht teilt. Denn es gibt so viele schlaue Köpfe da draußen, die mit einem frischen Blick extrem wertvollen Input liefern können und das auch gerne tun. Das ist total toll!

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Melanie Schütze: Ich kenne Natascha, die Gründerin der herCAREER seit der ersten Messe vor drei Jahren. Wir haben uns damals auf einen Kaffee getroffen, uns super unterhalten und kooperieren seitdem. Ich habe riesigen Respekt davor, was Natascha hier auf die Beine stellt.

Die herCAREER ist ein ganz fester Bestandteil meiner Jahresplanung und ich bin total happy, auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

Zu welchem Thema werden Sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf der herCAREER weitergeben?
Es geht natürlich ums Gründen. Denn ich finde, es könnte ruhig noch mehr weibliche Gründer geben. Ich möchte meine Erfahrungen ganz ehrlich teilen und hoffe, andere Frauen auch für das Thema begeistern zu können. Aber auch für Festangestellte kann das Thema durchaus relevant sein- schließlich interessieren sich auch etablierte Unternehmen immer mehr für Lean Startup- Ansätze.

Wie wichtig sind solche Events für Gründerinnen?
Aus meiner Sicht: Sehr wichtig! Da wären wir wieder beim Thema Co-Creation.

Der Austausch mit anderen Gründerinnen ist total hilfreich und inspirierend, finde ich.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Natürlich bei nushu!

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Sei hart mit Dir selbst.
Sprich mit schlauen Personen.
Sei absolut davon überzeugt, was Du tust.

Bildquelle Foto Credit: Nico Paetzold

Wir bedanken uns bei Melanie Schütze für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X