Wer für sein Startup brennt, der kann auch überzeugen

Mauz & Wauz : Abo Überraschungsboxen mit hochwertigem Hunde- und Katzenfutter

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Mauz & Wauz doch kurz unseren Lesern vor!
Hallo Frau Elsässer, vielen Dank für die Möglichkeit, dass wir uns bei Startupvalley.news vorstellen dürfen!
Ich bin Thomas Poschen, 44 Jahre, Co-Founder und Geschäftsführer von Mauz & Wauz. Gegründet habe ich zusammen mit meiner Frau Betina Mitte 2013.
Mauz & Wauz versendet im monatlichen Abo Überraschungsboxen an Hunde- und Katzenbesitzer mit ausgesuchten, hochwertigen Produkten. Seit kurzem expandieren wir mit unserer Eigenmarke und stellen hochwertiges Hunde- und Katzenfutter im Nass- und Trockenbereich her. Insgesamt umfasst unser Produktportfolio schon mehr als 100 eigene Produkte, von Futter über Snacks bis hin zu Supplements die in unserem neuen Shop zu kaufen sind.
Wir bauen eine neue Haustier-Marken Generation auf für Menschen, die leidenschaftliche Tierbesitzer sind.

Wie ist die Idee zu Mauz & Wauz entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee ist tatsächlich zufällig bei einem Gespräch mit einem Tierfachmarktbesitzer beim Gründerpokern in München entstanden. Tags drauf haben wir Mauz & Wauz gegründet, vier Monate später sind wir dann schon live gegangen.
Gegründet habe ich mit meiner besseren Hälfte Betina. Wir sind jetzt schon über 13 Jahre glücklich verheiratet und im Business ergänzen wir uns auch hervorragend. Mit Tobias, unserem Entwickler, bin ich schon seit vielen Jahren eng befreundet. Martin und Dave unterstützen uns im Advisory Board. Dazu haben wir ein gutes Netzwerk, das mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Für uns war das alles tatsächlich Neuland, da wir gar nicht aus dem Bereich kamen. Wir hatten halt schon immer Hund und Katze, mehr gab es nicht. Wir fanden die Idee aber geil. Tatsächlich habe ich zum Start jede Menge Mails an Hersteller auf wer-liefert-was geschrieben und glückliche Zufälle bescherten uns vom ersten Tag an starke Partner für den Tierfachbereich und auch die Logistik, die uns hervorragend unterstützen.
Zum Startzeitpunkt gab es dann auch bereits etablierte Wettbewerber (wusste ich natürlich nicht), die haben wir jedoch bereits mittlerweile alle hinter uns gelassen. Bis auf einen gibt es die nämlich nicht mehr.
Schwierig war und ist es, das Abomodell technisch abzubilden. Wir wollten unbedingt, dass unsere Kunden monatlich gebillt werden. Der Prozess, sich z.B. bei Papypal dafür zu zertifizieren, hat uns alleine schon fast drei Monate Zeit gekostet. Aber das ist nun ein sehr großer Vorteil für uns.
Gestartet sind wir mit 6.000 € Startkapital. (Die Vorgeschichte dazu habe ich schon auf der ein- oder anderen FuckupNight erzählt, interessierte dürfen sich gerne melden ). Damit haben wir die Produktion der ersten Boxen finanziert, die ersten Produkte für die Box eingekauft und eine erste kleine Werbekampagne auf Facebook gestartet.
Ansonsten sind wir bisher aus eigenen Mitteln finanziert, Family &Friends waren bisher die einzigen, die an uns geglaubt haben und wo wir zwei interne Runden durchführten. Leider ist der Bereich eCommerce für VC’s nicht mehr relevant und der Tierbereich auch eine Nische, in dem sich nicht viele auskennen. Jedoch sind die Wachstumsraten hier enorm, gerade mal 15% der 4,2 Mrd. € Gesamtumsatz aus 2015 in Deutschland wurden Online erwirtschaftet. Hier gibt es noch gar nichts disruptives, mit unserer Vision arbeiten wir aber intensiv daran.
Aktiv sprechen wir aber gerade mit Investoren und sind zuversichtlich das diese Potential doch noch erkannt wird. Interessierte dürfen sich auch hier gerne melden

Wer ist die Zielgruppe von Mauz & Wauz?
In erster Linie sind natürlich Hunde- und Katzenbesitzer unsere Zielgruppe. Alleine in Deutschland sind das insgesamt 21 Mio. Tierbesitzer. In den USA über 107 Mio. Aber unsere Boxen eignen sich auch hervorragend zum Verschenken. Für Leute, die schon alles haben, aber vielleicht einen Hund oder eine Katze haben, da ist das wirklich ein tolles Geschenk. Denn die Freude beim Tier überträgt sich automatisch auf den Tierbesitzer. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit sind wir enorm gefragt, denn der richtige Tierliebhaber hat auch ein Geschenk für seine Fellnase unter dem Baum liegen!

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Zutaten für die Boxen?
Seit Anfang an war es uns wichtig, das wir immer Vollprodukte in der Box haben. Keine Pröbchen. Zudem hochwertige Produkte, auch mal abseits vom Mainstream. Es gibt soviel Schönes von kleinen Manufakturen. Gutes Beispiel ist da das Leberwurstpopcorn für den Hund oder die Praline für die Katze. Da wir bei der Bestellung verschiedene Daten zu den Tieren abfragen, achten wir auch auf Allergien. Im Normalfall ist z.B. Futter in der Box immer ohne Getreide und hochwertig.

Was ist in den Boxen?
In den Boxen sind im Normalfall 4 – 6 Produkte. Meistens im Gesamtwert zwischen 30 € und 45 €. Die Produkte sind immer von Monat zu Monat unterschiedlich, von Futter über Snacks, Spielzeug bis zu Zubehör und Pflegeprodukten. In den letzten drei Jahren hatten wir nur zweimal ein gleiches Produkt drin (unser Futter und sehr nützliche Pflegetücher). Daher sind wir auf unser Scouting schon ganz schön stolz, das wir mittlerweile auch in den USA und China betreiben.

Wie ist das bisherige Feedback?
Wir haben zu 99,9% nur positives Feedback zu unseren Boxen. Wir geben uns wirklich viel Mühe, die Boxen mit tollen Produkten zu füllen. Auch im Kundendienst sind wir sehr kulant, wenn mal was nicht passt. Bei uns kann man auch sonntags um 23.00 Uhr anrufen (tatsächlich schon passiert, lach).
Somit sind wir auch stolz, dass wir zur Box des Jahrs 2015 von der Boxenwelt24.de Community gewählt wurden. Also echtes Feedback von Kunden, das wir auch oft per Mail, Messenger und Telefon erhalten.
Einzigartig ist auch, dass unsere Boxen alle personalisiert sind. Auf dem DHL Label steht immer zuerst der Name des Tieres und dann erst die Empfängeradresse. Öffnet der Kunde die Box, steht im Deckel „Die ist die persönliche Überraschungsbox für [sein Tiername]“. Das kommt super an, auch wenn es logistisch natürlich aufwendiger ist. Aber das macht es halt aus, was uns von anderen unterscheidet.

Mauz & Wauz, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben tatsächlich noch einiges vor. Seit ca. zwei Jahren entwickeln wir an unserem eigenen Enterprise Shop System. Damit folgt dann hoffentlich bald der Relaunch von Mauz & Wauz. Dort kann sich unser Kunde u.a. auch eine Wunschbox selber zusammenstellen. Das System ist zudem eine SaaS cloudbasiert Lösung, die wir im B2B Bereich anderen anbieten werden.
Wir bauen zudem unseren Onlineshop und unsere Eigenmarken (Neben Futter dann auch Zubehör, z.B. Spielzeug) weiter aus, werden unsere B2B Sparte forcieren und endlich expandieren. In 2017 werden wir erstmals weitere Länder beliefern können und unser Ziel ist es, bis Ende nächsten Jahres mind. 10.000 Abonnenten pro Monat in der DACH Region zu beliefern.
Ende 2015 haben wir auch bereits in den USA gegründet, unser Office haben wir aktuell an der Wall Str. in New York. Auch dort wird es nach einer längeren Vorbereitungszeit im nächsten Jahr endlich losgehen.
In fünf Jahren wollen wir DER Boxenanbieter im Tierbereich sein und unsere Eigenmarken auch im Markt etabliert haben. Neben den USA ist auch Asien für uns ein mega spannender Markt, auf dem wir in fünf Jahren sicherlich auch zu finden sein werden. Erste Reisen nach Shanghai haben uns diesen Weg bestätigt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Jeder Gründer sollte an seine Idee glauben, auch wenn andere das vielleicht nicht so sehen. Wer für sein Startup brennt, der kann auch überzeugen.
Je schneller man am Markt ist, desto besser. Schick & Schön kann man später immer noch machen. Einfach loslegen und Kunden generieren.
Und wichtig ist auch zu kommunizieren. Sich mit anderen über Ideen unterhalten. In den USA ist das ganz normal, das man sich über seine Ideen austauscht. In Deutschland haben immer noch viele Angst vor Ideenklau. Aber ganz ehrlich, jeder Gründer hat so viele eigene Ideen, dass er wohl kaum seine eigene Idee für eine andere fallen lassen würde.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thomas Poschen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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