Ein Gründer muss Verantwortung übernehmen

LINUS Digitalplattform für professionelle Immobilieninvestments

Stellen Sie sich und das Startup LINUS doch kurz unseren Lesern vor!
LINUS ist eine Digitalplattform für professionelle Immobilieninvestments. Investoren können sich ab einer Investitionssumme von mindestens 200.000 EUR an Nachrangdarlehen (Mezzanine) in Immobilienprojekten beteiligen. Dafür erhalten sie Renditen im hohen einstelligen bis zweistelligen Bereich bei kurzen Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten. Zusammen mit meinen beiden Partnern, David Neuhoff und Dominik Pederzani, habe ich unsere Digitalplattform aufgebaut. David war lange Anwalt in einer internationalen Großkanzlei mit Schwerpunkt auf Immobilieninvestments und hat danach schon aus Investmentperspektive Deals mit einem Volumen von 360 Mio. EUR betreut. Dominik und ich waren hingegen bei McKinsey bzw. BCG. Wir sind also eine gute Mischung aus wirtschaftlichem und juristischem Sachverstand.

Wie ist die Idee zu LINUS entstanden?
Wir haben als Immobilieninvestor angefangen. Und immer wieder gesehen, wie komplex und intransparent der Immobilienmarkt ist. Als Beispiel: Wenn auf einer absoluten Top-Fläche wie dem Alexanderplatz in Berlin große neue Shoppingflächen entstehen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Nachrangdarlehen vergeben werden.

Aber als Investor mit vielleicht 5 Mio. EUR oder ohne spezialisiertes Investment Team kommen Sie da nie ran.

Deshalb haben wir Co-Investoren in sogenannte Club-Deals aufgenommen, die letztlich unsere Expertise in einem Deal nutzen konnten und gleichzeitig die Garantie hatten, dass sie mit einem Investor und keinem Vermittler agieren.
Diese Idee haben wir mit unserer Digitalplattform zu ihrer logischen Konsequenz geführt. Wir haben die Ressourcen, die Expertise und das Netzwerk, um kontinuierlich Investitionsmöglichkeiten in große, hochwertige Projektentwicklungen zu sourcen und die Due Diligence durchzuführen. Unsere Co-Investoren haben Zugriff auf gesicherte und geprüfte Investments mit hohen Renditen, zu denen gerade kleinere professionelle Investoren nur schwierig oder keinen Zugriff hätten.

Welche Vision steckt hinter LINUS?
Wir wollen unseren Co-Investoren Zugang zu den hochwertigsten Immobilieninvestments anbieten und dabei die Investitionsprozesse digital und einfach gestalten. Unser Anspruch ist es ein Experten-Team zu stellen, das Deals auf höchstem Niveau prüft und aufbereitet.

Perspektivisch soll unsere digitale Plattform ein One-Stop-Marktplatz werden, der die besten Immobilienprojekte mit den passenden Investoren verbindet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben das Privileg, dass wir durch unsere Gesellschafter über ein umfangreiches Funding verfügen und somit einen kontinuierlichen Deal-Flow mit hochwertigen Projekten gewährleisten können. Damit arbeiten wir bereits heute in 18 Investments, mit denen wir natürlich auch schon Geld verdienen. LINUS ist profitabel.

Das heißt aber nicht, dass wir keine großen Herausforderungen meistern mussten. Ich denke, die größte Hürde war, zu Beginn von Projektentwicklern überhaupt wahrgenommen zu werden. Da hat mein Co-Geschäftsführer David Neuhoff aber ganze Arbeit geleistet, so dass wir auf einen Stamm fester Partner zugreifen können.

Wer ist die Zielgruppe von LINUS?
Alle, die vor der Herausforderung stehen, größere Geldsummen ab 200.000 EUR pro Investment zu guten Renditen und Laufzeiten von 12 bis 36 Monaten zu investieren, aber nicht über ein umfassendes Expertenteam im Immobilienbereich verfügen.

Das kann zum Beispiel ein Gründer sein, der gerade ein erfolgreichen Exit hingelegt hat, aber auch ein Family Office, dass Mezzanine-Investments erschließen will.

Wie funktioniert LINUS?
LINUS ist eine Digitalplattform. Allerdings kann man sich nicht wie bei Amazon oder bei vielen FinTechs einfach selber anmelden. Jede Anfrage wird von uns einzeln geprüft und wir entscheiden dann individuell, ob ein Investor zu LINUS passt und umgekehrt.

Nach einem positiven Erstgespräch bekommt der Investor dann Zugang zur Plattform und kann dann passende Investmentmöglichkeiten finden.

Welche Vorteile bietet LINUS? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir agieren bei jedem Investment als Ankerinvestor mit einer Beteiligung von mindestens 25%, also idR ein mehrstelliger Millionenbetrag. Damit weiß jeder Co-Investor, dass wir an das Projekt sowie den Sponsor glauben und mindestens genauso viel zu verlieren haben wie die Co-Investoren.

Und ganz entscheidend, dass bei uns nur ein sehr kleiner Kreis an Investoren überhaupt investieren kann, es ist „Exklusivinvesting“ statt Crowdinvesting. Den Co-Investoren stehen tiefgreifende Analysen zur Verfügung und ein umfangreiches Sicherheitenkonzept soll auch in Worst-Case Szenarien helfen, ausfälle zu vermeiden.

LINUS wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es weiterhin erfolgreiche Immobilienprojekte zu finanzieren, und gleichzeitig unseren Investoren attraktive Renditen zu bieten. Über die Plattform können wir einen größeren Kreis an Investoren erreichen und planen so im kommenden Jahr unser Projektvolumen mehr als zu verdoppeln.

In fünf Jahren soll LINUS in hohem Maße der erste Anlaufplatz für professionelle Immobilieninvestments in Deutschland sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Schwierige Frage, aber ich will es gern versuchen:
1. Gründe nur, wenn du dich richtig in die Rolle und auch in die Branche reinfuchsen willst. Wer nur gründen will, weil es hip ist, der macht etwas falsch.
2. Mut kann nicht überschätzt werden. Je früher man sich traut, sein eigenes Unternehmen zu führen, desto besser.
3. „Mein Teil sei die Schuld!“ lässt Börries von Münchhausen seinen Hagen von Tronje sagen. Das ist furchtbar (immerhin bringt er Siegfried um), aber es ist auch eine unglaublich mächtige Aussage. Ein Gründer muss Verantwortung übernehmen, vor einem jeden Schritt und wenn etwas schief läuft. Dann ist er der Mächtigste im Raum, denn alle anderen sitzen da und schauen betreten nach unten.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Matthias Schulz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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