Als Gründer braucht man gerade am Anfang einen starken Willen

Treffen Sie LIQID auf der Langen Nacht der Startups in Berlin

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen LIQID doch kurz unseren Lesern vor
LIQID ist ein digitaler Vermögensverwalter, der durch seinen Service privaten Investoren Zugang zu Anlagestrategien ab 100.000 Euro verschafft. Hierfür kooperieren wir mit HQ Trust, einem der profiliertesten Multi Family Offices Europas. Wir bieten unseren Kunden drei Anlagestrategien an. Diese werden durch drei verschiedene Portfolios mit je eigenen Risikostufen umgesetzt. Unsere Portfolios Index und Global werden dabei passiv verwaltet, bei Select kommt die aktive Steuerung durch HQ Trust zum Tragen. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot momentan um alternative Investitionsmöglichkeiten wie Private Equity. Unser Service ist voll digital nutzbar: von der Einschätzung des Anlegerprofils bis zur Eröffnung eines Depots. Wenn der Bedarf nach persönlicher Beratung besteht, können unsere Kunden dennoch eine persönliche Beratung durch unsere Finanzexperten in Anspruch nehmen.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Durch mein Studium im Bereich Wirtschaftsinformatik bin ich früh mit der Entwicklung innovativer Technologien in Kontakt gekommen und habe so schon während der Studienzeit eine Plattform zum Management unseres studentischen Aktienfonds entwickelt. Das Interesse an FinTech war damit geweckt.
Mit LIQID hat sich dann die ideale Möglichkeit ergeben, die Vermögensverwaltung vollständig zu digitalisieren. Für mich ist das die perfekte Kombination aus einem spannenden und herausfordernden Umfeld, welches große Potenziale für die Digitalisierung birgt.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Die größten Herausforderungen lagen sicherlich im operativen Bereich. Hierzu zählen sowohl die Etablierung externer Partnerschaften und der Umgang mit strengen regulatorischen Rahmenbedingungen als auch der Aufbau eines fachkundigen Teams.

Wer ist die Zielgruppe von LIQID?
Wir konzentrieren uns auf ein Kundensegment, das über ein liquides Vermögen ab 500.000 Euro verfügt, derzeit von der Finanzindustrie aber nicht angesprochen wird. Durch intransparente und teilweise teure Geschäftsmodelle der etablierten Banken, Finanzdienstleister und privaten Banken erhält diese Zielgruppe derzeit keine adäquaten Angebote zur Vermögensverwaltung. Wir wollen diese Marktlücke schließen und unseren Kunden einen einfachen Weg zu einer modernen, unabhängigen Vermögensverwaltung erschließen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Die Lange Nacht der Startups bietet seinen Teilnehmern die Möglichkeit, in einen Dialog mit anderen jungen Unternehmen zu treten und Erfahrungen zu teilen. Der immense Mehrwert liegt darin, dass ein internationaler, breit gefächerter Teilnehmerkreis vorhanden ist, sodass ein produktiver Austausch über Gegebenheiten und Möglichkeiten in anderen Märkten stattfinden kann.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Dass wir als Teilnehmer ausgewählt wurden, zeigt, dass das Thema FinTech noch immer brandaktuell ist und viel Bewegung in diesem Markt ist. Und es bestätigt uns auf unserem Weg, die Digitalisierung in diese Marktsegment weiter mitzugestalten. Unsere Hoffnung für das Event besteht darin, noch mehr Aufmerksamkeit auf unser Thema zu lenken und andere Teilnehmer sowie die Öffentlichkeit von unserer Idee zu überzeugen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Mitzuerleben wie aus einer Idee ein Unternehmen wächst, ist sehr erfüllend. Events wie die Lange Nacht der Startups ermöglichen uns das Unternehmen bekannter zu machen und unser Konzept zu präsentieren. Für mich persönlich ist der Austausch mit anderen Gründern und Köpfen aus der Szene zudem natürlich auch sehr interessant.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Aus der Sicht von privaten Anlegern ist seit den 90er-jahren mit dem Start der Discount Broker keine zeitgemäße Entwicklung mehr zu beobachten. Mit unserem Geschäftsmodell wollen wir die technologische Entwicklung in der Gesellschaft im Bereich der Finanzdienstleistung weiter mit vorantreiben und unseren Kunden auch morgen eine zeitgemäße Vermögensverwaltung anbieten.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Als Gründer braucht man gerade am Anfang einen starken Willen. Im Bereich der FinTechs gelten zudem etwas andere Regeln als in anderen digitalen Geschäftsfeldern – insbesondere im Bereich der Regulation. Daher ist das Wichtigste eine Menge Durchhaltevermögen und selbstverständlich ein Team, auf das man sich bedingungslos verlassen kann, gerade wenn es um fachliche und technologische Aspekte geht.

Wir bedanken uns bei Jonas Tebbe für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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