luckycloud dein verschlüsselter Cloud-Dienst

luckycloud maximaler Schutz deiner Privatsphäre 

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen luckycloud kurz vor!
Ich bin Luc Mader, Gründer und Geschäftsführer von luckycloud.
Nach Abschluss meiner Schlosserlehre 2005 war ich gedanklich wieder bereit, um noch einmal die Schulbank zu drücken. Dies verhalf mir dann glücklicherweise zu einem spannenden Studium der „Umwelttechnik und regenerative Energiesysteme“ an der HTW-Berlin. Im Zusammenhang eines Praktikums bekam ich die Chance in Kalifornien an einem Forschungsprojekt der Firma Soitec mitzuarbeiten. In dieser Zeit in Kalifornien reifte in mir der Gedanke an die TU-Berlin zu wechseln. Dort konnte ich einen 2. Bachelor in „Energie und Prozesstechnik“ abschließen und parallel dazu im Masterstudiengang „Regenerative Energiesysteme“ studieren.
luckycloud ist eine Filesync- Storage und Sharelösung für kleine und mittlere Unternehmen, Studierende und Privatpersonen, die nicht riskieren wollen, dass sensible Daten bei gewinnorientierten Cloud-Anbietern, international verstreut werden. luckycloud integriert sich nahtlos in eine existierende IT-Infrastruktur und ist plattformübergreifend einsetzbar. Es können Dateien und Ordner für andere freigegeben oder geteilt werden. Darüber hinaus können ganz einfach Gruppen gebildet werden, um gemeinsam an Projekten und Dokumenten zu arbeiten und sich im live Chat darüber auszutauschen. Im persönlichen Bereich können Einstellungen vorgenommen werden um luckycloud an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Dazu erhält jeder Benutzer eine E-Mail Adresse mit PGP verschlüsseltem Webmailing, bei uns liest garantiert niemand mit! Bei luckycloud können Bibliotheken und Ordner mit einem Passwort verschlüsselt werden, dieser Schlüssel wird dabei niemals auf dem Server gespeichert. Damit haben nicht einmal unsere Administratoren Zugriff auf die Dateien.

Wie ist die Idee zu luckycloud entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Luckycloud ist keine spontane Geschäftsidee, sondern aus einer langen Entwicklung heraus entstanden. Ich würde sagen, luckycloud ist eher eine logische Konsequenz des massenhaften und systematischen Datensammelns großer bekannter Unternehmen.
Bereits am Anfang meines ersten Studiums begeisterten mich das Programmieren und der Umgang mit Servern. So entwickelte ich 2007 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin eine eigene Plattform, auf der ich meine Materialsammlung und alle Studieninhalte mit den Kommilitonen teilten konnte. Mit Unterstützung der Hochschule und vielen engagierten Studierenden entwickelte sich bereits nach kurzer Zeit daraus ein hochschulübergreifendes Archiv mit vielfältigen Inhalten aus unterschiedlichen Studiengängen. Der Wunsch, unabhängig von Großkonzernen eigene Daten in einer Cloud speichern zu können und diese für mich selbst und andere sicher zugänglich zu machen, führte mich dann letztendlich zur Gründung von luckycloud. Nach über 7 Jahren Entwicklungszeit ist aus einer großen „Externen Festplatte“ nun ein sicherer Hafen für große Datenmengen und Emails entstanden.
Neben dem Studium arbeite ich in einer IT-Abteilung einer Berliner Universität, dort konnte ich ein perfektes Netzwerk von Leuten aufbauen, die mich bei der Entwicklung von luckycloud sehr unterstützten. Heute steht hinter luckycloud ein ganzes Team, das überzeugt davon ist, dass Datensicherheit und freie Kommunikation für alle verfügbar sein sollten. Aus diesem Grund arbeiten wir tagtäglich daran, die bei uns gespeicherten Daten maximal zu schützen. Bei luckycloud besteht keine Gefahr durch „Backdoors“, da neben Open Source Software nur selbstgeschriebener Code „fromscratch“ eingesetzt wird. Unsere Zusammenarbeit konzentriert sich auf nachhaltig wirtschaftende und handelnde Unternehmen – Großkonzerne werden von uns nicht unterstützt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Luckycloud verfolgt eine eiserne Null-Toleranz-Politik, wenn es um den Schutz der personenbezogenen Daten und der in der Cloud gespeicherten Dateien geht. Genau dort liegt auch eine der größten Herausforderungen. Ganz davon abgesehen, dass wir weder die Daten unserer Kunden Scannen, noch kritische Metadaten erheben und speichern, verkaufen wir diese auch nicht gewinnbringend an andere Unternehmen. Wir konzentrieren uns zu 100% auf unser Kerngeschäft und unsere Aufgabe, die Daten unserer Kunden maximal zu schützen.
Dieser radikale Ansatz erfordert natürlich eine komplett eigene Infrastruktur, und einen extrem schlanken und effizienten Aufbau des Unternehmens. Nur so kann ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet werden. Man muss den Mut haben, eigene Wege zu gehen und es nicht so zu machen, wie es „alle“ tun, nur um gewinnmaximierend arbeiten zu können. Wie sich nun jeder denken kann, ist unter diesen Voraussetzungen die Beschaffung der finanziellen Mittel natürlich extrem schwierig. Auch hier sind wir ganz neue und unkonventionelle Wege gegangen. Nur durch ein Höchstmaß an persönlichem Einsatz haben wir es geschafft, durch die Entwicklungsphase zu kommen. Einige Rechnungen wurden z.B. nicht mit Geld bezahlt, sondern es fand ein Austausch an Expertise statt. So konnte ich die komplette Wohnung meines creativeDirectors renovieren, im Gegenzug hat er das Frontend der Webseite übernommen. Dabei entsteht sehr viel Energie, die sich natürlich extrem positiv auf das Unternehmen auswirkt. Darüber hinaus haben sehr viele Studierende aus Berlin luckycloud mit Spenden unterstützt. Ein Großteil der finanziellen Mittel stammt allerdings von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die aus Datenschutz- und Datensicherheitsgründen bisher noch nicht mit einem Cloudsystem arbeiteten und in luckycloud eine echte Alternative zu den konventionellen Anbietern sehen.

Wie hat sich Ihr Startup seit dem Start entwickelt?
Luckycloud ist seit ca. 2 Monaten im produktiven Betrieb online. Wir haben uns für einen Softlaunch entschieden und bisher so gut wie keine PR gemacht. Im Vordergrund steht bisher die maximale Verfügbarkeit für unsere Kunden. Wir wollen die Systeme langsam hochfahren und Fehler im laufenden Betrieb beheben. So waren wir selbst überrascht, dass die Zahl der User wöchentlich rasant ansteigt. Das freut uns natürlich außerordentlich und ist wirklich eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit.

Wer ist die Zielgruppe von luckycloud?
Momentan geht ja ein richtiger Ruck durchs Land. Viele wollen nicht mehr als Datenquelle von international agierenden Unternehmen missbraucht werden. Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist das Vertrauen in Cloudsysteme vieler Privatpersonen und vor allem vieler Unternehmen stark beschädigt. Mit unserer Cloudlösung eröffnen wir sicherheitsbewussten Menschen, schwerpunkmäßig Studierenden sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen den Weg in eine sichere „Cloudwelt“.

Wie funktioniert luckycloud?
Die Funktionen von luckycloud lassen sich wie folgt gliedern:

luckyStorage
luckyMail
luckyCollege

luckyStorage bietet die Möglichkeit, Dateien Ende-zu-Ende verschlüsselt in die Cloud auszulagern. Geräte und Dateien können plattformübergreifend automatisch mit luckycloud synchronisiert und global geteilt werden. Benutzer können in Gruppen zusammenarbeiten und dieser Gruppe Ordner freigeben. Der luckyStorage Bereich basiert auf dem open SorceCode von Seafile.
Durch luckyMail bekommt der User auf allen Geräten Zugriff auf einen soliden Webluckymailer mit PGP-Unterstützung. Die Korrespondenz zwischen luckycloud und dem User läuft nur über diese E-Mailadresse. Die E-Mails können entweder über die Webseite oder über IMAP/POP3 abgerufen werden.
luckyCollege ist eine Produktivitäts-Plattform für Studierende. Über die Webseite von luckycloudsind Studierenden in der Lage, miteinander zu interagieren und auf diese Weise ihre Produktivität zu steigern.

luckyCollege bietet umfangreiche Materialsammlungen folgender Universitäten an:

Technische Universität Berlin (TU)
Beuth Hochschule Berlin (BE)
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW).

luckycloud, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Ideen sind noch nicht erschöpft. Viele weitere Services Im Cloudcomputing Bereich sind bereits geplant. Allerdings stecken diese noch in den Kinderschuhen, da kann ich noch nicht so viel verraten. Soviel kann ich aber schon sagen, es wird weiterhin darum gehen eine Gegenbewegung zur allgemein fortschreitenden Überwachung zu bilden und dem Internet User mehr Sicherheit und Anonymität zu gewährleisten.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Da ich selbst noch viele Fehler mache und jeden Tag dazu lerne, möchte ich hier gar nicht mit klugen Ratschlägen um mich werfen. Soviel kann ich auf jeden Fall sagen: gerade wenn jemand sagt, dass es nicht funktionieren wird, beginnt es interessant zu werden! Man muss immer seinen eigenen Weg im Auge behalten und die Dinge die man tut mit vollem Engagement machen.

Wir bedanken uns bei Luc Mader für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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