Ich würde ihnen raten, sich ein Problem in ihrem Umfeld zu suchen, etwas, dass sie stört

Treffen Sie Lumenaza auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor
Lumenaza bietet eine „Utility-in-a-Box-Software“ für innovative Geschäftsmodelle im Energiemarkt. Die Zukunft der Energiewelt ist dezentral und erneuerbar. Immer mehr Akteure erzeugen, verbrauchen, speichern und optimieren ihren Strom. Die Lumenaza-Software ermöglicht die Verbindung und intelligente Kontrolle und Steuerung aller Teilnehmer der neuen Energiewelt wie Versorger, Erzeuger, Verbraucher, sowie Batterie- und Elektroautobesitzer auf einem digitalen Marktplatz. Unsere Software ist in der Lage, erneuerbare Kraftwerke zu anzuschließen, Strom von kleinen Privatanlagen einzubeziehen, Strom an Endkunden zu verkaufen, Bilanzkreise zu verwalten sowie Echtzeit Energiemanagementdaten für alle Marktteilnehmer zugänglich zu machen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Ausschlaggebend war für mich der Besuch einer Familienfeier in einem sehr kleinen fränkischen Dorf. Praktisch jeder erzeugte hier Ökostrom. Eigenartigerweise kann man diesen Ökostrom aber nirgends kaufen, sondern die Verbraucher sind häufig auf intransparente Angebote angewiesen. Genau dieses Problem wollte ich angehen.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Der Energiemarkt ist hoch komplex – daher hat die Entwicklung der Software einige Zeit in Anspruch genommen. Wir wollten eine Lösung entwickeln, die die Verbindung sowie die intelligente Kontrolle und Steuerung aller Teilnehmer einer sich gewandelten Energiewelt ermöglicht. Wir haben unsere Software komplett selbst entwickelt und auch finanziert. Seit dem Frühjahr dieses Jahres haben wir auch externe Investoren an Bord.

Wer ist die Zielgruppe?
Das Angebot von Lumenaza richtet sich zunächst an Energieversorger und Stadtwerke, die über die Plattform eine regionale Stromversorgung aus weitgehend erneuerbaren Energien anbieten und dabei die Bürger aktiv mit einbeziehen können. Darüber hinaus spricht Lumenaza eine Vielzahl neuer Energieakteure an, wie Projektierer, Anlagenbetreiber, Batteriehersteller oder Energiegenossenschaften, die als Erzeuger oder Dienstleister in dem gewandelten Energiemarkt aktiv sind.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Die Lange Nacht der Startups ist ein bedeutendes Event hier in Berlin. Der Austausch mit anderen Unternehmen und der Öffentlichkeit hilft uns bei dabei, unser Produkt zu verbessern und Kontakte für zukünftige Entwicklungen zu knüpfen. Bereits letztes Jahr konnten wir potentielle Kunden bei der Langen Nacht kennenlernen und für unsere Plattform gewinnen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Das ist natürlich super motivierend! Wir wollen zum einen die Möglichkeit nutzen, unser Produkt einem großen Interessentenkreis vorzustellen. Zum anderen bietet die Lange Nacht der Startups zahlreiche Möglichkeiten, sich mit anderen Unternehmern auszutauschen. Wir sind sehr glücklich, dass unsere Bewerbung Erfolg hatte, und freuen uns auf das Event!

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Ge-sichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie auf-merksam werden?
Dies war natürlich Teil der Motivation, sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben. Wir agieren in einem sehr komplexen Markt, der sich rasch wandelt. Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir mit unserem Produkt auch für eine breite Öffentlichkeit interessant sind. Außerdem ist uns auch der Austausch mit anderen Gründern sehr wichtig. In diesem Jahr sind wieder viele spannende Unternehmen dabei!

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Vor ein wenig mehr als fünf Jahren wurde der endgültige Ausstieg aus der Kernenergie und die Beschleunigung der Energiewende durch den Bundestag beschlossen. Hätten Sie mich vor fünf Jahren gefragt, so hätte ich die Entwicklungen im Markt nur schwer antizipieren kön-nen. Zusammen mit dem technologischen Fortschritt entstehen zahlreiche neue Unterneh-men und innovative Lösungen. Wir wollen die führende Software-Lösung für neue Ge-schäftsmodelle im Bereich erneuerbare Energien werden, die zunehmen auch die E-Mobilität und Wärmemarkt umfassen wird.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich würde ihnen raten, sich ein Problem in ihrem Umfeld zu suchen, etwas, dass sie stört. Und dann eine Lösung für dieses Problem zu entwickeln. Diese persönliche Beziehung ist sehr motivierend und genau das, was man für den Start eines Unternehmens braucht.

Wir bedanken uns bei Christian Chudoba für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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