Zwischenziele setzen und diese konsequent verfolgen

LO.LA * zur lokalen Lawinenbeurteilung

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Lo.La Peak Solutions GmbH doch kurz vor unseren Lesern vor!
Die Lo.La Peak Solutions GmbH (kurz: LO.LA*) ist ein alpines Dienstleistungsunternehmen mit dem Ziel, innovative und nachhaltige Prozesse bei Infrastrukturunternehmen und Tourismusregionen zu implementieren. LO.LA* wurde im Jahr 2014 gegründet und die Kernkompetenz der Unternehmung baut auf die jahrelange Erfahrung der Unternehmensgründer im alpinen Risikomanagement auf. Die Gründer sind in vielfältiger Art und Weise im alpinen Umfeld tätig: als gerichtlich beeidete Sachverständige für Lawinen- und Alpinunfälle, als Herausgeber alpiner Zeitschriften, als Ausbildner für Lawinenkommissionen, als Bergführer sowie auch als Risiko- und Qualitätsmanager.

Wie ist die Idee zu LO.LA* entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu LO.LA* ist da entstanden wo auch die Herausforderung für die Lösung LO.LA* steckt – in den Bergen. Nach einer gemeinsamen Skitour von zwei der fünf Gründer ist die Frage aufgetaucht, warum der behördliche Lawinenlagebericht heute nicht den vorherrschenden Lawinenverhältnissen entsprochen hat. Bei einem zufälligen Treffen in einem Kaffeehaus wurden zwei Lawinenexperten zu Rate gezogen und diskutiert. So begann die Erfolgsgeschichte. Schnell wurde ein grundsätzliche Vorgehensweise gefunden, jedoch erst die technische Umsetzung in Form einer digitalen Lösung rundete LO.LA* endgültig ab.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Neben der produktmäßigen Reifung der Idee war der Weg bis zur Gründung eine interessante und spannende Herausforderung. Die Erfahrungen der Gründer im Umgang mit Behörden, Fördermöglichkeiten, etc. war hierbei ein Schlüssel zur erfolgreichen Vorgründungsphase. Von Beginn wurden alle Initiativen der Gründer privat gestaltet. Es war für uns keine Option auf Fremdinvestments in dieser Phase zu setzen, denn nur wenn wir es selber schaffen, schaffen wir es auch. Und das Vertrauen in die Geschäftsidee wuchs von Monat zu Monat.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Die Entwicklung der Unternehmung und der dahinterliegenden Geschäftsidee kann als durchaus sehr positiv bezeichnet werden. Da man ein vollkommen neues Themenfeld bearbeitet, ist natürlich Überzeugungsarbeit und Vertrauen notwendig um Kunden zu gewinnen. Durch die Diversifikation der Geschäftstätigkeit konnte ein entsprechendes Maß an Volumen generiert werden, dass zukünftig die Ausrichtung von LO.LA* positiv beeinflussen wird.

Wer ist die Zielgruppe von LO.LA *?
Die Zielgruppe von LO.LA* sind Bergbahnen, Tourismusregionen sowie Infrastrukturunternehmen. Der Fokus von LO.LA* liegt in der Kompetenzdarstellung von lokalem Wissen für die unterschiedlichsten Fragestellungen. Der Faktor Mensch spielt in der Erfolgsgeschichte von LO.LA* eine zentrale Rolle – den nur wenn Menschen Ihr Erfahrungswissen teilen, können andere davon auch profitieren. Die Technik leistet dabei einen Beitrag zur Informationsweitergabe.

Welche Trainings und Ausbildungen bieten Sie an?
Neben unserem Produkt LO.LA * – einem Werkzeug zur lokalen Lawinenbeurteilung bieten wir rund um das Thema Sicherheit im alpinen Gelände vielfältige Aus- und Weiterbildungskonzepte an. Vom Erstkontakt mit alpinem Bergsport bis hin zu Ausbildungen für Profis reicht das Repertoire das wir haben. Gemeinsam mit unseren Partnern können wir professionelle und nachhaltige „Erlebnisse“ für unsere Kunden anbieten.

LO.LA *, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
LO.LA*’s Weg hat erst begonnen, sodass wir uns in 5 Jahren wieder ein paar Schritte weiter sehen. Wir wollen zu einem anerkannten und geschätzten Dienstleister für alpine Infrastrukturunternehmen werden, unsere Werkzeuge und Methoden sollen nachhaltig Platz in den jeweiligen Unternehmen/Regionen finden und gleichzeitig möchten wir unsere Philosophie weiter stärken, dass lokales Wissen einen unschätzbaren Wert hat. Man muss diesen Wert pflegen und aktiv nutzen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Business Modelle/Business Pläne nutzen -> manchmal kann das sehr anstrengend sein, strukturiert ein Konzept bis zum Ende durchzudenken, jedoch ist es eine gute Basis und gibt Vertrauen für die nächsten Schritte
Wir als Gründerteam haben eines gelernt – alle müssen dieselbe Vorstellung haben, was zum Beispiel die zukünftige Ausrichtung betrifft. Wenn Unstimmigkeiten auftreten müssen diese besprochen und ausdiskutiert werden – nur gemeinsam ist man stark. Aufgabenverteilungen nach den Kompetenzen der Gründer sollten aktiv angegangen werden, jeder sollte mitarbeiten.
Kleine Schritte setzen -> vom Großen träumen aber in kleinen Schritten denken, wie kann es weitergehen? Wie können wir unser Ziel erreichen? Zwischenziele setzen und diese konsequent verfolgen.

Wir bedanken uns bei Stefan Ortner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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