Sonntag, September 25, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Mata Origin praktische Kleidung für Babys um ein windelfrei Leben möglichst einfach zu gestalten

Stellen Sie sich und das Startup Mata Origin doch kurz unseren Lesern vor!

Mata Origin bedeutet “ursprüngliche Mutter” und genau darum geht’s bei unserem Startup. Wir wollen Mütter in ihrem natürlichen Sein unterstützen, indem wir praktische Kleidung herstellen, die Babys ein Leben ohne Windeln ermöglichen. In unserer westlichen Gesellschaft glauben wir, Ausscheidungen gehören in die Windel, wie die Butter auf’s Brot. 

Das ist einfach ein Irrtum. Babys haben ganz ursprünglich und von Geburt an den Instinkt, sich selbst und ihr Nest sauber zu halten. Sie wollen also gar nicht in eine Windel machen. Sie wollen von Natur aus viel lieber frei ausscheiden und kommunizieren das auch, wir müssen nur beginnen hin zu sehen! Und natürlich brauchen sie unsere Hilfe, sie können noch nicht alleine aufs Klo gehen. Man kann das Baby über die Toilette halten, über ein Töpfchen oder einen Busch, das nennt man “Abhalten”. Babys nehmen dieses Angebot meist sehr dankbar an und mit geeigneter Kleidung ist das alles sogar leicht und unkompliziert.

Mein Name ist Magdalena Guschlbauer, ich bin die Gründerin von Mata Origin, habe einen Sohn und erwarte bald mein zweites Kind. Mit meinem Sohn haben wir Abhalten von Geburt an gemacht und es war ein wunderschöner Weg für uns

Es war eine unglaublich bereichernde Erfahrung, zu sehen, was für eine Verbundenheit mit meinem Kind möglich ist, wenn wir auch über das Bedürfnis der Ausscheidung kommunizieren. Am Anfang natürlich nonverbal. Ich durfte erleben, wie das ist, wenn man erkennen lernt, wann das Kind mal muss. Man weiß als Mutter ja irgendwann, dass das Kind hungrig oder müde ist, wann es Nähe braucht und, wenn man sich darauf einlässt auch, wenn das Kind mal muss. Diese Kommunikationsfähigkeit hat jede Mutter, jeder Vater und jedes Kind. Dieses Zusammenspiel zu erleben, hat mich motiviert, Mata Origin zu gründen. 

Denn wenn Mütter lernen, mehr auf ihre Intuition zu vertrauen, macht sie das sehr stark! Und Kinder, die in all ihren Bedürfnissen wahrgenommen werden, erleben sich von Beginn an selbstwirksam.

Ich komme ursprünglich aus einem ganz anderen Beruf. Ich bin gelernte Heilmasseurin und hatte über einige Jahre eine eigene Praxis. In meiner Jugend habe ich mehrere Semester Modedesign, später dann Recht und Wirtschaft sowie Pädagogik studiert.

Das Wissen aus diesen drei Studien habe ich zur Unternehmensgründung gut vereinen können. Es hilft mir, die Basics der einzelnen Disziplinen, die für mein Unternehmen relevant sind, zu kennen. Es ist rückblickend auch sehr schön zu sehen, wie sich so anfangs vermeintliche Fehlentscheidungen bezüglich meiner Studienwahl dann doch als genau der richtige Weg für mich herausgestellt haben.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?

Meine wirkliche Motivation ist sehr einfach: Ich wünsche mir, dass immer mehr Eltern diese tiefe Verbundenheit mit ihren neugeborenen Babys und Kleinkindern finden.

Ich denke, das ist mein Beitrag für eine bessere Welt, gesunde Eltern-Kind-Beziehungen zu fördern und Menschen näher zu sich selbst bringen. Ich glaube, man kann auf vielen, vielen Wegen Großes bewirken. Das ist mein Weg und mittlerweile auch der vieler anderer Eltern. 

Was war bei der Gründung von Mata Origin die größte Herausforderung?

Die wirklich größte Herausforderung war immer wieder ich selbst. Ich glaubte immer wieder, ich kann das nicht, ich brauche professionelle Hilfe für dieses Thema, für jenes Thema. Ich brauche jemanden, der den Onlineshop baut, weil ich das ja nicht kann. Oder ich brauche jemanden, der mir hilft, Prototypen zu nähen, weil das kann ich nicht und so weiter. Diesen Gedanken immer wieder zu überwinden und einfach selber zu machen und auszuprobieren und es dann doch zu schaffen. Das war die größte Herausforderung. An mich selber zu glauben, an die Entwicklung zu glauben und an das Unternehmen zu glauben. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Man muss sogar mit einer Idee starten, solange sie noch nicht perfekt ist. Wer wartet, bis alles perfekt ist, startet nie. Ohnehin kann man Perfektion erst erreichen, wenn man aktiv ist und unterwegs lernt. Solange ich alles nur in der Theorie betrachte, werde ich nie herausfinden, was ich noch alles brauche.

Man muss einfach mal losgehen und dann möglichst flexibel adjustieren, schnell reagieren, möglichst schnell Fehler verbessern, möglichst unkompliziert und unbürokratisch fahren. Unperfektion sollte man einfach als gegeben annehmen, vielleicht sogar als Chance sehen. Das ist etwas ganz Positives und ich glaube, das ist total wichtig, wenn man ein Unternehmen gründet.

Welche Vision steckt hinter Mata Origin?

Die Vision hinter Mata Origin ist echte Verbundenheit in der Welt. Wir wollen Mütter auf ihrem Weg unterstützen, innige und gesunde Beziehungen mit ihren Babys, ihren Mitmenschen, sich selbst und der Natur zu führen. Wir sehen uns als Pioniere der natürlichen Mutterschaft und wollen unsere Gesellschaft mitgestalten.

Das Kind wird durch die Mutter geboren, und genauso die Mutter durch das Kind. Wir wollen neue Wege aufzeigen, wie dieser Prozess des Mutter-werdens aussehen kann, wie es gelingt, als Mama in die volle Kraft zu kommen und wie sich die Babys dabei von Anfang an „gesehen“ fühlen.

Wer ist die Zielgruppe von Mata Origin?

Unsere Zielgruppe sind Eltern, die sich für natürliche Elternschaft interessieren. Eltern, die Lust haben, in die tiefe Kommunikation und Verbundenheit mit ihren Kindern zu kommen, die Freude daran haben, die natürlichen Instinkte ihres Kindes wahrzunehmen und die eine Tonne Windelmüll pro Kind sowie viel Energie und Geld sparen wollen.

Was ist das Besondere and en Produkten ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt mehrere Punkte, die bei Mata Origin besonders sind und uns von anderen Anbietern unterscheiden. Als erstes natürlich die Funktion und Praktikabilität unserer Produkte, um ein windelfrei Leben möglichst einfach zu gestalten. Die Produkte, die ich vor meiner Gründung für meinen Sohn auf dem Markt gefunden habe, fand ich alle zu unpraktisch.

Das war der Anstoß für mich etwas Neues zu entwickeln, damit Abhalten in jeder Lebenslage einfach und angenehm möglich ist, ohne dass ich ständig überlegen muss, welche Hose und was für eine Windel ziehe ich wann, zu welcher Gelegenheit an. Das ist bei Mata Origin viel durchdachter. Unsere Kleidung ist simpel und einfach zu handhaben. Zusätzlich entwerfen wir zeitlos schöne, minimalistische Kleidung, die unauffällig ist. Eltern sollen einfach selbst entscheiden können, mit wem sie über ihre natürliche Lebensweise sprechen wollen, und nicht gezwungener Weise immer gefragt werden, was das Kind da anhat.

Mata Origin, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mein persönlicher Weg führt mich gerade dahin, erneut Mutter zu werden, und dieser Weg wird auch für die Entwicklung von Mata Origin interessant sein. Ich möchte gerne meine eigenen Erfahrungen nutzen, um weiter eine starke Community aufzubauen. Denn der Umgang mit unseren Kindern ist eine Frage unserer Kultur und Abhalten ist noch etwas ganz Neues, das wir nicht von unseren Eltern gelernt haben. 

Meistens sind die Mamas, die sich dafür entscheiden, erstmal die Einzigen an ihrem Ort. Wenn wir uns vernetzen, wächst diese Gemeinschaft und umso mehr wir miteinander und voneinander lernen können, wie einfach und wunderschön diese Natürlichkeit ist, und wie man es am besten umsetzt, umso mehr Eltern werden ihre Kinder windelfrei aufwachsen lassen.

Ich sehe einen ganz großen Informationsbedarf. Wie geht Abhalten? Geht es überhaupt? Die Menschen tragen jede Menge Zweifel in sich, auch weil das Thema Ausscheidung in unserer Gesellschaft so schambehaftet ist. Deshalb braucht es einfach ganz, ganz viel Aufklärungsarbeit und da sehe ich meinen Weg. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Mein erster Tipp: Hör auf dein Herz! Wenn du das Gefühl hast, es gibt etwas, das du auf der Welt beitragen kannst, dann tue es und lass Dich nicht verunsichern. Egal von wo du herkommst, was du bisher gekonnt hast und gelernt hast. Das ist alles deine Vergangenheit, aber deine Zukunft bestimmst du ganz selbst und du kannst alles machen, wenn du es möchtest. 

Mein zweiter Tipp: Such dir Menschen, die dich unterstützen. Menschen, die vielleicht Experten sind und mit denen du dich austauschen kannst. Man muss nicht sofort jemanden für etwas engagieren. Manchmal reicht es schon, wenn man jemandem ein paar Fragen stellen kann. Es tut gut, sich zu vernetzen und sich auch gleichgesinnte Menschen zu suchen, die vielleicht auch gerade Unternehmen gründen oder die in der gleichen Sparte tätig sind.

Mein dritter Tipp ist: Lass dich nicht unterkriegen. Vor allem nicht von dir selbst. Ich habe das Gefühl, gerade als Frau hat man, trotz aller Emanzipation, einfach ein anderes Standing als ein Mann, wenn man ein Unternehmen gründet. Ich werde zum Beispiel immer gefragt, wie ich als Unternehmerin das denn mit Haushalt und Kindern mache. Männer, die gerade ein Unternehmen gründen, werden das wohl weniger gefragt. 

Ich stelle mir diese Frage auch selbst manchmal. Ich habe ein Kind, bald zwei und es ist nicht immer einfach, Mata Origin zu führen, aber es ist längst an der Zeit, dieses Rollenbild aufzubrechen und die Väter genauso mit in die Verantwortung zu nehmen.

Wenn man als Frau ein Unternehmen gründet, dann wird es früher oder später in der Familie so sein müssen, dass beide Elternteile gemeinsam für alles verantwortlich sind, für den Haushalt, für die Kinder, für ihre Arbeit. Das ist ein Weg, der nicht immer ganz einfach ist, weil er noch wenig beschritten ist. In unserer Elterngeneration war das noch überhaupt nicht üblich und wir sind die Vorreiterinnen unserer Zeit. Das dürfen wir ruhig anerkennen, dass das so ist und dass es nicht immer einfach ist und dass es etwas Wunderschönes ist, wenn wir den Grundstein legen für unsere Töchter, die da schon in ein ganz anderes Gesellschaftsbild hineingeboren werden.

Wir bedanken uns bei Magdalena Guschlbauer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up:

Kontakt:

Mata Origin GmbH
Am Dorfplatz 31
5423 St. Koloman
Österreich

www.mata-origin.com
kontakt@mata-origin.com

Ansprechpartner: Magdalena Guschlbauer

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