LingoHub automatisiert den gesamten Übersetzungsprozess

Helmut Juskewycz CEO LingoHub: Mein Mittel gegen Zeitdiebe sind To-Do-Listen, die ich mir täglich erstelle

Stell dich doch unseren Lesern bitte kurz vor!
Gerne, ich bin Helmut, stolzer Papa meines einjährigen Sohnes, begeisterter Kitesurfer und der Gründer und CEO von LingoHub. Nach Abschluss meines Studiums tauchte ich rasch in die österreichische Startup-Szene ein. Mich faszinierte es schon immer beim Aufbau neuer Produkte von Beginn an dabei zu sein. Mir war schon immer klar, dass ich meine eigenen Ideen als Unternehmer umzusetzen möchte. So kam alles ins Rollen.

Was steckt hinter LingoHub?
Das A und O eines jungen Unternehmens ist ein gutes Team. Wir zeichnen uns durch unseren Innovationsdrang und das geniale Team hinter LingoHub aus. Aktuell umfasst unser Team 7 kluge Köpfe, die alle mit Hochdruck die Weiterentwicklung von LingoHub vorantreiben. Wir alle arbeiten mit Leidenschaft daran es unseren Kunden so leicht wie möglich zu machen global zu expandieren.

Wie lange hat es von der Idee bis zum Launch gedauert?
Ich wusste schon immer, dass ich meine eigenen Ideen als Unternehmer umsetzen möchte. Während meiner Zeit bei anderen österreichischen Startups hatte ich auch die Idee zu LingoHub. Lokalisierung, d.h. die Übersetzung von Software in verschiedene Sprachen und kulturelle Hintergründe, verursachte lange Zeit Kopfschmerzen. Der Übersetzungsprozess war nicht in den Entwicklungsprozess integriert. Das kostete wertvolle Entwicklerzeit. Ich wusste, dass Übersetzen schneller und vor allem einfacher sein muss und kann. Die Idee zu LingoHub war geboren.
So gründeten wir, Markus Merzinger und ich, im Spätsommer 2012 LingoHub. Seit dem Launch Anfang 2013 haben wir internationale Kunden, wie Nordeus (serbischer Spieleentwickler), an Board. Doch damit nicht genug. Wir entwickeln LingoHub ständig weiter und passen uns so noch besser an die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden an. Heute vertrauen internationale Top-Unternehmen wie Lebara, Swisscom, Runtastic, Josko, ePunkt, das Men’s Health Magazin uvm. beim Thema Übersetzung auf LingoHub.

Wie genau funktioniert LingoHub?
Kurz und knapp: LingoHub macht Übersetzen einfacher als jemals zuvor. Viele kennen die mühsamen und umständlichen Kommunikationswege mit Übersetzungsagenturen, wo meist noch mittels Excel-Dateien Texte ausgetauscht werden. Dank LingoHub gehört das endgültig der Vergangenheit an.
Mit LingoHub automatisieren wir den gesamten Übersetzungsprozess von der Anbindung an das System bis zur Bezahlung. Einzig die Übersetzung an sich bleibt beim Menschen. Natürlich können mit maschineller Übersetzung Texte vollautomatisch übersetzt werden. Wir wissen aber, dass in Sachen Übersetzungsqualität die Maschine dem Menschen noch lange nicht das Wasser reichen kann. Daher arbeiten wir mit tausenden professionellen Übersetzern zusammen. Unsere Nutzer erhalten Zugang zu diesem Übersetzerpool und können über LingoHub bequem Übersetzungen in mehr als 30 Sprachen bestellen.
LingoHub ist für uns eine Herzensangelegenheit, die wir jedem zugänglich machen wollen. Entwickler, Übersetzer, Designer, Marketing Manager uvm. arbeiten über LingoHub zusammen und wickeln so ihre Übersetzungsprojekte gemeinsam ab. Dabei unterstützen wir sie mit den Tools, die sie dazu benötigen. Integrationen zu populären Entwicklertools, Schnittstellen, sowie Übersetzungstools wie Translation Memory, Machine Translation, In-App Kommunikation, Quality Checks und mehr erleichtern das Übersetzen digitaler Produkte.

Wie hast du dein Startup finanziert?
LingoHub wurde von Markus und mir mit eigenen Mitteln gegründet. Viel von dem was LingoHub heute ist wurde von uns selbst investiert. Wir waren ein Jahr lang Teil des staatlich geförderten tech2b Inkubators. Dort entwickelten wir auch den ersten Prototyp von LingoHub.
Heute finanzieren wir uns über eigene Umsätze. Wir legen großen Wert auf Forschung, um LingoHub stetig mit neuen innovativen Lösungen zu verbessern. Unsere technische Forschung wurde bereits von der FFG (Österreichische Forschungsförderungs Gesellschaft m.b.H.) gefördert.

Wie einfach ist es für Kunden mit LingoHub Texte übersetzt zu bekommen?
Unsere Kunden nutzen LingoHub zum einen mit eigenen Übersetzern und managen so ihre Übersetzungsprojekte und -teams. Zum anderen greifen sie auf unseren Übesetzerpool zu und bestellen per Mausklick Übersetzungen. Sie profitieren von unseren Übersetzungstools, welche die Übersetzungsqualität enorm verbessern. Der gesamte Übersetzungsprozess wird von LingoHub abgewickelt. Das reduziert die durchschnittliche Übersetzungsdauer um über 60% und Overhead um mehr als 90%.
Wir wissen, dass Übersetzen noch einfacher sein kann! Mit LingoWeb entwickeln wir aktuell eine innovative Lösung zur Übersetzung aller Webinhalte. Bislang war IT-Fachwissen zur Übersetzung von Webseiten notwendig. Dadurch wird auch der Übersetzungsprozess hauptsächlich von Entwicklern dominiert. LingoWeb vereinfacht den Prozess und es kann ohne Installation direkt auf der Webseite übersetzt werden. So schaffen wir es Marketing Manager und Web Administratoren in den Übersetzungsprozess miteinzubeziehen. Einfach die URL einer Webseite eingeben und schon kann mit der Übersetzung begonnen werden.

Nutzt Ihr soziale Medien und wenn ja welche?
Natürlich sind auch wir in sozialen Netzwerken aktiv. Wir teilen gerne interessante Artikel mit unserer Community und schreiben auch selbst viele Blog Posts zu aktuellen Themen. Einfach mal auf Twitter ‘Hallo’ sagen oder auf Facebook und LinkedIn followen. Wir freuen uns! 🙂

Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus?
Ich bin normalerweise ab 9 Uhr im Büro. Dann spreche ich mich als erstes mit dem gesamten Team ab und wir stecken Tagesziele. Danach ist auch schon “Email-Zeit”. Ich gehöre nun auch zu jenen, die die meiste Zeit des Tages mit Emails verbringen. Mein Mittel gegen diesen “Zeitdieb” sind To-Do-Listen, die ich mir täglich erstelle.
Bei mir ist jeder Tag anders, aber genau das mag ich. Jeden Tag warten neue spannende Aufgaben, um unsere Unternehmensziele zu erreichen. Man weiß nie was der Tag alles bringt. Genau das ist das Spannende und die Herausforderung in einem jungen Unternehmen.

Wo siehst du dich in den nächsten 5 Jahren?
So etwas wie “ein Ding”, das ich unbedingt erreichen muss, gibt es für mich nicht. Für mich zählen viel mehr die kleinen Dinge im Leben. Ich habe Ziele und Träume, die ich verfolge. Aber auch die verändern sich, so wie ich mich verändere.

Mit LingoHub verfolge ich das Ziel, dass alle digitalen Inhalte in der Muttersprache der Endnutzer verfügbar sein werden. Englisch als de-facto Standard im Web ist längst überholt, da der Großteil der Internetnutzer nicht fließend Englisch spricht. Genau an diesem Punkt setzt LingoHub an. Wir ermöglichen unseren Kunden mit übersetzen Produkten die digitale Welt zu erobern.

Welche Tipps hast du für Gründer oder angehende Gründer?
“Frischen Gründern” möchte ich gerne 3 Tipps mit auf den Weg geben:
1. Sich selbst nie belügen! Leider geht es schnell und oftmals merkt man nicht, dass man gar nicht mehr auf dem richtigen Weg ist. Daher muss man manchmal inne halten und reflektieren. Das gilt sowohl privat, als auch beruflich. Die Meinung anderer Menschen ist hier sehr wichtig, aber man sollte immer auch auf sein Bauchgefühl vertrauen.
2. Gründe nicht alleine! Wir alle kennen sie, die Geschichten vom einsamen Programmierer in der Garage zum Multimillionär. Es gibt bestimmt solche, aber das sind Ausnahmen. Im Team kann man sich schlecht selbst belügen, man ist definitiv schneller, und es macht noch mehr Spaß. Natürlich kann es auch anstrengend sein, aber die positiven Dinge überwiegen eindeutig.
3. Im Nachhinein ist man bekanntlich immer klüger. Rückblickend würde ich das Thema Außenkommunikation viel früher in Angriff nehmen. Wir konzentrierten uns von Beginn an auf ein erstklassiges Produkt, Marketing und Pressearbeit blieben dabei hinten an. Wir haben wertvolle Zeit verloren, die wir nun aufholen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Helmut Juskewycz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wiede

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X