Aus Leidenschaft gründen

Maison Baum: High Heels bequem und elegant

Stellen Sie sich und das Startup Maison Baum doch kurz unseren Lesern vor!

Wer schön sein will, muss NICHT leiden“ ist die Maxime von Maison Baum. Wir sind Spezialisten für wirklich (er)tragbare High Heels. Als absolute Neuheit vereinen unsere Heels französisches Design und Eleganz mit deutscher Technologie und Know How.

Wie ist die Idee zu Maison Baum entstanden?

Schon als meine Schwester und ich ins Ausgehalter kamen, habe ich gesehen, wie Frauen unter High Heels leiden. In meinem ersten Job in der Bank war es das gleiche. Meinen Vater, der ein erfahrener Orthopäde ist, habe ich gefragt, warum es keine bequemen hohen Schuhe gibt. Er hat mir dann von den Folgeschäden falsch belastender Schuhe auf die Kniegelenke, die Hüfte und sogar die Wirbelsäule berichtet. Geschädigte Füße gehören für ihn zum Alltag. Ich wollte den Frauen helfen und die Idee ‚gemütlicher’ High Heels war geboren.

Welche Vision steckt hinter Maison Baum?

Unsere Vision ist es, dass jede Frau, die sich dafür entscheidet, High Heels zu tragen, darunter nicht leidet. Egal ob sie in einem Büro arbeitet oder während der Freizeit Absätze tragen möchte, unsere Schuhe  begleiten sie.  Egal ob 3,5,,7, 10 oder 12cm Absatz. Wir möchten den Frauen mit unseren Schuhen helfen, das Leben rund um die Uhr mit Stil zu genießen und dabei das Gefühl zu haben, wie auf Wolken zu gehen. Dazu gehören auch weitere Design, Technik- und Materialinnovationen, die wir in der Pipeline haben.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die bisher größte Herausforderung war es, trotz der vielen Herausforderungen und kritischen Stimmen („es gibt keinen Platz für neue Schuhmarken und für High Heels erst recht nicht. Frauen kaufen nur bekannte Marken!“) an der Vision festzuhalten. Die ersten zwei Jahre lang gab es viele fertigungstechnische Hürden bei der Umsetzung der Prototypen weil die Schuhfirmen alle wie ‚schon immer’ produzieren und unser Innenleben viel aufwändiger und komplizierter ist. Manche Schuhfabriken konnten unsere anspruchsvolle Fertigung nicht umsetzen und mit jedem neuen Hersteller fing man quasi wieder bei null an. Es war ein langwieriger Prozess einen Partner zu finden der die Schuhe mit unserem hohen Qualitätsstandard realisieren konnte. Mein Kapital war bald aufgebraucht und ohne Investoren im Rücken hätten wir es nicht geschafft.

Um das Projekt zu finanzieren, hatte ich das Auto vom Erbe meiner Großmutter verkauft und nebenher in einem Kaufhaus als Schuhverkäufer gearbeitet. In dieser Zeit konnte ich mir kein eigenes Zimmer leisten und habe bei einem Freund auf einer Matratze geschlafen. Geholfen hat mir das Startkapital von Freunden und Familie, ohne das ich die teuren Werkzeugkosten für unsere Fußbetten nie hätte finanzieren können. Seit letztem Sommer haben wir mit Dr. Cornelius Börsch und Ralf Wenzel zwei erfahrene Investoren an Bord, die tolle Arbeit leisten und uns bei der Realisierung unserer Idee unterstützen.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?

Die Vorbestellungen aus dem Crowdfunding erlauben es uns, das nötige Kapital aufzubringen, um eine erste Kollektion zu produzieren. Da jedes zu produzierende Paar durch die Vorbestellung quasi schon verkauft ist, wird das Risiko für uns kleiner, die Modelle in falschen Größen oder Farben herzustellen. Die Frauen, die vorbestellen helfen uns dabei, „den Frauen“ zu helfen. Es ist also der ideale Weg, um mit der Hilfe unserer Kundinnen unser Geschäft zu starten und gleichzeitig unseren Proof of Market zu leisten. Durch den Online-Verkauf ermöglicht uns das Crowdfunding zudem den direkten Kontakt mit unseren Kundinnen, was uns sehr wichtig ist, da es ja letztlich um die Frauen geht.

Wichtig ist, dass sich eine Frau, die uns bei der Kampagne unterstützen möchte, nicht schon bei der Online- Bestellung für eine Größe, Farbe und Absatzhöhe (7 oder 10cm) zu entscheiden braucht. Das alles kann sie bequem und in Ruhe machen, wenn wir mit ihr Kontakt aufnehmen. Zunächst entscheidet sie NUR, wie viele unserer Schuhe sie und/oder ihre Freundinnen möchte.

Wo sehen Sie die Vorteile für sich?

Immer mehr Menschen achten auf Ihre Gesundheit, wollen aber dennoch nicht auf Lifestyle verzichten. So sehen bspw. 96% der Frauen Tragekomfort als das Nummer Eins Kaufkriterium bei Schuhen. Da wir eleganten Stil mit angenehmem Tragegefühl verbinden, spielt uns dieser Trend direkt in die Hände. Zudem achten gerade modernere Menschen immer mehr auf die Herkunft ihrer Kleidung und suchen nach authentischen, jungen und verantwortungsbewussten Marken. Maison Baum arbeitet zu 100% mit ausgesuchten europäischen Familienunternehmen zusammen und verknüpft Mode mit möglichst nachhaltiger Herstellung und langanhaltender Produktqualität. Ich bin mir sicher, dass das viele aufgeklärte Frauen zu schätzen wissen.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?

Mit der erfolgreichen Finanzierung werden wir die Produktion unserer (7cm) Fußbetten finanzieren und in den Ausbau unserer Kollektion investieren.

Wer ist die Zielgruppe von Maison Baum?

Zielgruppe sind erfolgreiche Frauen, die den Look UND die Bequemlichkeit wollen. Viele von ihnen haben sich an den Komfort von Sneakern gewöhnt oder kennen nichts anderes, möchten für gewisse Anlässe oder zur Arbeit aber trotzdem Absatzschuhe tragen. Es geht nicht primär darum, eine möglichst teure Marke an den Füßen zu tragen, sondern gut auszusehen und sich dabei wohl zu fühlen. Letztendlich sind Gang und Haltung entscheidender für den Gesamteindruck als die teuersten Schuhe mit denen „Frau“ nicht laufen kann.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

In unseren High Heels fühlt man sich wohl. Auch nach mehreren Stunden und egal wo die Reise hingeht.

Kern unserer Schuhe ist das zum Patent angemeldete orthopädische Fußbett, das die Fußballen im Vergleich zu anderen High Heels um ca. 40% entlastet. Die kleinen anatomischen Erhöhungen darin wirken wie Stützkissen und halten den Fuß oben.

Bei Schuhen ist es aber wie mit Autos, ein starker Motor reicht nicht aus, um einen tollen Wagen zu bauen. Unser gesamter Schuh ist deshalb um das Fußbett herum entwickelt und bietet eine einzigartige Kombination aus weichem Leder, Passform, Stabilität und Fußbett. Die langjährige Entwicklung hat sich gelohnt – das Ergebnis hat es nicht nur in sich, sondern sieht auch wunderschön aus.

Maison Baum, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 5 Jahren sind wir zur etablierten Schuhmarke geworden und eine Referenz für Stil, Komfort und Innovation im Schuhbereich. Ich würde mich besonders freuen, meinen Schuh an der Berlinale zu sehen. Und vor allem: An möglichst vielen zufriedenen Kundinnen.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Es ist sicher ganz wichtig, nur in einem Bereich zu gründen, für den man eine absolute Leidenschaft hat und sich zumindest mit ganzem Herzen dafür begeistern kann. Der Weg ist weit, die Arbeit und der Verzicht groß. Doch die vielen Rückschläge und Zweifel hält man nicht aus, wenn man nicht wirklich für die Idee brennt. Zudem kann ich es nur jedem empfehlen, sich von Anfang an eine/n erfahrenen und komplementären Mitgründer/in zu suchen. Die Kombination aus einer „Startup-typischen“ frischen Herangehensweise und Branchenerfahrung mit Kontakten kann die Entwicklung der Firma stark beschleunigen und zu zweit trägt sich die Belastung leichter – und vor allem freut man sich gemeinsam über den Erfolg.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christof Baum für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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