Durstrecken einzukalkulieren!

Mealmatch verbindet Menschen für ein gemeinsames Meal – in privater Umgebung und in Restaurants

Stellen Sie sich und das Startup Mealmatch doch kurz unseren Lesern vor!
Mealmatch verbindet Menschen für ein gemeinsames Meal – in privater Umgebung und in Restaurants.
So finden Teilnehmer neue Freunde in der eigenen Stadt und können im Urlaub und auf Geschäftsreisen mit netten Leuten lecker speisen.
Mein Name ist Thomas Fiedler (42) und bilde gemeinsam mit Olaf Steinebach (40) die Geschäftsführung und das Gründungsteam der Mealmatch GmbH.

Wie ist die Idee zu Mealmatch entstanden?
Die zündende Gedanke kam Olaf Steinebach durch einen Dialog mit einem kochenden Freund, der sich darüber grämte immer wieder für sich alleine zu kochen und ohne Gesellschaft zu essen. In einigen launigen Gesprächen im Garten entwickelten wir dann gemeinsam die konkrete Idee zu Mealmatch.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben vor der Gründung intensiv dazu gesprochen, ob und wie wir unser Vorhaben in Angriff nehmen wollen. In den Bereichen Finanzierung, Strategie, Kommunikation und Marketing bringen wir einige Erfahrungen mit. Neuland war für uns die technische Seite der Software-Entwicklung. Hierzu haben wir über Dienstleister und weitere Kollegen nachgedacht.

Zu Beginn hatten wir einige technische Anlaufschwierigkeiten, die auf eine Fehlentscheidung zurückzuführen waren. Verleitet vom günstigsten Angebot, haben wir uns für einen IT-Dienstleister entschieden, der unsere Anforderungen nicht erfüllen konnte. Im Ergebnis hat uns das Zeit, Nerven und einiges Lehrgeld gekostet. Aber letztendlich hat uns dieser Weg auch zu der andauernden und sehr guten Zusammenarbeit mit einem Freund aus früheren Berliner Zeiten geführt, der heute unser CTO und fester Bestandteil des Kernteams ist.

Wer ist die Zielgruppe von Mealmatch?
Mealmatch richtet sich an Erwachsene, die aufgeschlossen dafür sind bei einem gemeinsamen Meal (Mittag-, Abendessen, Brunch, BBQ) neue Freunde zu finden und im Urlaub und auf Geschäftsreisen gerne in guter Gesellschaft speisen.

Wie funktioniert Mealmatch?
Auf der Online-Plattform und bald auch über die App kann sich jeder Volljährige kostenlos anmelden, um bei einem Meal neue Kontakte zu knüpfen oder als Gastgeber ein leckeres Meal zu kochen, dass er gerne mit anderen teilen möchte. Und das funktioniert ganz einfach.

Die angebotenen Meals beschreiben das Gericht, die Anzahl der möglichen Gäste, den Ort, das Datum und den Preis pro Gast. Interessierte Hungrige können dann in dem gewünschten Restaurant direkt über die Plattform einen Platz am offenen Tisch buchen und bezahlen oder bei privaten Gastgebern eine Anfrage zur Teilnahme verschicken. Der private Gastgeber entscheidet dann, ob er die Reservierungsanfragen von Interessierten annehmen möchte oder nicht.

Wie ist das Feedback?
Nach dem Launch einer Public Beta Version unserer Plattform Anfang 2017, dem Besuch als Aussteller auf der CeBIT und einer breiten Medienberichterstattung (u.a. ARD, WDR, RTL West, SAT1 West) werden gegenwärtig die zahlreichen positiven und produktiven Feedbacks in der Weiterentwicklung unserer Plattform berücksichtigt. Die Feedbacks haben uns geholfen die Prozesse und das Design nutzerfreundlicher zu gestalten und dazu beigetragen, dass wir mit dem Release auch Restaurants in unser Angebot aufnehmen. Jetzt fiebern wir dem Release eines neuen zeitgemäßen Designs und dem GoLive der Android und IOS Apps noch zum Ende diesen Jahres 2017 entgegen.

Mealmatch, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir glauben daran, dass die Zeit für unsere Idee gekommen ist. Wir wollen Mealmatch als Angebot im Alltag etablieren. Es soll zukünftig ganz normal sein in der eigenen Stadt, auf Geschäftsreisen und im Urlaub nicht mehr alleine, sondern in guter Gesellschaft mit anderen aufgeschlossenen Menschen zu speisen. Und dann wäre es mir persönlich ein besonderes Anliegen mit einem Food-Lieferanten zu kooperieren, der unseren Teilnehmern ausschließlich biologische und ethisch einwandfrei produzierte Lebensmittel für deren Meals anliefert.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lieber mutig scheitern, als später die eigene Untätigkeit bereuen. Mut ist das einzige Maß im Leben, sagt Kierkegaard und ich sehe das auch so. Natürlich sollte man sich und sein Vorhaben vor der Umsetzung kritisch prüfen, weil eine Gründung mindestens für eine gute Weile sehr lebensprägend sein wird. Gründern sollte auch klar sein, dass die werktägliche Praxis nur wenig Platz für das oft verklärte Bild von einem Startup-Unternehmer bietet. Kicker und Tischtennisplatten im Designerbüro machen keinen Erfolg. Es ist wichtig das nötige Know-How ins Unternehmen einzubringen und trotz allem Enthusiasmus für die eigene Idee ist es hilfreich nicht allzu optimistisch zu planen, sondern auch Durstrecken einzukalkulieren.

So oder so, wünsche ich uns und allen angehenden Gründern das nötige Quäntchen Glück, ohne dass eine Idee kaum ein großer Erfolg werden kann.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Fiedler für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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