Seid euch bewusst was es bedeutet, ein Startup zu gründen!

Luminovo hilft Unternehmen von dem Potential der KI zu profitieren

Stellen Sie sich und das Startup Luminovo doch kurz unseren Lesern vor!
Wir, das sind Timon Ruban (25) und Sebastian Schaal (26), haben uns während unseres Masterstudiums in Stanford kennengelernt. Entgegen unserer meisten Kommilitonen haben wir uns dagegen entschieden, im Silicon Valley zu bleiben, da wir die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) in Deutschland vorantreiben wollen. Aus diesem Grund haben wir im Dezember 2017 Luminovo gegründet.

Unsere Mission ist es, deutschen Unternehmen zu helfen von dem Potential der KI zu profitieren.

Wir verfolgen dieses Ziel, indem wir für unsere Klienten KI Prototypen konzeptionieren, implementieren und unser Wissen an die Mitarbeiter weitergeben. Zuerst helfen wir unseren Klienten zu verstehen, wie sie über KI nachdenken sollen und ob und wo KI in ihrer Firma sinnvolle Anwendung finden kann. Damit identifizieren die Klienten Themenfelder, die aufgrund des Prozesses und der wirtschaftlichen Implikation relevant sind. Danach untersucht Luminovo mithilfe der Daten, wo ein vielversprechendes Projekt zu erwarten ist, welches wir dann in der Implementierungsphase angehen. Am Ende liefern wir unseren Prototypen mit allem Code und einer detaillierten Dokumentation. In einem finalen Übergabe-Workshop ist es dann unser Ziel, den zuständigen Mitarbeiter unseren Prozess und unsere Vorgehensweise zu vermitteln und sie zu befähigen, in der Zukunft ähnliche Themen eigenständig voranzutreiben.

Wie ist die Idee zu Luminovo entstanden?
Während unseres Studiums in Stanford fiel uns auf, wie sehr Deutschland im Bereich KI zurückliegt. Da wir beide davon überzeugt sind, das KI ein enormes Wertschöpfungspotenzial für viele Firmen hat, haben wir uns entschieden vor allem deutschen Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen.

Welche Vision steckt hinter Luminovo?
Wir sehen KI als eine der Schlüsseltechnologien der heutigen Zeit, die, richtig eingesetzt, in verschieden Felder ein beachtlicher Mehrwert heben kann. Unser Ziel ist es, Unternehmen mithilfe modernster KI Modelle dabei zu unterstützen effizientere Wege zu finden ihre Mission zu erfüllen, um sich besser auf die Stärken der individuellen Mitarbeiter konzentrieren zu können.

Wir glauben an KI als eine Unterstützung und nicht als Ersatz für menschliche Intelligenz.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als junges Startup ist es immer schwierig, die anfängliche Glaubwürdigkeit zu erlangen. Es ist das klassische Huhn-und-Ei-Problem: Man braucht Referenzen, um große Kunden zu überzeugen, aber, ohne große Kunden bekommt man keine guten Referenzen. In dieser Situation ist es von unschätzbarem Wert, ein breites Netzwerk und vor allem Menschen zu haben, die einen fördern. Die meisten unserer ersten Kunden kamen über warme Empfehlungen, die uns direkt ein Treffen mit den Entscheidungsträgern verschafft haben. Dazu habe wir natürlich mit dem Thema Datenschutz zu kämpfen, da die aktuelle Gesetzgebung das Arbeiten mit Daten erheblich erschwert und für manche Bereiche nahezu unmöglich macht.

Aufgrund unserer erfolgreichen Projektarbeit, haben wir es geschafft uns bis heute vollkommen selbst zu finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe von Luminovo?
Wir haben bereits mit Klienten aus verschiedensten Industrien und unterschiedlicher Größe zusammengearbeitet. Voraussetzung ist neben dem richtigen Mindset der Führungsetage vor allem eine sinnvolle Datenlage. Dazu muss es die Unternehmensstruktur ermöglichen, potentielle Erkenntnisse von KI auch in die Prozesse einbinden zu können.

Auf der technischen Seite liegt unser Fokus auf Deep Learning Systemen, welche besonders gut für unstrukturierte Daten wie Bilder und Texte geeignet sind.

Wie funktioniert Luminovo?
Wir lösen Geschäftsprobleme mit Hilfe von Deep Learning. Egal in welchem Stadium sich unsere Klienten befinden, helfen wir ihnen, das volle Potenzial ihrer Daten auszuschöpfen. Hierzu unterstützen wir Klienten vom Verständnis von KI bis hin zur Entwicklung neuer Anwendungsfälle und der Integration zuverlässiger, Deep Learning Systeme in der Organisation des Klienten.

Welche Vorteile bietet Luminovo? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Da gibt es zuerst einmal unser starkes Team zu erwähnen, welches viel Erfahrung mit dem Einsatz von KI außerhalb von Forschung Szenarien hat, welche nicht repräsentativ für das Datenchaos in der echten Welt sind. Dazu denken wir unsere Systeme nicht als isolierte Modelle von der Stange hybride, maßgeschneiderte Lösungen.

Unsere hybriden Modelle schaffen es, den Menschen von repetitiver Arbeit zu befreien, trotzdem von Anfang an eine hohe Zuverlässigkeit zu gewährleisten, und sicher auf Basis von kontinuierlichem Feedback stetig zu verbessern.

Luminovo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In den nächsten Jahren werden wir eine Transition von einer reinen Dienstleistungs- zu einer Produktfirma mit zusätzlichen Dienstleistungen durchlaufen. Die Projektarbeit wird für Luminovo weiterhin einen großen Stellenwert haben, da wir dadurch einen kontinuierlichen Einblick in die Probleme des Marktes bei der Umsetzung von KI Lösungen bekommen. Wir lieben es, mit außergewöhnlichen Menschen an interessanten Problemen zu arbeiten und daher hoffen sehr, unser Team weiter so schnell wie bisher vergrößern zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Seid euch bewusst was es bedeutet, ein Startup zu gründen! Wenn ihr das Gründertum nicht nur als schicken Lifestyle seht werdet ihr bei vielen Dingen zurückstecken müssen und die Firma über (fast) alles priorisieren. Das ist sicher nicht für jeden das Richtige.

Wenn ihr den Schritt gewagt habt, seid bereit euch jeden Tag zu hinterfragen und neu zu erfinden. “Fail fast” ist mehr als eine Phrase, sondern eine Tugend. Der Schlüssel zum Erfolg ist der unerschöpfliche Durst, neue Dinge zu lernen und sich jeden Tag ein bisschen besser zu machen.

Und zu guter Letzt: das Geschäftsleben funktioniert deutlich anders als das Privatleben. Solange die Tinte nicht trocken ist sollte man sich nie in Sicherheit wiegen! “Always Be Closing”. Das gilt für das Abschließen von Verträgen genauso wie für das Rekrutieren von Mitarbeitern. Die Extrameile ist oft keine “nice-to-have” sondern eine Notwendigkeit.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Timon Ruban und Sebastian Schaal für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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