Hört nie auf, zu experimentieren, vor allem, wenn es schlecht läuft.

Luudoo individuelle Spiele: Kunden können Spielkarten, Spielbretter ect mit eigenen Texten und Bildern versehen

Stellen Sie sich und das Startup Luudoo kurz unseren Lesern vor!
Luudoo stellt individuell hergestellte Geschenkversionen bekannter Brett- und Kartenspiele her. Unsere Kunden können z. B. bei einem „Quartett“, „Backgammon“ oder „Carcassonne“ die Spielkarten, Spielbretter, Spielfiguren etc. auf unserer Webseite mit eigenen Texten und Bildern versehen.

Luudoo druckt dieses Spiel als Unikat und sendet es dem Kunden zu.

Da Luudoo nicht, wie die meisten anderen Anbieter, Spiele nur im Nebengeschäft herstellt, und dementsprechend spezialisierte Software und eine breite Auswahl an hochwertigen Spielbestandteilen zur Personalisierung anbietet, können wir auch immer mehr lizenzierte Titel wie z. B. „Carcassonne“, „UNO“ und „Ohne Furcht & Adel“ in unser Programm mit aufnehmen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Ich habe aufgrund eigener Erfahrungen mit ähnlichen Produkten und der Spielecomunity in Deutschland eine klare Marktlücke für dieses Produkt gesehen.

Die Gründung von Luudoo war der logische Weg, diese Lücke zu schließen.

Welche Vision steckt hinter Luudoo?
Ich spiele gerne, und ich verabscheue Verlegenheitsgeschenke. Darüber hinaus würde ich aber gerne einen Beitrag zur deutschen Spielkultur leisten, nicht nur, indem wir alte, klassische Titel wieder modern machen, sondern auch langfristig über die Etablierung von neuen Spielen, die die Personalisierung bereits im Spielprinzip selbst berücksichtigen. Und schließlich bieten unsere immer größeren Möglichkeiten auf der Produktionsseite eine Chance, Spieletitel on demand zu produzieren, und damit auch kleinen Ideen eine Chance zu geben, eine Verkaufsplattform zu finden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unsere größte Hierausforderung ist es, in den Köpfen unserer Kunden die Wahrnehmung zu etablieren, dass man Spiele nicht mehr nur „von der Stange“ kaufen kann. Den Fotokalender kennt jeder, das Fotospiel leider nicht. Dass macht es uns sehr schwierig, unsere Kunden gezielt anzusprechen.

Da Luudoo einen Nischenmarkt anspricht, kamen für unsere Finanzierung immer nur kleinere Töpfe in Frage, weswegen wir auf eine breite Mischung aus Crowdinvestment, stattlicher Förderung (EXIST-Programm), Erspartem, Angel Investment und Bootstrapping gesetzt haben.

Wer ist die Zielgruppe von Luudoo?
Jeder, der nach einem Geschenk sucht. Insbesondere natürlich die, die gerne spielen, aber auch diejenigen, die jemanden beschenken müssen, „der schon alles hat“:

Unsere Produkte ersetzen eigentlich immer bereits existierende Spiele, die von Eltern, Großeltern oder Freunden regelmäßig gespielt werden.

Welche Spiele kann man personalisieren?
Wir bieten bereits über 20 Spiele an. Hier nur eine kleine Auswahl unsere wichtigsten Titel:
UNO, Quartette, Memos, Ärgern verboten!, Rommé/Poker/Skat/Schafkopf, Backgammon, Puzzle, Zauberwürfel, Ohne Furcht und Adel, Werwölfe und viele mehr.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist hervorragend, weswegen wir auch nach einigen Anfangsschwierigkeiten in den ersten drei Geschäftsjahren nicht aufgegeben haben. Diese Zähigkeit wurde dann in den zurückliegenden drei Jahren mit Wachstumsraten von über 50% belohnt.

Luudoo wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren gibt es keinen bekannten Titel mehr, den Luudoo nicht zur Personalisierung anbietet. Und das nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest Europas und den USA.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Hört nie auf, zu experimentieren, vor allem, wenn es schlecht läuft.
Vertraut den Zahlen mindestens genauso so sehr wie euren Instinkten.
Macht euch in den ersten Jahren nicht kaputt, dann habt ihr einen längeren Atem, falls das nötig wird.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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