Freitag, Juli 30, 2021

Der Erfolg fängt beim Aufstehen an

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Lupiter Whitelabel-Lösung für Baustoffhändler und -hersteller

Stellen Sie sich und das Startup Lupiter doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Giuseppe Ruffo. Ursprünglich habe ich mal eine Ausbildung zum Kfz.-Mechaniker gemacht und auch einige Zeit in dem Beruf gearbeitet, bevor ich nach der Meisterschule Wirtschaftsingenieurwesen studiert habe. Anschließend war ich als Führungskraft  in der Automobilindustrie und Logistikbranche tätig, bevor ich 2019 gemeinsam mit Evgenij Shyshkin Lupiter in Düsseldorf gegründet habe.

Gestartet ist Lupiter als chatbasierte App, über die Profi-Handwerker in der Baubranche ihr Materialbeschaffung abwickeln können. Inzwischen bieten wir unsere Technologie vor allem Baustoffherstellern und -händlern an, die so unkompliziert in den digitalen Direktvertrieb starten können. Generell bietet die Baubranche uns enormes Potenzial, da der Digitalisierungsgrad noch vergleichsweise gering ist. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

In meiner Zeit als angestellter Handwerker habe ich selbst mitbekommen, wie meinen Chefs unter dem Strich zu wenig Ertrag übrig blieb. Die Auftragsbücher waren zwar voll, aber administrative Aufgaben, insbesondere die Materialbestellung, haben immer extrem viel Arbeitszeit in Anspruch genommen. Selbst während meines Studiums zum Wirtschaftsingenieur sowie in meinen Jahren als angestellte Führungskraft in der Industrie ging mir diese Thematik nicht aus dem Kopf. 

Gemeinsam mit Evgenij Shyshkin habe ich schließlich Lupiter gegründet. Unser Ziel ist es, die Effektivität der Industrie ins Handwerk zu bringen. Das Ergebnis ist nun ein einfaches und flexibel einsetzbares System, mit dem wir die digitale Transformation des Baustoffhandels mitgestalten. 

Welche Vision steckt hinter Lupiter?

Die ursprüngliche Vision bei der Gründung von Lupiter war es, die Kommunikation von Handwerksbetrieben endlich digital abzubilden. Unser besonderes Augenmerk lag dabei auf der Beschaffung des Materials. Wie schon gesagt, habe ich als angestellter Handwerker mitbekommen, wie viel Zeit die Bestellung von Ware in Anspruch nimmt. Zudem passieren bei Telefonbestellungen immer wieder Fehler, die am Ende für alle beteiligten ärgerlich sind – und letztendlich Geld kosten. 

Mittlerweile bieten wir Lupiter aber auch als Whitelabel-Lösung für Baustoffhändler und -hersteller an. Sie bekommen unsere Technologie zur Verfügung gestellt, können die App aber in ihrem eigenen Corporate Design gestalten. Mit der eigenen App können Baustoffhändler und -hersteller ihren Kunden so ein digitales Angebot bieten, das diese bereits aus ihrem privaten Umfeld kennen und schätzen – zum Beispiel von Amazon oder WhatsApp. Gerade in der Pandemie ist es für den stationären Baustoffhandel zudem wichtig, Produkte schnell digital anbieten zu können. Unserer Whitelabel-Lösung macht das möglich. 

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die erste große Hürde, an der bereits viele Startups scheitern, besteht darin, ihr Produkt zur Marktreife zu bringen. Uns ist das gelungen. Darüber hinaus haben wir unsere Geschäftsidee weiterentwickelt und uns mit dem Baustoffhandel ein neues Tätigkeits- und Kundenumfeld erschlossen. Zudem ist auch unser Team ist gewachsen, das inzwischen  aus sechs festangestellten Mitarbeitern besteht. 

Was unsere geschäftliche Entwicklung betrifft, können wir auf Kundenseite immer mehr Baustoffhändler und -hersteller von unserer Lösung überzeugen und an Bord holen. Darüber hinaus haben wir bereits mehrere Investoren von unserem Geschäftsmodell überzeugt und bereiten derzeit für den Herbst die nächste Finanzierungsrunde vor. 

Wer ist die Zielgruppe von Lupiter?

Unsere primäre Zielgruppe sind Baustoffhändler und -hersteller, und hier vor allem jene, die einen einfachen Einstieg in den Onlinehandel suchen. Kaum ein Unternehmen der Baubranche wäre in der Lage, in Eigenregie oder mit einem Dienstleister eine technische Lösung wie unsere zu entwickeln. Lupiter bietet alles, was diese Unternehmen brauchen, als fertiges Produkt und schneidet es dann auf ihre Bedürfnisse zu. Mit uns kann also jeder Baustoffhändler und -produzent zum E-Commerce-Player werden. 

Darüber hinaus ist es auch weiterhin unser Ziel, auch das Handwerk zu digitalisieren. Über unsere App können Handwerker nämlich nicht nur unkompliziert Baustoffe ordern, sondern auch einen Großteil ihrer Kommunikation – etwa mit Kollegen und Händlern – abbilden. Das hilft den Betrieben beispielsweise dabei, sich als moderner und attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

Wie funktioniert Lupiter? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Im Durchschnitt verbringen Vertriebsmitarbeiter im Baustoffhandel 45 Prozent ihrer Zeit damit, Bestellungen manuell in ein System einzugeben. Mit Lupiter werden wertvolle Ressourcen wieder frei, denn die digitale Lösung spart 10 Verkaufsstunden pro Woche und Mitarbeiter ein. Außerdem können regionale Baustoffhändler ihre Ware über Lupiter bundesweit anbieten, ihr Warenangebot über die App digitalisieren und so beispielsweise Pandemie-bedingte Einschränkungen umgehen.

Für Handwerker ist Lupiter die sichere und funktionale Alternative zu WhatsApp. Unsere Lösung hilft Handwerksbetrieben dabei, ihre Baustoffe effizient zu ordnen und so Aufträge noch besser zu organisieren. Da der ganze Prozess über einen Chat abläuft werden Papierkataloge und Telefonanrufe überflüssig. Features wie Schnellbestelllisten machen die Beschaffung schneller und übersichtlicher, außerdem wird die Fehlerquote im Vergleich zur telefonischen Bestellung maßgeblich reduziert. Lupiter sorgt dafür, dass Lieferanten perfekt formatierte Bestellungen mit Produkt-IDs und Einheiten bekommen – und Käufer genau die Ware erhalten, die sie brauchen. 

Lupiter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir weitere namhafte Unternehmen und große Marken zu unseren Kunden zählen und unser Produkt stetig weiterentwickeln und verbessern. Mittelfristig wollen wir eine dialogorientierte Infrastruktur für den Baustoffhandel zu schaffen und etablieren, die jeder nutzen kann, um seine Produkte einfach und sicher direkt zu vertreiben. Langfristig möchten wir unsere Lösung in weitere Branchen übertragen. Was analog geprägten Baustoffhandel erfolgreich ist, könnte auch in anderen Umfeldern funktionieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Testet eure Geschäftsidee von Anfang am Markt und bleibt flexibel! Es gilt, die Tür mit den Augen zu finden – und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu rennen. 

Eine Business School macht noch keinen erfolgreichen Unternehmer! Am Ende kommt es darauf an, sein Produkt zu verkaufen. Fragt eure potenziellen Kunden also gleich, ob sie wirklich interessiert sind. Ist die Antwort ein klares “nein”, macht einen Haken dran – und weiter geht’s! 

Hinfallen, aufstehen, lernen, weitermachen! Der Erfolg fängt beim Aufstehen an.

Bildquelle: Jochen Rolfes

Wir bedanken uns bei Giuseppe Ruffo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Lupiter

Kontakt:

Lupiter GmbH
Theodorstraße 105
DE-40472 Düsseldorf

www.lupiter.com
giuseppe@lupiter.com

Ansprechpartner: Giuseppe Ruffo

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