Auf jeden Fall authentisch bleiben

Lieblingsbleiben einzigartige Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Deutschland

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Lieblingsbleiben doch kurz unseren Lesern vor!
Lieblingsbleiben sind eine ganz persönliche und individuelle Kollektion einzigartiger Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Deutschland. 2013 habe ich mein Unternehmen gegründet und kann meinen Kunden mittlerweile über 50 besondere Feriendomizile präsentieren.
Tourismus hat mich schon immer begeistert, ich habe lange angestellt in der Branche gearbeitet. Mit Anfang 40 habe ich dann die Chance ergriffen, die sich durch private Veränderungen ergab und ein Fernstudium zum Tourismus Fachwirt IHK absolviert und im Anschluss den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Ich habe selbst schon immer Urlaub in Ferienhäusern gemacht und musste oft feststellen, dass es schwer war, die richtig schönen und besonderen Häuser zu finden. Es gibt zwar viele Anbieter, aber auch eine große Beliebigkeit im Angebot. Was mir in dem Reiseveranstalter-Portfolio fehlte, waren Häuser mit einer eigenen Ausstrahlung, einer Persönlichkeit und Unverwechselbarkeit. Durch meine eigenen Recherchen für ein schönes Urlaubszuhause wusste ich, dass es sie gibt. Daher lag es für mich nahe, diese Nische zu schließen und mit meiner langjährigen Erfahrung in der Tourismusbranche, den neu erworbenen Fähigkeiten aus dem Studium und meinem guten Riecher für einzigartige Feriendomizile ein Unternehmen zu gründen – die Lieblingsbleiben waren geboren.

Was waren bei der Gründung Ihres Unternehmens die größten Herausforderungen?
Da fallen mir drei Bereiche ein: Zum einen die Budgetplanung, also alle Kosten im Blick zu haben und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Als zweites der Zeitfaktor: Alle Dinge, die bei einer Gründung anfallen zu schaffen und immer wieder zu überlegen wie man seine Zeit am besten verteilt, was am dringendsten ist. Und als drittes: Die Herausforderung wirklich an alles zu denken: Von Behördengängen, Anmeldungen, Finanzen, der Website bis zu Social Media – das ist ein weites Feld!

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten das schaffen wir nicht?
Ja, sicher gab es auch solche Momente. Ich hatte am Anfang Hilfe und konnte auf ein tolles Netzwerk aus Freunden zurückgreifen. Das hat mir sehr geholfen, ich habe dort Tipps bekommen und viel inhaltliche Unterstützung und konnte mich mit anderen austauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Auf jeden Fall! Es ist wichtig, den Markt im Blick zu haben und sein Konzept immer wieder neu zu überdenken und anzupassen. Fehler macht man, wichtig ist es, daraus zu lernen und die Erfahrung daraus positiv zu verwenden. Ich habe mein anfängliches Konzept im Laufe der Selbstständigkeit umgestellt und angepasst. Ich steckte viel zu viel Zeit in meine Arbeit und hatte dafür zu geringe Einnahmen. Daher habe ich dann zusätzlich zu den Lieblingsbleiben noch die Lieblingsbleiben Pur entwickelt – eine Kollektion mit dem gleichen Anspruch aber einem anderen Geschäftsmodell (der Interessent bucht in diesem Fall direkt bei dem Vermieter). Ich denke Durchhaltevermögen ist wichtig aber man darf nicht dogmatisch sein, sondern muss flexibel bleiben und immer das Ohr am Markt haben.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Es ist nie perfekt. Wichtig ist, dass man eine gute Idee hat, mit Herzblut dabei ist und die richtigen Grundlagen für sein Unternehmen hat, also eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung in der Branche, dem Bereich, in dem man sich etwas aufbauen will. Und dann noch ein paar Menschen, die einen auf verschiedenen Ebenen unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von Lieblingsbleiben?
Menschen mit Anspruch, mit einem Blick für das Besondere, die einen schönen Urlaub verbringen möchten abseits des Mainstream. Es sind Familien, Freunde, Paare jeden Alters und sie eint, dass ihnen der Urlaub in einzigartigen Ferienhäusern etwas wert ist und sie die besondere Atmosphäre zu schätzen wissen.

Wie funktioniert Lieblingsbleiben?
Das Konzept ist ganz einfach: Die Kunden stöbern auf meiner Seite und buchen dann die Lieblingsbleiben direkt bei mir, gerne berate ich sie auch zu den Häusern, die sie sich ausgesucht haben. Bei den Lieblingsbleiben pur informieren sie sich auf meiner Seite und buchen dann direkt bei dem Vermieter.

Welche Vorteile bietet Lieblingsbleiben?
Die Ferienunterkünfte sind alle individuell ausgesucht und die allermeisten kenne ich persönlich, daher kann ich für den besonderen Charakter garantieren. Zudem habe ich einen persönlichen Kontakt zu den Eigentümern. Mir ist bei der Auswahl wichtig, dass alles stimmt, ich wähle die Häuser sehr sorgfältig aus und lehne die meisten ab. Die Lieblingsbleiben haben einen unverwechselbaren Charakter, sie sind heimelig, warm und individuell.

Lieblingsbleiben, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ideen habe ich viele! Ich denke, es ist wichtig, nicht zu schnell zu wachsen sondern gut geplant zu expandieren. Mein Ziel ist es, zunächst noch mehr Lieblingsbleiben in Deutschland aufzunehmen. Es sollen allerdings nicht mehr als 100 Unterkünfte werden, da sich die Häuser sonst gegenseitig Konkurrenz machen. Und dann spukt mir die Gedanke im Kopf herum eventuell noch das ein oder andere Land mit Lieblingsbleiben zu erschließen, Österreich, Frankreich, Italien oder ganz Europa – wer weiß, was die Zukunft bringt!

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Als erstes: Die Finanzierung klären, man muss ein finanzielles Polster haben, um die erste Zeit (von der man meist nicht weiß, wie lange sie anhält) zu überstehen.

Als zweites: Strategisch denken, immer das Ohr am Markt haben, immer flexibel bleiben und das eigene Konzept immer wieder auf den Prüfstand stellen und bei Bedarf anpassen.

Und als drittes: Auf sich selbst achten, eigene Auszeiten einplanen (auch wenn es oft schwer fällt und viel zu tun ist) und die Kräfte einteilen. Und viel Ausdauer. Auf jeden Fall authentisch bleiben. Ich bin mir sicher, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind und man mit Herzblut und Leidenschaft dabei ist, klappt es mit dem Traum von der Selbstständigkeit!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martina Domke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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