Man muss bereit sein alles zu investieren

LiveFresh frische kaltgepresste Säfte

Stellen Sie sich und das Startup LiveFresh doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Mitgründer Benedikt Schellinger und Ich, Simon Storz, haben das Unternehmen LiveFresh vor ca. eineinhalb Jahren gegründet. Seither produzieren wir nahe des Bodensees frische kaltgepresste Säfte mit innovativen Herstellungsverfahren. Unser Team besteht aktuell aus 7 Leuten, die täglich versuchen unsere Vision voranzutreiben.

Wie ist die Idee zu LiveFresh entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand während unseres Maschinenbau Studiums in Konstanz. Zusammen in unserer WG entstand die Gewohnheit am Morgen nach einer durchzechten Nacht frischen Orangensaft zu pressen. Wie es im Studium so läuft, hat man öfters viel Zeit und macht sich Gedanken. So haben wir uns die Frage gestellt, wieso es denn keinen frisch gepressten Saft aus der Flasche gibt. Das war der Startschuss.

Welche Vision steckt hinter LiveFresh?
Wir haben die Absicht das Konsumverhalten sowie die Ansicht der Gesellschaft auf gesunde Lebensmittel nachhaltig zu verändern. Hierzu haben wir ein absolutes Vorzeigeprodukt geschaffen, das kaum vergleichbar ist zu den herkömmlichen Produkten auf dem Markt. In unserem Fall werden Säfte meistens pasteurisiert (erhitzt), mit Zucker und Konservierungsstoffen zugesetzt, was den Saft zum einen haltbar, zum anderen wieder genießbar macht. Gerade durch das Erhitzen verliert der Saft den frischen Geschmack und die wichtigen Vitamine. Diesen Schritt haben wir durch ein innovatives Haltbarkeitsverfahren ersetzt, das auf Druck basiert. So können wir einen Saft herstellen, der vollständig die Eigenschaften eines frisch gepressten Saftes aufweist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Anfang 2017 sind wir bis zu 20 Stunden täglich in der lebensmitteltechnisch umgebauten Garage meines Kollegen gestanden und haben Saft gepresst. Zu diesem Zeitpunkt standen wir dann vor der Entscheidung in eine große Produktion zu investieren oder uns anderweitig zu orientieren. Wir haben uns für ersteres entschieden und sind nun seit ca. 2 Monaten in einer Produktionsstätte mit einer Kapazität von 15.000 Flaschen pro Tag. Uns war bewusst, dass das ein Schritt sein wird, der Herausforderungen, aber auch Probleme, die wir zunächst nicht auf dem Schirm hatten, mit sich bringen wird. Das war eigentlich die erste große Herausforderung. Finanziert haben wir uns lange aus eigenen Mitteln. Den Schritt in eine neue Produktionsstätte haben wir über einen Förderkredit fremdfinanziert.

Wer ist die Zielgruppe von LiveFresh?
Zum einen Menschen, die in der heutigen Zeit auf Gesundheit und Lebensqualität setzen und dafür auch bereit sind etwas mehr zu bezahlen. Den „Healthy Lifestyle“, den wir nun seit Jahren pflegen, erkennen wir täglich bei unseren Kunden wieder. Dabei fällt uns immer mehr auf, dass sich das durch alle Alterbereiche durchzieht.

Was ist das Besondere an den Säften?
Herkömmliche Säfte werden in der Regel pasteurisiert (erhitzt), sodass die meisten Vitamine, Nährstoffe und vor allem auch der Geschmack verloren gehen. Den Schritt der Erhitzung umgehen wir komplett, indem wir ein Wasserhochdruckverfahren zur Haltbarkeitsmachung einsetzen. So können wir alle wichtigen Vitamine,Nährstoffe und den frischen Geschmack in unseren Säften erhalten.

Wichtig dabei ist, unserem Saft werden niemals Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe zugesetzt, wodurch wir zu 100% garantieren können, dass sich unser Saft komplett von allen herkömmlichen Produkten unterscheidet. Unser Saft schmeckt zu jederzeit wie frisch gepresst.

LiveFresh, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sind in 5 Jahren einer der größten Frischeprodukte Hersteller in Deutschland, die Produkte durch innovative Herstellungsverfahren auf den Markt bringen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Die Anfangszeit ist harte Arbeit. Das erfordert Durchhaltevermögen und Disziplin. Man muss bereit sein alles zu investieren. Gleichzeitig sollte man einen Ausgleich zum Gründeralltag finden um den Kopf freizubekommen. Bei uns machen das die meisten in Form von Sport. Wichtig ist es ebenfalls sich ein Netzwerk um sein Business aufzubauen. Oftmals muss man eben die richtigen Leute am richtigen Ort kennen. Und das kann oft entscheidend sein.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Simon Storz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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