Meike Neitz: Seid mutig, aber lauft auch nicht mit dem Kopf durch die Wand

Treffen Sie Meike Neitz Gründerin der Zukunftsmanufaktur auf der herCAREER in München

Meike Neitz Gründerin von der Zukunftsmanufaktur wird auf der herCAREER ein Meetup mit dem Titel „Vom Globetrotten, „Die Höhle der Löwen“ und dem Schritt in die Selbstständigkeit – über den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen“ halten, sowie ein Meetup zum Thema „Wie spreche ich Investoren/ Venture Capitals an und wie pitche ich richtig“ ausrichten.

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Mein Name ist Meike Neitz und ich habe vor einem Jahr meine PR-Agentur „Die Zukunftsmanufaktur“ gegründet. Ich berate verschiedene Start-ups in Kommunikationsarbeit (PR, Content Strategie, Storytelling), aber auch mittelständische Unternehmen in Social Media und SEO. Für Großkonzerne wie derzeit zum Beispiel die DPV (Gruner+Jahr) mache ich Textarbeiten.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Die Insolvenz von meinem vorherigen Arbeitgeber, Vural Öger, kam überraschend – danach musste ich mich neu orientieren. In dieser Zeit kamen mehrere Start-ups, darunter Sibilla Kawala von LIMBERRY, auf mich zu und fragten, ob ich ihnen bei der Vorbereitung auf die „Höhle der Löwen“ und hier vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit behilflich sein könnte. So formte sich langsam die Idee, dass ich den Schritt in die Selbstständigkeit wagen könnte.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Ich muss gestehen, dass für mich die Gestaltung des Pricings und die zeitliche Organisation eine Herausforderung war und ist. Die Erwartungshaltung der Start-ups ist immer sehr hoch: Ihr Budget für PR jedoch nicht- dementsprechend habe ich oft nur sehr kleine Stunden in der Woche „zur Verfügung“ und damit natürlich auch weniger Chancen, gute Veröffentlichungen zu bekommen. Ich ertappe mich dabei, dass ich daher trotzdem viel mehr Stunden arbeite, als ich bezahlt werde, damit sie zufrieden sind.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Ja und ich glaube, das ist sogar in den meisten Fällen so. Man sollte wissen, worin seine Stärken liegen und auf diesen aufbauen, aber nicht davon ausgehen, dass man von Anfang an alles richtig und perfekt macht. Viel wichtiger ist, dass man sehr lernbereit und kritikfähig ist, so dass man sich beständig weiterentwickelt und verbessert!

Wie sind Sie auf die herCAREER aufmerksam geworden?
Einer der Organisatorinnen, Natascha Hoffner, hat mich kontaktiert und mir von der HerCareer berichtet. Ich war sofort angetan von dem tollen Programm und dem beeindruckenden „Line-Up“ an starken Referentinnen und hoffentlich vielen interessierten Teilnehmerinnen!

Zu welchem Thema werden Sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen auf der herCAREER weitergeben?
Ich halte zwei Meetups: Einmal zum Thema „Gut pitchen“ wo wir besprechen, wir man einen Pitch aufbaut und wie man überhaupt so weit kommt, vor Investoren zu pitchen. Wie spreche ich sie richtig an? Wie komme ich an sie heran?
Einmal geht es um den roten Faden im Lebenslauf – ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Ich bin lange zwischen den Welten gewandelt und möchte nun andere Frauen gerne dazu ermutige, ihren eigenen Weg zu gehen – auch wenn dieser nicht geradlinig ist und eine perfekte „Lebenslaufkosmetik“ aufweist, sondern mit spannenden und vielfältigen beruflichen Positionen gefüllt ist.

Wie wichtig sind solche Events für Gründerinnen?
Der Austausch und der Input mit anderen Unternehmerinnen ist eins der wichtigsten Dinge, die ich nur jeder Gründerin raten kann. So kann man unglaublich viel lernen und Fehler vermeiden, die andere vielleicht schon gemacht haben und worüber sie berichten.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ich möchte mit der Zukunftsmanufaktur und vielen spannenden Projekten weiter wachsen – zudem arbeite ich gerade daran, auch wieder international(er) tätig zu sein. Dazu freue ich mich, wenn ich weiterhin als Keynote-Speakerin gebucht werde und werde meine Tätigkeit als freie Autorin weiter ausbauen.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
-seid mutig, aber lauft auch nicht mit dem Kopf durch die Wand: Holt euch früh Feedback für eure Geschäftsidee/euer Produkt
-bemüht euch darum, erfahrene Unternehmer als Mentoren zu gewinnen, die euch unterstützen und die als Ansprechpartner für euch da sind
-denkt immer daran, dass das Produkt noch so gut sein kann – wenn es dafür (noch) keinen Markt gibt und/oder ihr nicht genug Sichtbarkeit erlangen könnt, dass die Kunden euch auch finden, werdet ihr scheitern. Überlegt euch daher früh eine Go-to-market- und Kommunikationsstrategie und kalkuliert diese gut!

Wir bedanken uns bei Meike Neitz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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