mazel online Dating via Mini-Games a la Quizduell

mazel App die Dating Revolution

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen mazel doch kurz vor!
Ich bin Steffi, 26, und wir von mazel (www.mazelapp.com)haben das Anti-Tinder entwickelt..
Was macht ein Anti-Tinder aus? Weniger Oberflächlichkeiten! Dafür plädieren wir !
Ganz praktisch heißt das, dass man nicht ausschließlich basierend auf Profilfotos oder ähnlichem entscheidet, ob jemand zu einem passt oder nicht, sondern eben auch basierend auf der Persönlichkeit.
Man muss sich Informationen wie das Bild, das genaue Alter, Vornamen, Beruf etc. erst freispielen mit Hilfe kleiner Mini-Games à la Quizduell. Das Tolle daran ist, dass man auch während man spielt schon ganz viel von der anderen Person kennenlernt und auch noch Spaß am Kennenlernen hat! Wieso hat er oder sie jetzt ausgerechnet das Spiel gewählt? Wieso genau die Kategorie? Was für eine blöde Antwort ist das denn? All das gibt einem einen Einblick in die Persönlichkeit, die da auf der anderen Seite ist.

Wie ist die Idee zu mazel entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Das Team (Moe, Simon, Eddie und ich) arbeiten schon seit fast 3 Jahren zusammen an verschiedenen Projekten und das ist auch nicht unser erstes gemeinsames Startup. Zwei der bisherigen laufen noch sehr erfolgreich, aber ohne uns im operativen Team und eins haben wir dieses Jahr an einen DAX-Konzern verkauft.
Die Idee zu mazel entstand während eines Mädelsabends
Ende letzten Jahres saß ich abends zusammen mit Freundinnen und natürlich waren die letzten Tinder-Eskapaden das Hauptthema. Alle samt haben immer wieder betont, wie schrecklich oberflächlich Tinder und Konsorten ist und so kam ich auf die Idee ein Anti-Tinder zu testen. Zusammen mit dem Rest des Teams haben wir dann einen Prototypen erstellt und mit einige Personen getestet. Das Feedback war absolut herausragend und so haben wir weiter gemacht. Aus dem Prototypen wurden ein Click-Dummy, Userbefragungen und nun auch die Alpha-Version der App. Wir arbeiten von Anfang an sehr eng mit unseren Testern zusammen und versuchen die App so genau wie möglich nach ihren Vorstellungen zu gestalten – mit einem Hauptaugenmerk auf den weiblichen Testern.

Von der Idee bis zum Beta Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist wie meistens die Zeit. Unsere initialen Pläne, die Beta Version der App noch dieses Jahr zu veröffentlichen wurden von der Realität, die voller Bugs und kleinerer Hürden ist, zerstört. Aber da sind wir vielleicht auch etwas zu ambitioniert an die Sache rangegangen.
Bis heute finanzieren wir uns selbst. Wir stehen allerdings vor der ersten Finanzierungsrunde und werden dann auch in der Lage sein weitere Entwickler ins Boot zu holen, um noch schneller zu werden.

Sind Sie mit der bisherigen Entwicklung zufrieden?
Wir sind trotz allem mit den bisherigen Entwicklungen sehr zufrieden! Wir konnten eine großartige Testergruppe aufstellen, die unfassbar wichtiges Feedback gibt und uns bei der Weiterentwicklung des Produkts hilft.
Das Team beweist sich auch immer wieder aufs Neue. Wir haben schon viele Startups kommen und gehen sehen und oft war nicht das Produkt, sondern das Team der ausschlaggebende Punkt, wieso aus der Unternehmung nichts wurde. Das ist bei uns nicht der Fall. Damit ist das Team auch einer der ganz großen USPs von mazel wenn wir mit Investoren reden.

Wie funktioniert mazel? Welche Daten brauchen Sie vom Kunden?
Anfangs erstellt man wie gewohnt ein Profil. Hierfür kann man sowohl den Facebook-Login, also auch einen E-Mail Signup nutzen. Zusätzlich zu den eigenen Angaben, legt man seine Flirt-Preferences fest; sprich: Altersgruppe, Geschlecht und in welchem Umkreis man sucht.
Danach geht es direkt los. Du bekommst einen Match, basierend auf unserem Algorithmus, der zu dir passt. Aber du hast keine Info – auch kein Foto, um diese zu erhalten musst du sie dir freispielen. Aber keine Sorge, die Spielezüge dauern maximal eine U-Bahn-Station. Nachdem ersten Spiel erhältst du nun alle Basis-Infos (Vorname, Alter, Wohnort, Beruf) und nachdem zweitem Spiel dann endlich auch das Profilbild. Jeder von euch beiden kann ein Spiel wählen. Nach den Spielen kann dann auch gechattet werden. Während der Spiele, wie beispielsweise bei Memory, kann man aber auch schon Infos über die andere Person aufdecken (wenn man Glück hat), wie die Augenfarbe oder wie die andere Person am liebsten verreist.

Wie kann man Beta Tester werden?
Man wird Beta-Tester, indem man sich auf unserer Seite einträgt: mazelapp.com.
Grundsätzlich ist eine Dating-App natürlich nur spannend, wenn im eigenen Umkreis genügend Leute sind, die die App ebenfalls nutzen. Deswegen fahren wir hier einen City-Approach. Nur die 5 Städte mit den meisten Signups werden am Anfang freigeschaltet, weswegen wir auf der Seite dazu ermutigen auch seine Stadt freizuspielen, was genau in diesem Signup-Formular passiert. Also auf geht’s Leute!!

Mazel,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Der Weg geht Richtung Weltherrschaft. Ganz klar.
Nee, quatsch… Wir wollen tatsächlich für weniger Oberflächlichkeiten in der Partnerwahl einstehen und Persönlichkeit wieder mehr in den Vordergrund stellen.
Woran wir außerdem arbeiten ist einen verhaltensbasierten Matching-Algorithmus zu entwickeln. Hier haben wir viel Unterstützung von einem hervorragenden Computer-Linguisten und einer Neurowissenschaftlerin, die mit uns zusammen die Spiele entwickelt. Unser Ziel ist es in Zukunft in der Lage zu sein, individuelle Menschen, je nach Persönlichkeit und Verhalten, mit den richtigen und für sie passenden Menschen zu matchen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich kann hier nur immer wieder den selben Tipp geben: lasst euch nicht unterkriegen, wenn ihr eine Idee habt, probiert sie aus und macht einfach mal! Für den Rest kann ich nur schwer Tipps geben, da das Gründen von Fall zu Fall anders verläuft. Ja, es gibt viele Hürden und ganz neue Arten von Problemen, mit denen man als Angestellter überhaupt nicht konfrontiert war, aber man kann sie meistern. Einfach anfangen und dann alles erdenklich Mögliche dafür tun, dass das Baby erwachsen wird, ohne dabei die eigene Moral und Ethik zu vergessen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Steffi Feldmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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