Glaubt an euch, eure Idee, geht euren Weg, aber macht nicht alles alleine!

Maria Azzarone: Erfolgreich mit Emotionen Produkte verkaufen

Stellen Sie sich und Ihr Startup-Unternehmen Maria Azzarone doch kurz unseren Lesern vor!
Viele Freunde fragen mich, mit was ich mein eigenes Geld verdiene. Denen erkläre ich, dass ich Unternehmen helfe, mit Emotionen Produkte zu verkaufen und dass ich Unternehmen unterstütze, für ihre Produkte die geeigneten Handelspartner und -formen zu finden.

Es gibt in allen Bereichen absolut vergleichbare Produkte. Aber warum gelingt es Unternehmen, dass wir das eine Produkt kaufen oder gar bereit sind, mehr dafür zu bezahlen als für andere? Welche Sinne müssen angesprochen werden, welche Geschichte muss erzählt werden, welche Emotionen werden geweckt. Das ist meine Leidenschaft, mein Know-how und das ist mein Geschäftsmodell.

Schon als Kind habe ich es geliebt mit meinen Eltern auf die Märkte in Italien zu gehen, zu beobachten, wie es den Händlern gelingt, die Kunden für ihr Produkt zu begeistern, obwohl am nächsten Stand das gleiche Produkt zum gleichen Preis angeboten wird. Da habe ich schon gemerkt, dass nur Emotionen Produkte und Menschen verbinden können.

Warum haben Sie sich entschlossen, ein Unternehmen zu gründen?
Ich habe zehn Jahr in verschiedenen Funktionen im Handel gearbeitet und dabei erlebt, wie wenig Leidenschaft Hersteller und auch Händler in ihre Produkte investieren. Ich habe aber auch erlebt, dass es wenigen Herstellern und Händlern gelingt, mit Produkten Emotionen zu wecken, mehr und zu einem höheren Preis zu verkaufen. Für mich ist ein Produkt nur dann ein gutes, wenn es mich berührt und eine Geschichte erzählen kann. Und diese Geschichten sind so vielfältig und einzigartig wie wir Menschen auch.
Ich habe entdeckt, welches Potenzial darin steckt und dass es mir mit meiner Leidenschaft sehr gut gelingt, Menschen für tolle Produkte zu begeistern. Es gibt tolle Produkte, die aber noch keiner kauft. Wie kann ich die Einzigartigkeit so positionieren, dass uns das Produkt berührt und wir diese gerne kaufen. Das war und ist die Motivation für mich.

Was war bei der Gründung Ihres Unternehmens die größte Herausforderung?
Es gab nicht die größte Herausforderung, sondern es war die Herausforderung, so vieles in so kurzer Zeit zu entscheiden. Vor allem, das Wichtige von dem Unwichtigen zu unterscheiden.
Arbeite ich von zu Hause, miete ich ein Büro? Welche Rechtsform wähle ich? Wie versichere ich mich? Ich habe mir deshalb bei einem Existenzgründungsberater professionelle Unterstützung geholt, der mich mit einem Team von Experten beraten hat, die mich weiterhin auf meinen Weg begleiten. Ja, das kostet Geld, aber die Qualität der Beratung und die praktische Unterstützung ist es mir wert.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten ich schaffe das nicht?
Ja, natürlich und das nicht nur einmal.Es gab und gibt immer wieder Situationen, in denen ich mich frage, bin ich auf dem richtigen Weg? Das gehört aber auch dazu, selbständig zu sein. Ich kann Entscheidungen nicht aussitzen, sondern muss handeln. Anfangs habe ich das als Druck empfunden, mittlerweile kann ich damit gut umgehen, da ich mit jeder Entscheidung, die ich treffe, sicherer in meiner Entscheidungsfindung werde. Rückblickend kann ich sagen, dass ich die meisten Entscheidungen richtig getroffen habe.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Mein Unternehmen hat sich bis jetzt sehr positiv entwickelt. Ja, sogar etwas besser als ich mir es selbst erhofft habe. Toll ist es, dass ich nicht nur im Südwesten Kunden gewonnen habe, sondern auch in Hamburg. Ich investiere viel Zeit, Energie und Geld, werde dafür aber auch belohnt. Wer sät, der erntet auch.

Wer ist die Zielgruppe von Maria Azzarone
Es sind junge, aber auch etablierte Unternehmen, die ein Produkt planen oder bereits entwickelt haben, davon natürlich überzeugt sind, aber nicht wissen, wie und wo dieses zu platzieren, zu verkaufen ist. Ich gebe meine Erfahrung weiter, mache Kontakte, stoße Türen auf. Es sind aber auch Unternehmen, für die ich Inspirationsquelle und Ideengeberin bin, um ein Produkt emotional aufzuladen.

Welchen Service bieten Sie an?
Wir mit mir zusammen arbeitet, bekommt nicht nur Ideen und Kontakte geliefert. Ich arbeite mit einem Netzwerk an der Umsetzung: Kommunikations-, Design- und Vertriebsexperten, Verkaufstrainer.

Wie ist das Feedback?
Ich bin ein emotionaler Mensch, bringe meine Persönlichkeit ein, deshalb ist Feedback für mich sehr, sehr wichtig – neben dem Honorar. Zumeist ist es sehr positiv und häufig sehr persönlich. Klar, das freut mich.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ich möchte mein Netzwerk vergrößern, Synergien mit Partnern schaffen, mit einem tollen Team und Mitarbeitern zusammenarbeiten, die meine Leidenschaft teilen. Ich freue mich auf spannende Kunden und Projekte – gerne auch in Österreich, der Schweiz und Italien.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Sucht euch Experten, denen ihr vertrauen könnt. Investiert Zeit in Menschen, die euch inspirieren, und fragt, wie sie es geschafft haben. Glaubt an euch, eure Idee, geht euren Weg, aber macht nicht alles alleine.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Maria Azzarone für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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