maglassX :silwy Magnetglas-Das Geheimnis steckt im Boden

Silke Wagner und Christoph Fritz stellen Ihre Unternehmen maglassX mit Ihrer Erfindung silwy in der Reportage Vom Spinner zum Gewinner vor

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen maglassX doch kurz vor!
Wir sind ein junges StartUp aus dem Landkreis Freyung-Grafenau, im Herzen des Bayerischen Waldes. Unser Unternehmen ist auf zwei Köpfe aufgeteilt: Silke Wagner (37) ist die Erfinderin von silwy, kümmert sich um Messen, die Logistik und das Patentwesen. Christoph Fritz (27) ist seit Geburtsstunde mit dabei und seither zusammen mit Silke Wagner Miteigentümer und Geschäftsführer der maglassX GmbH, welche im April 2014 gegründet wurde. Er kümmert sich um das Marketing, den Vertrieb und die Finanzen. Unser Team glaubt an die Idee, weltweit ein bestehendes Problem ganz simple lösen zu können.

Wie ist die Idee zu maglassX entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir sind selber Camper aus Leidenschaft. Mehrmals im Jahr sind wir mit unserem Wohnmobil unterwegs. Bereits nach der ersten Kurvenfahrt fielen unsere Gläser in der Wohnmobil-Vitrine umher. Während der Fahrt klapperten und schepperten die Gläser – bei sechs bis acht Stunden Fahrt war dies eine sehr nervige Geräuschkulisse. Da hatten wir die Idee: Mit Magneten die Gläser zu fixieren. Mit unserem silwy-System lösen wir nun diese lästigen Probleme vollumfänglich.

Nachdem die Idee auf der Hand lag war uns klar, schnellstmöglich einen Patentanwalt aufzusuchen und diese simple Erfindung schützen zu lassen. Nach unzähligen juristischen Aktivitäten gründeten wir die GmbH und kümmerten uns fortan um die Finanzierung, die Produktentwicklung und die Vermarktung.

Silke Wagner, die ein Wohnheim für behinderte Menschen betreibt, kam gleich nach der Geburtsstunde zu Christoph Fritz, der zugleich Geschäftsführer eines renommierten Büros für Gestaltung und Kommunikation mit dem Namen Freunde der guten Idee aus Freyung ist, und diskutierte mit ihm die nächsten sinnvollen Schritte. Schnell war klar, dass der Weg nur gemeinsam zu schaffen ist. So beteiligte sich dessen Büro und er selbst an der neugegründeten GmbH. Der sehr erfolgreiche und wichtige Schulterschluss war wie sich heute zeigt die perfekte Entscheidung. Jeder hat seine Schwerpunkte, jeder hat seine Aufgabe, jeder macht das, was er am besten kann.

Silke Wagner und Christoph Fritz, Geschäftsführer der maglassXVon der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung liegt ganz klar bei der technischen Umsetzbarkeit im Hinblick auf die Gläserproduktion. Noch nie wurde versucht, einen Magneten während des Spritzgussvorgangs in den Glasboden zu integrieren, ohne dass dieser bei einer Temperatur von knapp 300 Grad seine Haftkraft verliert. Erst nach diversen Versuchen war klar, dass diese Technologie in einem Arbeitsschritt nicht realisierbar ist. Deshalb mussten zwei Werkzeuge angefertigt werden – die Gläserproduktion läuft nun in zwei Schritten. Zuerst wird das eigentliche Trinkglas mit einer Magnetaussparung gefertigt. Im zweiten Arbeitsgang wird der Magnet eingelegt und auf Wunsch mit Farbe umspritzt. Außerdem musste der sensible Bereich der Lebensmittelechtheit in den Fokus gestellt werden.

Damit unsere Magnetgläser auch halten, muss ein metallischer Gegenpol vorhanden sein. Dies haben wir durch eine Sandwichbauweise anhand eines flexiblen, metallischen Anti-Rutsch-Untersetzers gelöst. Die jeweiligen dafür benötigten Komponenten mussten entwickelt und ein Partner für die Serienfertigung gefunden werden.
Neben den technischen Problemen ist es bei uns der Faktor Zeit. Wir haben beide bereits ein Unternehmen aufgebaut und arbeiten nebenher an unserer Erfindung. Das „nebenher“ wurde aber mittlerweile zu „permanent“. Nur mit der riesigen Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen und unserer Familie ist dieser große Aufwand zu bewältigen.
Wir finanzieren unsere Geschäfte sowohl mit Eigenkapital, Fördergelder und Bankdarlehen. Unsere Hausbank steht seit dem ersten Gespräch hinter uns – sie glauben genau wie wir an unsere Idee und unterstützen uns wo es nur irgendwie geht.

Wann wird die Markteinführung stattfinden?
Unsere Innovation haben wir zum ersten Mal auf dem Caravan Salon Düsseldorf Ende August 2015 vorgestellt. Seither ist viel passiert. Wir waren im Oktober auch noch auf der gleichnamigen Messe in Österreich und besuchten auf deren Einladung diverse Großhändler der Branche – zudem eine Händlermesse im Dezember in Friedrichshafen am Bodensee.
Wir sind viel im Netz unterwegs, betreiben unseren eigenen Onlineshop und versuchen viele Magazine, Zeitungen und Journalisten auf unsere Erfindung aufmerksam zu machen. Das klappt sehr gut – wir sind mit dem bisherigen Verlauf mehr als zufrieden.

Wo wird es das Produkt zu kaufen geben?
Silwy Produkte gibt es sowohl in unzähligen Ladengeschäften und Stores als auch auf allen möglichen Onlineportalen zu kaufen. Unser Vertriebsnetz erweitert sich tagtäglich. 2016 wird unser wichtigstes Jahr. Wir arbeiten derzeit an einer gesamten silwy Kollektion. Unsere Kunden fragen ständig nach weiteren Produkten – das freut uns natürlich sehr.
Ende Januar sind wir auf der Boot in Düsseldorf – im Februar auf der f.re.e in München. Hier versprechen wir uns die gleichen positiven Reaktionen wie auch in der Caravan- und Campingbranche.

Wer ist die Zielgruppe?
Unsere Idee ist sehr simple – aber trotzdem genial. Zukünftig wird vielen Campern, Boots- und Yachtbesitzern der Urlaub merklich verschönert, da unsere Lösung ein Alltagsproblem gänzlich eliminiert. Zufriedene, von der Idee begeisterte Kunden zu sehen ist für uns ein wahninnig schönes und ermutigendes Gefühl.
Gerade sind wir dabei, auch die Luftfahrtbranche und die Bahn über unsere Erfindung zu informieren. Zudem sehen wir silwy auch ganz stark in diversen Pflegeeinrichtungen. Gerade ältere Menschen haben oft das Problem, zum Beispiel Trinkgläser durch eine unkontrollierte Bewegung umzustoßen – silwy bietet hier große Vorteile: Unsere Gläser werden durch den Magneten fixiert, können nicht brechen und die Flüssigkeit kann durch die passenden, brandneuen silwy Deckel auch nicht verschüttet werden. Auch da sind wir bereits mit diversen Partnern im Gespräch.
Unsere Zielgruppen sehen wir also sowohl im B to B als auch im B to C Market.

maglassX ist eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Doku „Vom Spinner zum Gewinner„ geschafft hat. Wie motivierend ist das und welche Erwartungen haben Sie?
Bei diesem neuen Senderformat dabei zu sein ist für uns mehr als genial. Wir haben sehr gehofft, dass wir ausgewählt und danach vom Team begleitet werden. Es war für uns die erste Erfahrung die wir vor laufender Kamera gemacht haben. Es war anstrengend und schön zugleich.
Unsere Erwartungen an die Ausstrahlung können wir aktuell nicht beschreiben – diese Sendung wird sicher ein großes Publikum zu sehen bekommen. Was am nächsten Tag passiert – wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass wir an unsere Idee ganz fest glauben und wir bis dato auf allen Messen nur ein superpositives Feedback erhalten haben.
Wir sind gespannt und hoffen auf viele Bestellungen und gute Kontakte.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Reportage viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Es ist sicher schon etwas komisch, wenn man sich zum ersten Mal im Fernsehen sieht – und das auch noch zur besten Sendezeit. Wir hoffen natürlich sehr, dass unsere Idee auch das Senderpublikum überzeugt und viel positives Feedback kommt. Diesen Tag – wir sind ja am 26. Januar 2016 dabei – sehen wir als einen der entscheidendsten Tage an seitdem wir unser Unternehmen gegründet haben.

Schon jetzt interessieren sich viele Magazine, Verlage und Redaktionen für uns. Das ist wirklich ein sehr schönes Gefühl und zugleich eine Bestätigung für unsere harte Arbeit.

maglassX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben Großes vor. Unsere Zielgruppen sehen wir international in diversen Branchen. Unser Prinzip ist so einfach – aber trotzdem genial. Jeder kann unsere Idee sofort begreifen. Wir werden weltweit ein bestehendes Problem lösen. Vorher gab es die Schreibmaschine, jetzt gibt es digitale Lösungen von denen damals noch keiner eine Ahnung hatte. Warum sollen künftig in Flugzeugen, Zügen, Schiffen, Booten oder Yachten noch herkömmliche Gläser stehen – wenn es silwy gibt.
Spätestens in fünf Jahres ist silwy international bekannt. Unsere Produkte sind dann nicht mehr wegzudenken.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Mit offenen Augen durch den Alltag gehen. Bestehende Probleme nicht einfach hinnehmen sondern permanent kreative Lösungsansätze suchen. Die perfekte Idee kommt spontan. Danach an die Idee glauben, sich professionell aufstellen und tagtäglich mit Energie, Begeisterung und Herzblut die Sache vorantreiben. Erfolg sehen wir dabei als die beste Motivation an. Mit coolen, einfachen, simplen Ideen kann man sich seinen eigenen Markt schaffen. Jeder versteht unsere Lösung, jeder ist auf Anhieb von unserer Idee angetan. Bei unserer Idee sprechen wir auch von keinen Nischen, sondern einer flächendeckenden Erfindung, die weltweit bei den unterschiedlichsten Zielgruppen für große Aufmerksamkeit sorgt.

Bild: Silke Wagner und Christoph Fritz, Geschäftsführer der maglassX GmbH Foto maglassX GmbH

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Wir bedanken uns bei Silke Wagner und Christoph Fritz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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